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23.11.2020 | Pressemitteilung

Welthungerhilfe stellt 250.000 Euro für die Versorgung von Flüchtlingen bereit

Krieg in Äthiopien führt zu Flüchtlingskrise im Sudan

Männer und Frauen mit Nothilfe-Paketen
Verteilung von Nothilfepaketen im Flüchtlingscamp an der äthiopisch-sudanesischen Grenze. © Bothina Haj Ahmed/Welthungerhilfe

Bonn/Berlin, 23.11.2020. Die militärische Auseinandersetzung in der äthiopischen Provinz Tigray führt dazu, dass Tausende Familien ihre Dörfer und ihr Land verlassen müssen, um im benachbarten Sudan Schutz zu suchen. Seit mehr als zwei Wochen gibt es erbitterte Kämpfe zwischen der Zentralregierung in Addis Abeba und der Befreiungsfront Tigray People Liberation Front (TPLF).

Nach Angaben der Vereinten Nationen überqueren derzeit täglich rund 2.500 Menschen die Grenze in den Sudan. Nach tagelangen Fußmärschen landen die Flüchtlinge am Ende ihrer Kräfte in den Dörfern der Provinzen Kassala und Gedaref. Etwa 40.000 Flüchtlinge brauchen jetzt dringend humanitäre Hilfe, denn sie kommen hungrig, durstig und verängstigt im Sudan an. Sie mussten in ihrer Heimat alles zurücklassen. Die UN erwarten einen weiteren Anstieg auf bis zu 400.000 Menschen in den kommenden Monaten.  

„Die Menschen sind verzweifelt, denn ihre Lage ist dramatisch und unwürdig. Die bisherige Hilfe reicht nicht aus: kein Wasser, kein Essen, kaum Toiletten und kein Dach über dem Kopf. Es mangelt einfach an allem und täglich kommen mehr. Wir können diese Menschen doch nicht im Stich lassen,“ so Shadrack Mutiso, Welthungerhilfe-Koordinator, über die Situation im Aufnahmezentrum für Geflüchtete in Hamdayet.

Männer und Frauen mit Nothilfe-Paketen Wut, Verzweiflung und Angst

In der äthiopischen Provinz Tigray eskalieren die Kämpfe. Die Lage ist äußerst kritisch.

Die Welthungerhilfe wird in einem ersten Schritt ca. 8.000 Menschen im Sudan mit sauberem Trinkwasser sowie Kochgeschirr, Seife, Decken und Kleidung versorgen. Gleichzeitig werden Sanitäranlagen errichtet, um die katastrophalen hygienischen Verhältnisse zu verbessern. Die Menschen haben Zuflucht in ehemaligen Flüchtlingslagern gesucht, in denen bei früheren Konflikten in der Region sudanesische Vertriebene gelebt haben. Gleichzeitig entstehen neue Camps, weil die Zahl der Flüchtlinge täglich steigt. Außerdem plant die Welthungerhilfe Schutzräume für Kinder und Frauen einzurichten.

Die Welthungerhilfe bittet um Spenden für die von den militärischen Auseinandersetzungen betroffenen Menschen.

Shadrack Mutiso, Mitarbeiter der Welthungerhilfe in Kassala an der äthiopisch-sudanesischen Grenze steht für Interviews zur Verfügung.

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 9.830 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,95 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen. 

Letzte Aktualisierung 27.01.2021

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