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09.04.2019 | Pressemitteilung

Vier Wochen nach Zyklon: Die Katastrophe nach der Katastrophe

Auf die schweren Überschwemmungen durch den Wirbelsturm Idai im südöstlichen Afrika folgen Hunger, Cholera und Malaria.

Ein Mann steht in einem zerstörten Maisfeld und zeigt eine seiner toten Pflanzen.
Ernesto Gambulene mit der zerstörten Mais- und Erdnussernte von seinem Feld in Lamego, das fast zwei Wochen lang von Überschwemmungen überflutet wurde. © McConville / Concern Worldwide

Bonn, 10. April 2019. Knapp vier Wochen nach dem verheerenden Zyklon Idai warnt die Welthungerhilfe vor der Katastrophe nach der Katastrophe im südöstlichen Afrika. Auf die schweren Überschwemmungen in Mosambik, Malawi und Simbabwe folgen Hunger, Cholera und Malaria. Allein in Mosambik hat der Zyklon 1,8 Millionen Menschen die Existenzgrundlage genommen und die Kornkammer des Landes zerstört. Über 700.000 Hektar Ernte wurden vernichtet. Laut UN zerstörte der Zyklon eine Infrastruktur im Wert von einer Milliarde Dollar.  

„Die Wassermassen überraschten die Menschen im Schlaf, sodass sie nur ihr Leben und das, was sie am Leibe trugen, retten konnten“, berichtet Sprecherin Kerstin Bandsom nach ihrer Rückkehr aus Mosambik. „Jetzt beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Die notleidenden Familien benötigen schnelle Hilfe, um sich vor Hunger, Cholera und Malaria zu schützen.“  

Die Welthungerhilfe versorgt gemeinsam mit ihren Alliance2015-Partnern Cesvi und Concern Worldwide 5000 Familien in Nhamatanda, knapp 100 km nordwestlich der Hafenstadt Beira, mit Hygiene-Paketen und dringend benötigten Haushaltsgegenständen. Um der weiteren Ausbreitung von Krankheiten vorzubeugen, erhalten die Familien 20 Liter-Eimer, Seife, Zahnbürsten, Zahnpasta sowie Taschenlampen und Wasser-Reinigungstabletten. Außerdem verteilt das Nothilfeteam Decken, Schlafmatten, Moskitonetze, Planen und Seile für den Bau von behelfsmäßigen Unterkünften.

Die betroffenen Familien wollen so schnell es geht die nächste Aussaat auf die Felder bringen. Dafür erhalten sie Saatgut und landwirtschaftliche Geräte von der Welthungerhilfe. „Zurzeit ist der Hunger allerdings so groß, dass die Gefahr besteht, dass die Menschen das Saatgut aufessen, statt es für die nächste Ernte im Herbst auf die Felder zu säen. Daher müssen sie zunächst Nahrungsmittel für den Eigenbedarf bekommen. Erst dann können wir das Saatgut verteilen“, erklärt Kerstin Bandsom die schwierige Lage vor Ort. Die Straßen sind zwar zum Teil wieder passierbar, aber für schwere Lastwagen immer noch nicht befahrbar, sodass auch die Helfer vor großen logistischen Herausforderungen stehen. Schon jetzt ist klar, dass die vom Zyklon betroffenen Menschen - auch in Malawi und Simbabwe - noch lange auf Hilfe angewiesen sein werden. 

Die Welthungerhilfe bittet um Spenden unter dem Stichwort „Zyklon Idai“. 

Kerstin Bandsom steht in Deutschland für Interviews zur Verfügung und Emergency Response Director Arjan Ottens ist mobil in Mosambik zu erreichen.   

Eine Hilfslieferung wird per Helikopter nach Nhamatanda in Mosambik gebracht. © Kerstin Bandsom/Welthungerhilfe
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Ein geflutetes Feld in Lemago. Die Ernte ist vollkommen zerstört. © Bandsom / Welthungerhilfe
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Mütter mit ihren Kindern haben im Aufnahmezentrum Lamego in Mosambik notdürftige Zuflucht unter Planen gefunden, nachdem ihre Häuser von Zyklon Idai zerstört wurden. © Kerstin Bandsom/Welthungerhilfe
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Provisorische Unterkunft in Lamego © Bandsom / Welthungerhilfe
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Ernesto Gambulene mit der zerstörten Mais- und Erdnussernte von seinem Feld in Lamego, das fast zwei Wochen lang von Überschwemmungen überflutet wurde. © McConville / Concern Worldwide
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Kerstin Bandsom, Welthungerhilfe Communications, vor Ort in der Krisenregion in Mosambik. © Bandsom / Welthungehilfe
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Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden in mehr als 8.900 Auslandsprojekten 70 Ländern mit 3,53 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

Letzte Aktualisierung 11.04.2019

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