18.09.2014 | Pressemitteilung

Ebola-Gebieten droht Hungerkatastrophe

Welthungerhilfe: Neue Studie zeigt gravierende Folgen von Ebola

Dem von Ebola betroffenen Sierra Leone droht auch noch eine Hungersnot. Eine aktuelle Studie der Welthungerhilfe hat festgestellt, dass sich die Folgen der Ebola-Epidemie in Sierra Leone bis Anfang 2015 noch dramatischer auswirken könnten als bereits die Krankheit selbst. „Ab März rechnen wir hier mit gravierendem Hunger“, warnt Jochen Moninger, seit vier Jahren Landeskoordinator in Sierra Leone. 

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„Die Region zählt ohnehin zu einer der ärmsten der Welt. Wir müssen uns jetzt auf Nahrungsmittellieferungen in großem Umfang vorbereiten, das Gesundheitssystem verbessern, ein Frühwarnsystem einrichten“, betont Moninger. Die Lebensmittelpreise im ländlichen Raum steigen rasant, auch weil Transporte nur noch tagsüber zu bestimmten Zeiten erlaubt sind. Um die Epidemie einzudämmen, wurden ganze Dörfer isoliert, in einigen Epizentren gehen die Nahrungsmittelvorräte zur Neige. In diesem Jahr konnten nur noch rund 40 Prozent der Felder bewirtschaftet werden.

Sierra Leone verzeichnete vor dem Ausbruch der Epidemie positives Wirtschaftswachstum. Durch den externen Schock der Ebola- Epidemie, wird das Land nun erheblich in seiner Entwicklung zurückgeworfen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnte der Ebola-Ausbruch Auswirkungen erreichen wie der Tsunami in Südostasien 2004, bei dem mehr als 200.000 Menschen starben.

Für Interviewanfragen steht Jochen Moninger zur Verfügung.

Hilfe für die von Ebola betroffenen Gebiete

Wir unterstützen lokale Behörden in Sierra Leone und Liberia daher dabei, die Menschen über Radio aufzuklären und überall Handwaschstationen mit Chlor und Seife aufzustellen. Außerdem verteilen wir Nahrungsmittel an Familie in Quarantäne; sie können weder ihre Felder bestellen noch Einkaufen gehen. So helfen wir, die Epidemie einzugrenzen.

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 8.500 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,27 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

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Letzte Aktualisierung 06.02.2018

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