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04.03.2026 | Pressemitteilung

Eskalation in Nahost: Zivilbevölkerung muss an erste Stelle gesetzt werden

Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe äußert sich zur militärischen Eskalation im Nahen Osten

Simone Pott Team Communications

Bonn/Berlin, 04.03.2026.

Mathias Mogge: „Die Eskalation im Nahen Osten erfüllt mich mit tiefer Sorge. Die Lage ist äußerst komplex und betrifft eine Region, die ohnehin schon sehr instabil ist. In Gebieten wie Gaza oder Syrien leiden Millionen Menschen Hunger.

Der Zugang zu Medikamenten und sauberem Wasser ist unzureichend. Viele Familien haben keine angemessene Unterkunft. Angst, Unsicherheit und Verlust gehören bereits zu ihrem Alltag, wie es auch im Libanon und dem Irak der Fall ist.

In der aktuellen Debatte über Recht und Unrecht müssen wir die Zivilbevölkerung an erste Stelle setzen. In militärischen Konflikten wie diesem zahlen sie den höchsten Preis.

Ich denke an mögliche Risikoszenarien, die mich zutiefst beunruhigen: eine weitere militärische Eskalation und die Zerstörung ziviler kritischer Infrastruktur, mehr Vertreibungen und steigende Lebensmittel- und Kraftstoffpreise, die die Versorgungs- und Ernährungssituation weiter verschlechtern könnten, Grenzübergänge, die immer wieder geschlossen werden, selbst für dringend benötigte humanitäre Hilfe oder medizinische Evakuierungen.

Wir können die langfristigen Folgen dieses militärischen Konflikts noch nicht absehen. Wir beobachten die Entwicklungen genau und bereiten Szenarien für humanitäre Maßnahmen vor. Unsere Nothilfeexperten in Deutschland und im Gazastreifen, im Westjordanland, in Syrien, im Irak, in Jordanien und im Libanon arbeiten in diesen Stunden und Tagen noch enger zusammen.

Mathias Mogge, Generalsekretär und Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe

In der aktuellen Debatte über Recht und Unrecht müssen wir die Zivilbevölkerung an erste Stelle setzen. In militärischen Konflikten wie diesem zahlen sie den höchsten Preis.

Mathias Mogge Generalsekretär der Welthungerhilfe

Wir werden alle Möglichkeiten unseres Mandats nutzen, um unsere Projekte und lebensrettende humanitäre Hilfe in der Region aufrechtzuerhalten. Aber seien wir ehrlich: Jede weitere Eskalation erschwert unsere Arbeit. Es gefährdet sowohl diejenigen, die humanitäre Hilfe leisten, als auch diejenigen, die sie benötigen.“

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie setzt sich mutig und entschlossen für eine Welt ohne Hunger ein. Seit ihrer Gründung am 14.12.1962 wurden 12.777 Auslandsprojekte in rund 72 Ländern und Gebieten mit 5,42 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

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