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30.08.2022 | Pressemitteilung

Welthungerhilfe: Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan brauchen dringend Hilfe

Sorge vor Hunger und Krankheiten durch Überschwemmungen wächst.

Überschwemmungen in Pakistan. Eine neunköpfige Familie in bunter Kleidung trägt ihr weniges Hab und Gut auf den Köpfen. Sie sind barfuß.
Diese Familie aus der Siedlung Dilbar im Distrikt Rajanpur ist vor den Wassermassen geflüchtet. © Lodhran Pilot Project (LPP)

Bonn/Berlin, 30.08.2022. Die Folgen des Klimawandels sind in Pakistan spürbar wie nie zuvor. Nach einer massiven Hitzewelle im Frühjahr zerstören jetzt außergewöhnlich starker Monsunregen und Überschwemmungen die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen in Pakistan. Die bisherigen Regenfälle 2022 sind um 200% stärker als im Jahresdurchschnitt. Mehr als 33 Millionen Menschen, jede*r siebte Einwohner*in des Landes ist nach UN-Angaben betroffen, und ein Ende der Fluten ist nicht abzusehen:

„Schon jetzt ist das Ausmaß der Katastrophe um ein Vielfaches größer als bei der Jahrhundertflut 2010 und es regnet noch weiter“, sagt Isabel Bogorinsky, Programmleiterin der Welthungerhilfe in Pakistan. „Die Wassermassen reißen Häuser, Felder und die Lebensgrundlagen von Millionen Familien mit sich, vor allem in den Provinzen Sindh und Belutschistan, die vor wenigen Monaten noch unter einer Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 50 Grad litten. Auch in der Grenzregion zu Afghanistan in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa stehen weite Teile unter Wasser. Unter den Wetterextremen leiden wieder einmal diejenigen am meisten, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben.“ Pakistan ist besonders von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen und belegt im jüngsten Klima-Risiko-Index 2021 den achten Rang.

Die Fluthilfe der Welthungerhilfe ist bereits angelaufen: Erfahrene Partnerorganisationen vor Ort konnten schnell reagieren und haben u.a. damit begonnen, Wasser abzupumpen, um der Ausbreitung von Krankheiten vorzubeugen, Nahrungsmittelpakete und Trinkwasser zu verteilen und Notunterkünfte zu errichten. Darüber hinaus werden Saatgut und landwirtschaftliche Geräte verteilt, sobald die Wassermassen zurückgegangen sind: „Die Überschwemmungen haben bereits 1,6 Mio. Hektar Anbaufläche zerstört, auf denen vorher z.B. Weizen und Obstbäume wuchsen. Sobald das Wasser abgeflossen ist, muss die Nahrungsmittelproduktion wieder starten, sonst droht Hunger und damit eine Katastrophe nach der Katastrophe“, sagt Isabel Bogorinsky. Durch die hohe Inflationsrate hatten sich Grundnahrungsmittel in den letzten Monaten stark verteuert.

Die Welthungerhilfe bittet um Spenden für die betroffenen Menschen unter dem Stichwort: Flutkatastrophe in Pakistan

Isabel Bogorinsky, Programmleiterin der Welthungerhilfe in Pakistan, steht für deutschsprachige Interviews zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.welthungerhilfe.de/presse

Die Welthungerhilfe wird in diesem Jahr 60 Jahre. Sie ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie setzt sich mutig und entschlossen für eine Welt ohne Hunger ein. Seit ihrer Gründung am 14.12.1962 wurden 10.895 Auslandsprojekte in rund 70 Ländern mit 4,46 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

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