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11.09.2018 | Pressemitteilung

Deutscher Bevölkerung ist Hungerbekämpfung wichtig

Welthungerhilfe zu den neuen Hungerzahlen der UN.

Eine Gruppe von Rohingya Flüchtlingen im Distrikt Cox's Bazar in Bangladesch hat von der lokalen Bevölkerung Essen erhalten. Von links nach rechts: Roseda Begom, 40 Jahre, Tochter Kismat Ara, 16 Jahre mit Baby Raeshma, 3 Monate. Kismats Mann wurde von der Armee in Myanmar verhaftet und ist seitdem verschollen.
Eine Gruppe von Rohingya Flüchtlingen im Distrikt Cox's Bazar in Bangladesch hat von der lokalen Bevölkerung Essen erhalten. © Daniel Rosenthal

Die heute veröffentlichten weltweiten Hungerzahlen der UN zeigen erneut einen Anstieg. Im Jahr 2017 gab es laut UN-Angaben weltweit 821 Millionen hungernde Menschen. Konflikte, Klimawandel und ein langsameres Wirtschaftswachstum sind die Hauptgründe dafür.

Laut einer aktuellen Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag der Welthungerhilfe liegt den Bundesbürgern die Bekämpfung des Hungers am Herzen: Neun von zehn Bürgern ist die Hungerbekämpfung weltweit wichtig, 53% sogar „sehr wichtig“. Fast zwei Drittel der Befragten (64%) sind der Meinung, dass Deutschland sein Engagement im Bereich der Hungerbekämpfung ausbauen sollte, so viel Unterstützung erhält kein anderer Bereich der Entwicklungspolitik.

„Unsere Befragung zeigt, dass die Bundesregierung den klaren Auftrag hat, noch mehr für den weltweiten Kampf gegen Hunger zu tun“, sagt Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe. „Das heißt vor allem: Unterstützung für Kleinbauern und andere Menschen in ländlichen Gebieten und dies nicht nur durch technische Projekte, sondern auch durch Stärkung ihrer Rechte. Denn ihnen werden produktive Ressourcen wie Land, Wasser oder Saatgut entzogen. Menschenrechtsverteidiger werden zunehmend bedroht oder gar ermordet.“

Am 19./20. September 2018 wird die „UN-Erklärung zu den Rechten von Kleinbauern und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten“ im UN-Menschenrechtsrat abschließend beraten. Am 27./28. September treffen die Mitgliedsstaaten eine Entscheidung. „Menschenrechte zu schützen und den institutionellen Rahmen weiter fortzuentwickeln ist eine zentrale Aufgabe der deutschen Außenpolitik“, so Dieckmann weiter. „Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, die Erklärung zu unterstützen.“

Die Welthungerhilfe veröffentlicht am 11. Oktober den aktuellen Welthunger-Index, der die weltweiten Ursachen von Hunger untersucht und in einem Ländervergleich die Gewinner und Verlierer beim Kampf gegen den Hunger vorstellt.

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 8.900 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,53 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

Pressebilder zum Download

Frauen warten bei einer Lebensmittelverteilung im Flüchtlingscamp in Bentiu, Südsudan. © Stefanie Glinski
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In einem Projekt der Welthungerhilfe in Nord-Kivu, Demokratische Republik Kongo, lernen Menschen in einem Schulungsgarten Methoden zum Gemüseanbau. Hier wird Knoblauch angepflanzt. © Kai Löffelbein
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Eine Gruppe von Rohingya Flüchtlingen im Distrikt Cox's Bazar in Bangladesch hat von der lokalen Bevölkerung Essen erhalten. © Daniel Rosenthal
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Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe. © Barbara Frommann/Welthungerhilfe
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Letzte Aktualisierung 05.11.2018

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