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30.04.2021 | Pressemitteilung

Corona-Krise in Indien spitzt sich zu

Welthungerhilfe stellt 100.000 Euro Soforthilfe bereit.

Ein Mann, eine Frau und zwei Jungen mit Masken stehe in einer Schlange.
Bewohner*innen eines Slums in Uttar Pradesh in Indien warten auf die Essensausgabe. Die Welthungerhilfe beklagt, dass die Ärmsten in den Städten und auf dem Land erneut am stärksten betroffen sind. © Florian Lang/Welthungerhilfe

Bonn/Berlin, 30.4.2021. Die Lage der Menschen in Indien wird täglich verzweifelter. Die Zahl der Infizierten und Toten insbesondere in den Städten steigt dramatisch und das medizinische System ist komplett zusammengebrochen. Auch in den ländlichen Regionen verschlechtert sich die Situation massiv. Die Welthungerhilfe beklagt, dass die Ärmsten in den Städten und auf dem Land erneut am stärksten betroffen sind.

„Gerade die Ärmsten können sich am wenigsten schützen und zu Hause bleiben. Sie müssen täglich auf Arbeitssuche gehen oder auf den Feldern arbeiten, denn sonst haben sie kein Einkommen und keine Nahrung zum Überleben. Gleichzeitig ist auf dem Land die Unwissenheit über das Virus hoch und Schutzregeln werden auch aus der Not heraus nicht befolgt. Aus Angst vor Ansteckung verlieren kranke Familien die Unterstützung und Solidarität der Nachbarn“, beschreibt Nivedita Varshneya, Landesdirektorin der Welthungerhilfe in Delhi die Lage.

Die Welthungerhilfe geht davon aus, dass sich die Krise auf die Nachbarländer ausweitet: In Pakistan, Nepal, und Afghanistan schnellen die Infektions- und Todeszahlen ebenfalls hoch und die Gesundheitssysteme sind überlastet. „Das Virus samt seiner Mutationen macht vor Grenzen nicht halt. Deshalb benötigen wir dringend mehr Impfstoffe in Indien wie auch in allen Ländern des globalen Südens. Ich appelliere auch an die deutsche Regierung, endlich die Patentrechte für die Herstellung der Impfstoffe zeitweise aufzuheben“, fordert Varshneya.

Die Welthungerhilfe bereitet mit ihren Partnern die Versorgung notleidender Familien durch Nahrungsmittel oder Bargeld vor. Außerdem unterstützt sie in verschiedenen Distrikten die lokalen Stellen bei der Einrichtung von Quarantänestellen sowie bei Aufklärungskampagnen. Gleichzeitig werden Hotlines und Anlaufstellen auf dem Land aufgebaut, um nötige Informationen zum Impfen und anderen Schutzmaßnahmen bereitzustellen.

Unsere Landesdirektorin sowie weitere deutschsprachige Mitarbeiter stehen für Interviews zur Verfügung.

Pressebilder zum Download

In einem Slum an der Grenze zwischen Delhi und dem Nachbarstaat Uttar Pradesh wartet eine Frau mit ihren Kindern auf die Essensausgabe. Viele Familien hungern, da die Eltern durch die Corona-Pandemie ihre Arbeit verlieren. © Florian Lang/Welthungerhilfe
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Bewohner*innen eines Slums in Uttar Pradesh in Indien warten auf die Essensausgabe. Die Welthungerhilfe beklagt, dass die Ärmsten in den Städten und auf dem Land erneut am stärksten betroffen sind. © Florian Lang/Welthungerhilfe
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Kallu (32) stammt aus der Nähe von Patna im indischen Bundesstaat Bihar. Er lebt seit etwa 15 Jahren in einem Slum am Rande von Delhi und verdient seinen Lebensunterhalt mit dem Sammeln, Sortieren und Verkauf von Müll. Wegen der Corona Pandemie kann er seiner Arbeit momentan nicht nachgehen. Wie auch alle anderen Bewohner des Slums ist er auf Nahrungsmittel-Spenden angewiesen. © Florian Lang/Welthungerhilfe
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Am Rande einer Hauptstraße in Delhi stehen Menschen für Lebensmittel Schlange. Um genügend Abstand zu halten wurden Kreise auf den Boden gemalt, in denen sich die Menschen warten sollen. © Florian Lang/Welthungerhilfe
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Ein Rikscha Fahrer fährt auf einer nahezu leeren Straße. Der Fahrer trägt eine Atem-Schutzmaske. Aufgrund der Corona Pandemie herrscht in Teilen Indiens eine Ausgangssperre. © Florian Lang/Welthungerhilfe
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April 2020 in Delhi, Indien: Eine ältere Frau verkauft Maiskörner als Taubenfutter. Allerdings hat sie nicht viele Abnehmer*innen, denn aufgrund der Ausgangssperre sind nur wenige Menschen auf dieser Hauptstrasse unterwegs. © Florian Lang/Welthungerhilfe
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Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 9.830 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,95 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen. 

Letzte Aktualisierung 30.04.2021

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