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04.04.2025 | Pressemitteilung

Myanmar: Eine Woche nach dem Beben

Trotz katastrophaler Bedingungen weitet Welthungerhilfe Unterstützung für Überlebende aus

Zwei Menschen auf einem Mofaroller fahren an einem zerstörten Bankgebäude an einer Kreuzung vorbei
Nach dem Erdbeben vom 28. März 2025 in Myanmar machen sich unsere Mitarbeiter*innen ein Bild vom Ausmaß der Zerstörungen. Hier zu sehen ist eine zerstörte Bank in der Großstadt Mandalay. © Welthungerhilfe
Simone Pott Team Communications

Bonn, 04. April 2025. Auch eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar ist das tatsächliche Ausmaß der Katastrophe noch nicht absehbar. Die Zahl der Todesopfer steigt täglich, viele Gebiete sind aufgrund zerstörter Straßen und Brücken schwer erreichbar. Bereits vor dem Beben galt Myanmar als eines der ärmsten Länder der Welt mit 15,2 Millionen hungernden Menschen.

Die Welthungerhilfe hat erste Verteilungen mit lokalen Partnern gestartet und weitet die Unterstützung für Überlebende trotz katastrophaler Bedingungen aus. Angesichts des Ausmaßes der Not wird weiterhin dringend um Spenden gebeten.

Dramatische Lage – Erste Nothilfe gestartet

Henry Braun, Landesdirektor der Welthungerhilfe in Myanmar, beschreibt die Situation in Sagaing, nahe dem Epizentrum: „Unsere Teams sehen massive Zerstörung. Menschen graben mit bloßen Händen bei 40 Grad nach Verschütteten. Es fehlen Leichensäcke, die Chance, noch Lebende zu bergen, ist fast gleich null. Jetzt gilt es die Überlebenden so schnell wie möglich mit dem Nötigsten zu versorgen.“

Gemeinsam mit lokalen Partnern hat die Welthungerhilfe in Sagaing mit der Verteilung von Nahrungsmitteln an besonders betroffene Familien begonnen. In den kommenden Tagen folgen sauberes Trinkwasser, Bargeldhilfen und dringend benötigte Schutzunterkünfte. Viele Überlebende schlafen weiterhin unter freiem Himmel. In Mandalay haben Frauen und Kinder Zuflucht in einem Kloster gesucht. „Es gibt kaum Wasser und Essen. Hunderte Menschen teilen sich fünf Latrinen“, berichtet eine Helferin. Der Zusammenbruch der Wasserversorgung lässt die Zahl der Durchfallerkrankungen steigen, Seuchen wie etwa Cholera drohen.

Hoffnung durch Waffenruhe – Hilfe wird verstärkt

„Dies ist ein Jahrhundertbeben und eine Jahrhundertkatastrophe. Wir sind dringend auf Spenden angewiesen, um den betroffenen Menschen helfen zu können. Die Not ist riesig“, appelliert Henry Braun. Doch es gibt auch Hoffnung: Rebellengruppen und die Regierung haben eine Waffenruhe angekündigt. „Das könnte den Zugang zu Notleidenden erleichtern und Leben retten. Wir brauchen ein Mindestmaß an Sicherheit, um helfen zu können.“ Die Welthungerhilfe verdoppelt die Soforthilfe auf 200.000 Euro. Der Schwerpunkt liegt auf der Verteilung von Wasser, Nahrung und Hygieneartikeln, Bargeldhilfen und Schutzunterkünften. Zudem sollen lokale Restaurants unterstützt werden, um warme Mahlzeiten bereitzustellen.

Für Interviews steht Henry Braun, Landesdirektor der Welthungerhilfe (deutschsprachig), in Mandalay zur Verfügung.

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie setzt sich mutig und entschlossen für eine Welt ohne Hunger ein. Seit ihrer Gründung am 14.12.1962 wurden 12.128 Auslandsprojekte in rund 72 Ländern mit 5,07 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

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