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30.01.2020 | Pressemitteilung

Syrien: Versorgungslage spitzt sich zu

Regen, Kälte, Hunger, steigende Preise – die Lage der Bürgerkriegsflüchtlinge im Nordwesten Syriens wird immer dramatischer. Mehr als 350.000 Menschen sind seit Anfang Dezember aus den umkämpften Gebieten der Provinz Idlib geflohen, 4 von 5 der Geflüchteten sind Frauen. Die Welthungerhilfe weitet daher die Hilfe für die Flüchtlinge aus.

Die Welthungerhilfe verteilt Brotlaibe an Geflüchtete in einem Camp im Süden von Idlib, Syrien © HiHFAD

„Die überfüllten Flüchtlingscamps versinken buchstäblich im Schlamm. Die provisorischen Behausungen bieten wenig Schutz gegen den Frost in der Nacht. Viele Geflüchtete können sich keinen Brennstoff mehr für ihre Öfen leisten. Für ein wärmendes Feuer verbrennen die Menschen mittlerweile alles, was sie auftreiben können, auch Plastikmüll“, sagt Halil Kurt, der als Programmkoordinator der Welthungerhilfe die Hilfe vor Ort organisiert.

Der Preis für Diesel, der auch als Brennstoff dient, ist in Idlib zuletzt um mehr als 20 Prozent gestiegen. Deshalb hat die Welthungerhilfe in fünf Flüchtlingscamps Brennstoff an 3.000 Familien verteilt, weitere 3.200 Haushalte haben Gutscheine für 150 Liter Diesel erhalten. Dies reicht, um die Öfen zwei Monate warm zu befeuern. 

„Wenn die Benzinpreise weiter steigen, drohen auch Engpässe bei der Versorgung der Flüchtlinge, z.B. beim Transport von Mehl und Brot. Ohnehin muss die Brotverteilung aufgrund der Sicherheitslage immer wieder unterbrochen werden. Die intensiven Luftangriffe und der Vormarsch der syrischen Truppen haben zuletzt zwei Wochen lang eine sichere Brotverteilung unmöglich gemacht“, sagt Halil Kurt.

Die Welthungerhilfe reagiert kurzfristig auf die verschärfte Notlage und versorgt über syrische Partnerorganisationen zusätzlich rund 55.000 geflüchtete Menschen mit Brot und Nahrungsmittelgutscheinen. Die neuen Hilfsmaßnahmen haben einen Umfang von 200.000 Euro.

Die Welthungerhilfe bittet um Spenden für die Flüchtlingshilfe in Syrien.

Programmkoordinator Halil Kurt (englischsprachig) und Regionaldirektor Dirk Hegmanns stehen für Interviews zur Verfügung.

Pressefotos zum Download

Die Welthungerhilfe versorgt über syrische Partnerorganisationen rund 55.000 geflüchtete Menschen mit Brot und Nahrungsmittelgutscheinen. © Welthungerhilfe
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Kinder in einem Flüchtlingscamp in Idlib. © Hand in Hand for Aid and Development (HIHFAD)
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Halil Kurt, Programmkoordinator Syrien, Welthungerhilfe © Kühnle/Welthungerhilfe
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Insgesamt 3.000 Haushalte erhalten bei der Verteilung Diesel. © Hand in Hand for Aid and Development (HIHFAD)
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In fünf Camps im Governorat Idlib verteilt HIHFAD, Partner der Welthungerhilfe, insgesamt 342.900 Liter Diesel zum Heizen. © Hand in Hand for Aid and Development (HIHFAD)
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Zwei Jungen in einem Flüchtlingscamp in Idlib. © Hand in Hand for Aid and Development (HIHFAD)
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Ein Flüchtlingscamp in Idlib. Das schlechte Wetter hat die Lebenssituation für die Binnenflüchtlinge im Camp verschärft. © Hand in Hand for Aid and Development (HIHFAD)
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Kinder wärmen sich vor einem Heizofen. © Hand in Hand for Aid and Development (HIHFAD)
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Endlich der Kälte entkommen: Ein Junge wärmt sich die Hände an einem mit Diesel betrieben Heizofen. © Hand in Hand for Aid and Development (HIHFAD)
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Ein Kind in einem Flüchtlingscamp in Idlib. © Hand in Hand for Aid and Development (HIHFAD)
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Ein Junge geht in einem Flüchtlingscamp in Idlib durch den Matsch. © Hand in Hand for Aid and Development (HIHFAD)
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Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 9.300 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,71 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

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Letzte Aktualisierung 31.01.2020

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