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20.08.2019 | Pressemitteilung

Rohingya: Mitsprache für sichere und freiwillige Rückkehr gefordert

Zum zweiten Jahrestag des Exodus der Rohingya warnen 61 Hilfsorganisationen vor einer Verschärfung der Krise in Myanmar.

Ein Junge im Camp Hakimpara in Bangladesch im August 2018.
Ein Junge im Camp Hakimpara in Cox's Bazar, Bangladesch. © Daniel Pilar/Welthungerhilfe © Daniel Pilar/Welthungerhilfe

Cox's Bazar, Bangladesch (21. August 2019) - Fast eine Million Rohingya warten zwei Jahre nach der gewaltsamen Vertreibung aus ihren Heimatorten in Myanmar immer noch auf Gerechtigkeit und auf Zusagen für ihre Zukunft. Derzeit garantiert ihr Aufenthalt im Nachbarland Bangladesch ihnen weder Sicherheit noch ein Leben in Würde. In einer heute veröffentlichten gemeinsamen Erklärung forderten 61 lokale, nationale und internationale Organisationen, die in den beiden Ländern tätig sind, die Anerkennung der Menschenrechte für alle Menschen im Bundesstaat Rakhine und die Beteiligung der Rohingya-Flüchtlinge an der Entscheidungsfindung über ihr eigenes Leben, einschließlich der Bedingungen für ihre Rückkehr nach Myanmar.

Die Organisationen, darunter CARE, Save the Children, Oxfam, die Welthungerhilfe und World Vision, äußerten große Besorgnis über die Sicherheit der betroffenen Familien im Bundesstaat Rakhine, da der Konflikt eskaliert und der humanitäre Zugang begrenzt ist. Sie forderten die Regierungen von Bangladesch und Myanmar nachdrücklich auf, dafür zu sorgen, dass jeder Rückkehrprozess sicher, freiwillig und würdevoll verläuft. Die Organisationen nahmen dabei auch Bezug auf die Nachricht von der möglichen beschleunigten Rückführung von 3.450 Rohingya-Flüchtlingen (aus Bangladesch nach Myanmar), die diese Woche in Umlauf gebracht wurde.

Mitglieder der Rohingya im Flüchtlingscamp Hakimpara in Cox's Bazar, Bangladesch. Gerechtigkeit für Rohingya

Ausführliches Statement der 61 NGOs mit der Forderung von Gerechtigkeit für die geflüchteten Rohingya.
(auf Englisch)

In den letzten zwei Jahren haben nichtstaatliche Organisationen die Regierung von Bangladesch und die UN-Organisationen dabei unterstützt, den Menschen, die im größten Flüchtlingslager der Welt (Kutupalong in Cox‘ Bazar) leben, effektiv lebenserhaltende Unterstützung zu leisten. Ihre gemeinsamen Bemühungen haben die Lebensbedingungen der Flüchtlinge stabilisiert, die Vorbereitung auf den Monsun verbessert und dazu beigetragen, Krankheitsausbrüche zu verhindern. Aber es muss noch mehr getan werden. Die Unterzeichner der gemeinsamen Erklärung fordern die internationale Staatengemeinschaft auf, die Mittel für die humanitäre Hilfe in Bangladesch und Myanmar aufzustocken, um das Leben von Flüchtlingen und Aufnahmegemeinschaften sowie von Binnenvertriebenen zu verbessern.

Pressebilder zum Download

Eine Frau im Flüchtlingscamp Hakimpara, Bangladesch, mit einem Sack voller Brennmaterial. Die lokale NGO FIVDB verteilt Holzkohle und Reisschalen-Pellets an geflüchtete Rohingya. © Daniel Pilar/Welthungerhilfe
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Rohingya bei einer Verteilung von Brennmaterial im Camp Hakimpara, Bangladesch, August 2018. © Daniel Pilar/Welthungerhilfe
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Ein Mann trägt einen Sack mit Brennmaterial im Camp Hakimpara, Bangladesch, August 2018. Die lokale NGO FIVDB verteilt Holzkohle und Reisschalen-Pellets. © Daniel Pilar/Welthungerhilfe
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Mostafa B. kocht an ihrer Kochstelle im Camp Hakimpara, Bangladesch. Die Kochstelle wurde von einer lokalen Partner-NGO der Welthungerhilfe für die Mitglieder der Rohingya-Gemeinde zur Verfügung gestellt. August 2018. © Daniel Pilar/Welthungerhilfe
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Ein Junge im Camp Hakimpara in Bangladesch im August 2018. Mehr als 700.000 Rohingya sind vor der Gewalt in ihrer Heimat Myanmar in das Nachbarland geflohen. © Daniel Pilar/Welthungerhilfe
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Rohingya-Kinder im Flüchtlingscamp Leda im August 2018. © Daniel Pilar/Welthungerhilfe
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Blick in das Camp Hakimpara für geflüchtete Rohingya in Bangladesch, im August 2018. In © Daniel Pilar/Welthungerhilfe
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Geflüchtete Rohingya tragen Säcke von einer Hilfsgüter-Verteilung im Camp Hakimpara, August 2018. © Daniel Pilar/Welthungerhilfe
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Blick auf kleine Reisfelder im Camp Hakimpara für geflüchtete Rohingya, Bangladesch, August 2018. © Daniel Pilar/Welthungerhilfe
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Kinder im Camp Leda für geflüchtete Rohingya in Bangladesch (August 2018). © Daniel Pilar/Welthungerhilfe
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Im Camp Hakimpara in Bangladesch: Die lokale Hilfsorganisation FIVDB verteilt Säcke mit Holzkohle und Reisschalenbriketts an geflüchtete Rohingya (August 2018). © Daniel Pilar/Welthungerhilfe
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Im Camp Hakimpara in Bangladesch: Die lokale Hilfsorganisation FIVDB verteilt Säcke mit Holzkohle und Reisschalenbriketts an geflüchtete Rohingya (August 2018). © Daniel Pilar/Welthungerhilfe
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Hintergrund-Information

Letzte Aktualisierung 21.08.2019

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