Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Seiteninhalt springen Zum Footer springen

23.10.2019 | Pressemitteilung

Nordsyrien: Humanitäre Hilfe für Zivil­bevölkerung ausweiten

Bündnis Entwicklung Hilft fordert ungehinderten humanitären Zugang.

Flüchtlinge in Nordsyrien
Menschen auf der Flucht in Nordsyrien. © Medico International

Berlin, 22. Oktober 2019 – Die humanitäre Lage im Norden Syriens bleibt angespannt. Im Laufe der letzten Woche mussten internationale Hilfsorganisationen die Region aufgrund der Sicherheitslage verlassen. Eine angemessene Versorgung der Menschen, die fliehen oder in den Gebieten ausharren, wird immer schwieriger. Die Helfenden in den Kampfgebieten setzen sich weiterhin einem hohen Risiko aus und sind stark überlastet. Krankenhäuser sind überfüllt und es mangelt an Medikamenten. Eine Ausweitung der Hilfe ist daher dringend erforderlich.

Angesichts der dramatischen Lage fordert das Bündnis Entwicklung Hilft die deutsche Regierung auf, sich mit allen Mitteln für eine Garantie humanitärer Hilfe in der Region und ein dauerhaftes Ende der Gewalt einzusetzen. „Die Menschen, die unter der Bedrohung der Angriffe und der schlechten Versorgungslage leiden, brauchen dringend Hilfe. Der Zugang zu ihnen und ihre humanitäre sowie medizinische Versorgung muss für alle Helfenden uneingeschränkt und ohne Risiko für das eigene Leben möglich sein“, erklärt Peter Mucke, Geschäftsführer von Bündnis Entwicklung Hilft.
 
Die erneute Eskalation im Syrien-Krieg ist keine Überraschung. „Die Bundesregierung und die EU haben es versäumt in den vergangenen Jahren eine gestaltende Politik voranzutreiben, die sich globalen Problemen stellt und Lösungen entwickelt“, kritisiert Bernd Eichner von medico international und Vorstandsmitglied von Bündnis Entwicklung Hilft. „Es ist dringende Aufgabe der Bundesregierung und der EU, dies zu ändern und endlich eine verantwortungsbewusste, menschenwürdige Politik umzusetzen.“ Der Vorschlag einer internationalen Sicherheitszone in Syrien von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ist zwar ein Signal für mehr Verantwortung der Bundesregierung. Doch sollte eine internationale Sicherheitszone nicht als alleinige Lösungsmöglichkeit der aktuellen Situation gesehen werden. In diesem kritischen Moment bleibt es elementar, weitere Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Hinweise an Redaktionen:
Gerne stellen wir Kontakt zu Interviewpartnern her.

Das Bündnis Entwicklung Hilft, dem auch die Welthungerhilfe angehört, ist ein Zusammenschluss von Nichtregierungsorganisationen, die gemeinsam Hilfe bei Katastrophen und Krisen leisten. Das Bündnis gibt jährlich den WeltRisikoBericht heraus.

Bündnis Entwicklung Hilft

After the tsunami crisis in December 2004, five German NGOs formed an alliance called the Development Helps Alliance.

Mehr erfahren
Schlagworte
Letzte Aktualisierung 23.10.2019

Das könnte Sie auch interessieren

Deutsche Welthungerhilfe e. V., Sparkasse KölnBonn IBAN DE15 3705 0198 0000 0011 15, BIC COLSDE33
Newsletter abonnieren

Alle Informationen zu Katastrophen, Projekten und Veranstaltungen aus erster Hand erhalten.