Die Bundesregierung plant erhebliche Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe. Das gefährdet Projekte gegen Hunger und kann schwerwiegende Folgen für Menschen weltweit haben. Deshalb hat die Welthungerhilfe gemeinsam mit 16 weiteren Organisationen eine Petition gestartet und fordert von der Bundesregierung: Stoppen Sie die Kürzungen und investieren Sie in Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit!
An: Bundeskanzler Merz, Finanzminister Klingbeil und die Fraktionsvorsitzenden Spahn (CDU/CSU) und Miersch (SPD)
Krisen und Konflikte spitzen sich weltweit zu. Millionen Menschen kämpfen gegen Hunger, Armut und die Folgen der Klimakrise – besonders Frauen und Kinder. Trotzdem plant die Bundesregierung weitere Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit. Dabei wurde bereits massiv gekürzt, die Gelder für Nothilfe wurden in den letzten zwei Jahren sogar halbiert.
Diese Kürzungen treffen die Falschen. Humanitäre Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit retten Leben. Sie stärken Bildung, Gesundheit, Ernährungssicherheit und Einkommenschancen. Besonders wirksam sind sie dort, wo sie Ungleichheit abbauen und die Rechte von Frauen, Mädchen und anderen benachteiligten Gruppen gezielt stärken.
Solidarität nicht kaputtsparen!Wer hier spart, verschärft die Folgen von Krisen: Mehr Menschen hungern, Gesundheitsstationen schließen, Mädchen verlieren ihren Schulplatz und Familien ihre Lebensgrundlage.
Wir fordern Sie auf: Stoppen Sie die Kürzungen und investieren Sie in Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit!
Sparen Sie nicht bei denen, die unsere Solidarität am dringendsten brauchen. Stärken Sie Menschenrechte und Gleichberechtigung, damit Menschen Hunger, Armut und Abhängigkeiten überwinden können, Frauen selbst über ihr Leben entscheiden und Kinder überall eine Zukunft haben.
Jetzt Petition unterschreiben
Fragen und Antworten zur Petition
Warum ruft die Welthungerhilfe zum Unterschreiben dieser Petition auf?
Das Recht auf Nahrung gilt für alle Menschen weltweit. Deutschland muss mit anpacken, um es zu verwirklichen. Umso besorgniserregender ist es, dass sich die aktuelle Bundesregierung für drastische Einschnitte in der Entwicklungszusammenarbeit und der Humanitären Hilfe entschieden hat. Das untergräbt die Bemühungen, den Hunger weltweit zu beenden.
Wir finden es wichtig, gemeinsam mit vielen anderen Organisationen der Humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit unsere Stimme zu erheben und deutlich zu machen: Wir setzen uns für eine Welt ein, in der die Menschenrechte eingehalten werden, die Agenda 2030 gemeinsam vorangebracht und Humanitäre Hilfe geleistet wird. Kürzungen können unsere Arbeit gefährden und fatale Folgen für die Menschen haben, die wir als Welthungerhilfe unterstützen.
Warum ist die Petition zum Bundeshaushalt wichtig?
Auch wenn gerade andere Themen politisch im Vordergrund stehen, wissen wir: Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe sind der deutschen Bevölkerung nicht egal. Zahlreiche Unterstützer*innen engagieren sich bereits – sie spenden regelmäßig an die Welthungerhilfe, lesen unsere Newsletter, verfolgen unsere Arbeit in den sozialen Medien oder nehmen am ZeroHungerRun teil. Ihnen ist wichtig, dass wir unsere Projekte weiterhin mit finanzieller Unterstützung der Bundesregierung umsetzen, um so dem Ziel „Für eine Welt ohne Hunger“ Schritt für Schritt näher zu kommen.
Unser Appell an die Bundesregierung ist klar: Solidarität darf nicht kaputtgespart werden – und der Hunger muss endlich beendet werden. Dafür brauchen wir auch Ihre Stimme – damit wir dieses Anliegen gegenüber der Politik noch stärker vertreten können.
Was passiert als Nächstes?
Wir planen, die Unterschriften im Herbst zum parlamentarischen Prozess der Haushaltsverhandlungen an die Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU und SPD übergeben.
Der Deutsche Bundestag hat laut Grundgesetz das Budgetrecht und kann somit über den Bundeshaushalt entscheiden. Die Abgeordneten beraten das Haushaltsgesetz im Herbst. Wir werden die gesammelten Stimmen von allen teilnehmenden Organisationen gemeinsam während der Beratungen an die Fraktionsvorsitzenden der regierenden Koalition überreichen.
Welche Organisationen machen mit?
ADRA
Aktion gegen den Hunger
Brot für die Welt
Care
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung
Global Citizen
Help
Hirschfeldt-Eddy-Stiftung
IRC
Misereor
NRC
ONE
Oxfam
Plan International Deutschland
Terre des hommes
VENRO
Welthungerhilfe