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09.06.2020 | Pressemitteilung

Auch die Ärmsten brauchen Corona-Rettungsschirm

Welthungerhilfe stellt globales Covid-19 Programm für Soforthilfe und langfristige Entwicklung vor.

Ein Mädchen mit Mundschutz steht an einem Zelt aus schwarzen Planen.
Effektiver Schutz vor Corona ist für die Menschen, die im Slum am Rande von Delhi leben fast unmöglich. Hier leben Arbeitsmigranten die ihren Lebensunterhalt durch das Einsammeln, Sortieren und Verkaufen von Müll verdienen. Sie sind Teil eines Informellen Systems von Abfallmanagement und -Verwertung. Aufgrund der Corona Pandemie und der damit verbundenen Ausgangssperre sind sie auf die Vergabe von Lebensmitteln durch Hilfsorganisationen angewiesen. © Florian Lang/Welthungerhilfe

Bonn/Berlin, 9.6.2020. Die Covid-19 Pandemie trifft die Ärmsten am stärksten und trägt zu einer Verschärfung der weltweiten Hungersituation bei. Um die verheerenden Folgen für die Ärmsten abzumildern, hat die Welthungerhilfe ein globales Covid-19 Programm erarbeitet, mit dem sie fünf Millionen Menschen in 36 Ländern für die kommenden zwei Jahre unterstützen will. Dafür bittet sie die Bundesregierung, die Europäische Union sowie andere institutionelle und private Geber um 100 Millionen Euro Unterstützung. Die Coronavirus-Krise spitzt die ohnehin schon bestehenden Krisen zu und vervielfacht ihre negativen Auswirkungen: Armut, Dürren, Heuschrecken, prekäre Gesundheitsversorgung, kriegerische Konflikte, Unruhen.

„Wir sehen in vielen Ländern des Südens, dass die Covid-19 Pandemie die Menschen zusätzlich zu anderen Krisen und Katastrophen trifft. In Indien zeigt sich besonders eindrücklich wie verschiedene Krisen einander verstärken. Das Land kämpft nicht nur mit hohen Infektionszahlen und einem überforderten Gesundheitssystem. Nun hat auch noch ein Zyklon ganze Landstriche verwüstet. Zusätzlich bedroht eine Heuschreckenplage in Indien, aber auch in Ländern Ostafrikas die Existenz der Menschen und verschärft die ohnehin schon angespannte Ernährungslage. Die Menschen haben keinerlei Reserven mehr. Unser Covid-19 Programm unterstützt die Menschen in der aktuellen Krise und stärkt die Widerstandsfähigkeit. Wir waren auf einem guten Weg und haben Erfolge im Kampf gegen Hunger erzielen können. Covid-19 droht diese Erfolge zunichte zu machen“, betont Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe.

Ein Mädchen mit Mundschutz steht an einem Zelt aus schwarzen Planen. Covid-19 Appell

100 Millionen Euro für die Menschen, die die Auswirkungen der Corona-Krise am härtesten treffen.

Im globalen Covid-19 Programm der Welthungerhilfe sind Nothilfemaßnahmen wie Aufklärung der Bevölkerung über Ansteckungsrisiken und Präventionsmaßnahmen, Hygienemaßnahmen und Nahrungsmittelverteilungen enthalten. Das Programm wird den Menschen aber auch beim Wiederaufbau nach dem Prinzip des „building back better“ helfen, um künftig besser gegen Krisen gewappnet zu sein. Dazu gehören u.a. Investitionen in die Landwirtschaft, Wasser- und Sanitärversorgung, Unterstützung von lokalen Märkten und Wertschöpfungsketten. 

Pressefotos zum Download

Nahrungsmittelverteilung in Zeiten von Corona: Madeline Shimuli, 22 Jahre alt, holt kontaktlos Lebensmittel von der Welthungerhilfe im St. Charles Lwanga Centre in Kibera, Nairobi ab. © Natalia Jidovanu/Welthungerhilfe
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Effektiver Schutz vor Corona ist für die Menschen, die im Slum am Rande von Delhi leben fast unmöglich. Hier leben Arbeitsmigranten die ihren Lebensunterhalt durch das Einsammeln, Sortieren und Verkaufen von Müll verdienen. Sie sind Teil eines Informellen Systems von Abfallmanagement und -Verwertung. Aufgrund der Corona Pandemie und der damit verbundenen Ausgangssperre sind sie auf die Vergabe von Lebensmitteln durch Hilfsorganisationen angewiesen. © Florian Lang/Welthungerhilfe
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Die von der indischen Regierung angekündigte landesweite Abriegelung führte zu einer unerwarteten, beispiellosen Massenflucht von Tageslöhnern aus vielen Großstädten und Städten in die Dörfer. Ohne Einkommensquelle und ohne Bargeld beschlossen diese Menschen, den ganzen Weg zurück in ihre Heimat zu laufen, Hunderte von Kilometern. Sie sind hungrig und müde, haben keine ausreichende Nahrung und trinkbares Wasser. Die Welthungerhilfe und ihre lokalen Partnerorganisationen helfen den Arbeitsmigrant*innen, die in großer Zahl durch Jhansi kommen. So werden eine Gemeinschaftsküche eingerichtet und täglich Lebensmittel- und Hygienepakete verteilt, die eine Seife, ein Handdesinfektionsmittel und eine Maske enthalten. © Parmarth Samaj Sevi Sansthan/Welthungerhilfe
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Hygieneprogramm der Welthungerhilfe im Süden Äthiopiens. Die Schautafel verdeutlicht auch für Analphabeten, was man nicht oder auf jeden Fall machen sollte. © Stedtler/Welthungerhilfe
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Verteilung von Nahrungsmittel an Tagelöhner in Indien. © Welthungerhilfe
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Frauen bei der Verteilung von Lebensmitteln in Indien. © Florian Lang/Welthungerhilfe
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Frauen waschen sich ihre Hände am Tipi-Tap, einer behelfsmäßigen Handwaschanlage in Sierra Leone. Die Welthungerhilfe hilft, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, zum Beispiel durch Hygieneschulungen. © Kai Loeffelbein/ Welthungerhilfe
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Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 9.300 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,71 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

Letzte Aktualisierung 18.06.2020

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