17 Ziele für eine nachhaltige Zukunft

Zero Hunger by 2030 lautet der Aufruf der Welthungerhilfe, der das zweite der 17 Sustainable Development Goals der UN aufgreift. Zur Verwirklichung gilt es für die internationale Politik wie Zivilgesellschaften, die Ziele als integriertes Konzept zu verstehen und konsequent umzusetzen.

Grafik: Auflistung der Sustainable Development Goals

Mit 17 Nachhaltigkeitszielen haben die Vereinten Nationen die Weichen für die Zukunft unserer Welt gestellt: Sie sollen eine gesunde Ernährung und ein Leben frei von Armut sicherstellen. Ebenso fördern die Sustainable Development Goals (SDGs) den Zugang zu Bildung und Gesundheitsinfrastruktur für alle Menschen. 139 Länder haben sich auf den Zukunftsvertrag verständigt.

Die internationale Politik ist zum Handeln aufgefordert

Ein konkreter Kurswechsel ist noch nicht zu erkennen – obwohl die Agenda 2030 als Erweiterung der Millenniumsziele seit 2016 in Kraft ist. Ihre Umsetzung geschieht auf freiwilliger Basis und hat in den Staaten unterschiedliche Priorität. Die Welthungerhilfe fordert hier nationale und internationale Entwicklungspolitik gemeinsam mit Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft und Wissenschaft zum Handeln auf: Zero Hunger bis 2030 lautet in Anlehnung an das zweite SDG das Kernmandat der Welthungerhilfe.

Vor allem wohlhabende Länder sind in der Pflicht. Die politische Arbeit der Welthungerhilfe richtet sich an die deutsche Politik, damit diese den Status Quo der German National Sustainablity Development Strategy (NSDS) offenlegt. Besonders aber sind nichtstaatliche Institutionen gefragt, Missstände aufzuzeigen.

Indien ist zweitgrößter Nahrungsmittelproduzent der Welt. Dennoch kommen ein Viertel aller Hungernden weltweit aus Indien. © Welthungerhilfe

Hunger herrscht, wo Geld für Nahrungsmittel fehlt

Akute Hungersnöte durch Kriege oder Naturkatastrophen treten zwar nach wie vor auf. Strukturelle Ursachen wie unterschiedliche Formen der Ungleichheit, bleiben jedoch die zentralen Herausforderungen bei der nachhaltigen Bekämpfung des Hungers.

Das Beispiel Indien zeigt, wie stark das Thema Ernährungssicherheit mit weiteren Dimensionen wie Armut, Teilhab- und Aufstiegsmöglichkeiten und Geschlechtergleichstellung verwoben ist: Als zweitgrößter Nahrungsmittelproduzent macht die Bevölkerung des Subkontinents ein Viertel aller Hungernden weltweit aus. Die Schaffung von sozialer Gerechtigkeit ist notwendiges Ziel, um den Hunger nachhaltig zu beenden.

Ländliche Entwicklung ist ein zentraler Ansatz, dabei zählt nicht nur eine gesteigerte Agrarproduktion. Die Welthungerhilfe setzt daher auf eine integrierte Verwirklichung ausgewählter SDGs: 

Nachhaltige Lebensmittel- und Ernährungssicherung

Allen Maßnahmen liegen die Menschenrechte zugrunde. Zudem stärkt die Welthungerhilfe die Widerstandsfähigkeit der Menschen gegenüber Hungerkrisen und Klimaschäden in den Projektländern: Im landwirtschaftlichen Sektor werden Arbeitsplätze geschaffen, umweltschützende Produktionsweisen vermittelt und der Lebensmittelverschwendung entgegengewirkt. Beispiele für die Arbeit im Rahmen der Nachhaltigkeitsziele zeigen Projekte der Welthungerhilfe.

Letzte Aktualisierung 05.07.2018

Das könnte Sie auch interessieren

Deutsche Welthungerhilfe e. V., Sparkasse KölnBonn IBAN DE15 3705 0198 0000 0011 15, BIC COLSDE33
Newsletter abonnieren

Alle Informationen zu Katastrophen, Projekten und Veranstaltungen aus erster Hand erhalten.