02.02.2016 | Pressemitteilung

FORDERUNGEN ZUR SYRIEN-GEBERKONFERENZ IN LONDON

Vor der internationalen Geberkonferenz am 4.2. in London fordert die Welthungerhilfe ein neues Konzept, um die syrischen Flüchtlinge in den Anrainerstaaten besser zu versorgen.

Till Wahnbaeck in Kilis
Till Wahnbaeck, Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe, besucht syrische Flüchtlinge in der Türkei. © Jens Grossmann Grossmann/welthungerhilfe

Vor der internationalen Geberkonferenz am Donnerstag in London fordert die Welthungerhilfe eine neue Strategie, um die syrischen Flüchtlinge in den Anrainerstaaten besser zu versorgen. Die wichtigsten Organisationen, die in Syrien sowie der Türkei, dem Libanon und Jordanien Hilfe leisten, treffen sich bereits heute in London, um ihren Forderungen an die Staatengemeinschaft noch einmal Nachdruck zu verleihen.  

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Dazu gehört auch, dass die Kriegsparteien aufgefordert werden müssen, die Belagerung von Städten zu beenden und den Beschuss von Krankenhäusern sowie Schulen einzustellen. 

„Nur ein Ende der Kämpfe und eine politische Lösung können langfristig das Leid der Syrer beenden. Deshalb müssen alle Länder konstruktiv die diplomatischen Bemühungen für einen Frieden unterstützen. Bis dahin muss es uns gelingen, die katastrophale humanitäre Lage der Menschen zu verbessern“, 

betont Dr. Till Wahnbaeck, Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe, am Rande des Treffens in London. 

Zentraler Bestandteil einer neuen Strategie muss auch die langfristige Finanzierung der Programme der Vereinten Nationen sein. Die UN braucht mehr als 7 Milliarden Dollar, um die Kriegsflüchtlinge versorgen zu können. Bisher sind die von den Vereinten Nationen für 2015 benötigten Hilfsgelder nur zu knapp 60 Prozent überwiesen worden. 

Verteilung von Hilfsgütern an Flüchtlinge in Manbij, Provinz Aleppo. Hintergrund

Nothilfe der Welthungerhilfe im Syrienkonflikt

Seit Ausbruch des Krieges vor 5 Jahren werden stündlich 50 syrische Familien aus ihren Häusern vertrieben. Die Lebenserwartung ist im Land um 13 Jahre gesunken und jeder zweite Syrer ist auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. 

Dr. Till Wahnbaeck steht für Interviewanfragen in London zur Verfügung.

Die Welthungerhilfe leistet seit November 2012 humanitäre Hilfe für syrische Bürgerkriegsopfer. Nachdem dies zunächst innerhalb Syriens erfolgte, wurde die Welthungerhilfe angesichts der zunehmenden Flüchtlingsströme in die Türkei und in den Nordirak auch in diesen Ländern aktiv. Koordiniert von dem Länderbüro in Gaziantep/Türkei werden seit Sommer 2014 Bürgerkriegsopfer und Vertriebene in der Region unterstützt. Weitere Informationen gibt es hier.

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 8.500 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,27 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

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Till Wahnbaeck, Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe, besucht syrische Flüchtlinge in der Türkei. © Jens Grossmann Grossmann/welthungerhilfe
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Alltag im Flüchtlingscamp. © Ralph Dickerhof
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