Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Seiteninhalt springen Zum Footer springen

04.12.2025 | Pressemitteilung

Vor Israelreise: Humanitäre Organisationen appellieren an Merz, sich für palästinensische Zivilbevölkerung einzusetzen

Welthungerhilfe unter den unterzeichnenden Organisationen

Simone Pott Team Communications

Berlin, 04. Dezember 2025 – Vor dem Antrittsbesuch von Friedrich Merz in Israel appellieren neun humanitäre Organisationen an den Bundeskanzler, sich dort mit Nachdruck für die palästinensische Zivilbevölkerung im Gazastreifen, in Ostjerusalem sowie im Westjordanland einzusetzen.

In einem heute übermittelten Brief betonen die Organisationen, dass die humanitäre Lage im Gazastreifen auch knapp zwei Monate nach der Waffenstillstandsvereinbarung katastrophal bleibt: „Weiterhin sterben Frauen, Männer und Kinder, weil es ihnen an Essen, sauberem Wasser und medizinischer Versorgung fehlt. Trotz der vereinbarten Waffenruhe kommt es weiterhin zu Angriffen auf die Zivilbevölkerung. Zwischen dem 11. Oktober und dem 24. November wurden mehr als 339 Menschen, darunter 70 Kinder, durch Angriffe des israelischen Militärs getötet.“

Die unterzeichnenden Organisationen kritisieren ferner, dass der Zugang für humanitäre Hilfe weiter stark beschränkt bleibt: Obwohl die Vereinbarung über die Waffenruhe ausdrücklich bekräftigt, dass nach dem humanitären Völkerrecht Hilfe umfänglich, unverzüglich und uneingeschränkt in den Gazastreifen gelangen muss, beschränken israelische Behörden weiter die Einfuhr lebenswichtiger Hilfsgüter, darunter Nahrungsmittel.

Die Verfasser*innen des Briefes prangern auch die eskalierende Gewalt im Westjordanland und Ostjerusalem durch israelische Militäreinsätze und militante Siedler*innen an. Zivilist*innen – darunter Kinder – werden verletzt und getötet. Durch die Militäroperationen bleibt außerdem zahlreichen Kindern der Zugang zu grundlegender Versorgung sowie zu Bildungs- und Gesundheitsdiensten verwehrt.

Die Unterzeichnenden appellieren an Friedrich Merz, von der israelischen Regierung mit Nachdruck unter anderem Folgendes einzufordern:

An die Bundesregierung gerichtet, fordern sie:

Die unterzeichnenden Organisationen sind:

Die jeweiligen Ansprechpartner*innen finden Sie in der Download-Version der Pressemitteilung.

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie setzt sich mutig und entschlossen für eine Welt ohne Hunger ein. Seit ihrer Gründung am 14.12.1962 wurden 12.777 Auslandsprojekte in rund 72 Ländern und Gebieten mit 5,42 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

  • Die URL wurde in die Zwischenablage kopiert

Das könnte Sie auch interessieren

pageLoader