13.12.2015 | Pressemitteilung

Klimaabkommen von Paris ist historischer Schritt

Die vom Klimawandel betroffenen Länder brauchen Hilfe

Die Welthungerhilfe begrüßt ausdrücklich die gestern in Paris erreichten Ergebnisse zum internationalen Klimaschutz.

Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, bezeichnet die Einigung auf das Klimaabkommen als "historischen Schritt". Sie fordert die Staatengemeinschaft auf, die Hilfe für diejenigen ins Zentrum zu rücken, die von den unabwendbaren Folgen der Erderwärmung betroffen sind. „Der Klimawandel hat bereits unabwendbare Schäden verursacht“, sagt Bärbel Dieckmann. „Die Weltgemeinschaft steht nun in der Pflicht, den betroffenen Menschen in den ärmeren Ländern zu helfen, mit den Folgen zu leben. Paris ist nur der Anfang einer langen Reise.“

Die Welthungerhilfe ist auch zufrieden, dass die Staaten 100 Milliarden Dollar pro Jahr für weitere Hilfe bereitstellen

„Das ist ein guter Anfang. Wir werden allerdings darauf achten, dass diese Zusagen jetzt auch eingehalten und umgesetzt werden”, sagt Michael Kühn, Klimaexperte bei der Welthungerhilfe. Er verweist darauf, dass sich die Staaten verpflichteten, die Hilfszusagen im Jahr 2025 aufzustocken.

Die Welthungerhilfe engagiert sich seit Jahrzehnten für die Ernährungssicherung der Bevölkerung in armen Ländern. Gerade Menschen in den ärmeren Ländern sind massiv vom Klimawandel betroffen.

Die Erderwärmung hat zahlreiche direkte und indirekte Einflüsse auf die Ernährungssicherheit, insbesondere in den südlich gelegenen Ländern. In ärmeren Ländern produzieren Kleinbauern einen Großteil der landwirtschaftlichen Erträge.

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 8.500 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,27 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

Letzte Aktualisierung 06.02.2018

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