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29.07.2015 | Pressemitteilung

Nepal 100 Tage nach dem Erdbeben

7.000 zerstörte Schulen sind eine große Herausforderung

Mädchen lesen in Büchern
Mädchen im Unterricht in der Green School im Welthungerhilfe Millenniums-Dorf Korak im Sueden Nepals. © Philipp Hedemann

Das Erdbeben vom 25. April 2015 gilt als die tödlichste Katastrophe in der Geschichte Nepals. Laut Regierung starben insgesamt 8.800 Menschen, rund 22.300 wurden verletzt. Über acht Millionen Menschen waren und sind auf Unterstützung angewiesen. „Die weltweite Hilfe hat die erste Not der Menschen gelindert, aber nun geht es um nachhaltigen Wiederaufbau, und dafür brauchen wir einen langen Atem und viel Solidarität“, sagt Barbara Zilly, Landeskoordinatorin der Welthungerhilfe in Nepal. Barbara Zilly war während des Erdbebens vor Ort und versucht bis heute, mit ihrem Team die Situation der Menschen in Nepal zu verbessern.

Die Welthungerhilfe hat über 20.000 Haushalte und damit 106.000 Menschen mit Hilfsgütern unterstützt. Neben Zeltplanen, Nahrungsmittelpaketen und Decken wurden insbesondere Wellbleche zum Bau provisorischer Unterkünfte zur Verfügung gestellt. 

Bis zu Vier Jahre für den Wiederaufbau

„Die Welthungerhilfe wird jetzt gemeinsamen mit lokalen Partnern den Wiederaufbau von Nepal fördern. Neben Stärkung und Wiederbelebung der Landwirtschaft wird der Bau von Schulen eine zentrale Rolle einnehmen“, sagt Zilly. Im Zuge des Erdbebens wurden auch mehr als 7.000 Schulen beschädigt. Ungefähr eine Million Kinder konnten zeitweise nicht zur Schule gehen. Das Wiederaufbauprogramm der Welthungerhilfe und ihrer lokalen Partner wird bis zu vier Jahre in Anspruch nehmen.

Crowdfunding: "Wir bauen eine Schule für Nepal"

100 Tage nach dem Erdbeben in Nepal startet die Welthungerhilfe am 3. August eine Crowdfunding-Kampagne unter dem Motto „Wir bauen eine Schule für Nepal“. Auf der Website www.schule-nepal.de kann jeder mithelfen, in drei Monaten einen kompletten Schulbau zu finanzieren.

Unterstützt wird die Aktion von Thomas Cook. Das Reiseunter-nehmen ist bereits seit Jahrzehnten über eine Initiative in Nepal aktiv, bei der Mitarbeiter durch Patenschaften und Spenden die Schulbildung von nepalesischen Kindern unterstützen. Thomas Cook beteiligt sich jetzt an der Crowdfunding-Kampagne der Welthungerhilfe und wird jeden gespendeten Euro verdoppeln, bis die zum Schulbau benötigte Summe von 100.000 Euro erreicht ist. 

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 8.500 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,27 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

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Letzte Aktualisierung 06.02.2018

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