Als Lahai Julius in sein Dorf zurückkam, stand kaum mehr ein Haus. Von den einst fruchtbaren Feldern war keines mehr brauchbar. Die guten Kakaoernten schienen für immer der Vergangenheit anzugehören. Das war 2002, als der brutale Bürgerkrieg in Sierra Leone endete.

Wie viele andere junge Männer, suchte auch der 15-jährige Julius in den Diamantenminen des westafrikanischen Lands ein Auskommen. Die Arbeit war schwer, gefährlich und brachte kaum etwas ein. An vielen Tagen musste Julius hungern. An anderen lieh er sich Geld, um sich über Wasser zu halten.

„Ich wollte eine Familie gründen. Doch wie sollte ich Kinder ernähren, wenn ich selbst kaum überleben kann?“, erinnert sich Lahai Julius. Er wollte den Diamantenminen den Rücken kehren und als Kakaobauer arbeiten.

Neue Hoffnung auf alten Feldern

Konventioneller Kakao erreicht auf dem Weltmarkt keine hohen Preise mehr, biozertifizierter Kakao hingegen boomt. Eine echte Chance für das krisengebeutelte Land, dessen Wirtschaft sich bis heute noch nicht vom Bürgerkrieg und der Ebola-Epidemie 2014 erholt hat. Eine Zertifizierung zu erhalten, ist jedoch nicht leicht und benötigt viel Knowhow.

Jetzt helfen und aktiv werden

2016 nahm Lahai Julius die Herausforderung an und machte sich gemeinsam mit der Welthungerhilfe auf den Weg, sein Leben zu verändern. Er nahm an Schulungen zu ökologischer Landwirtschaft teil, lernte und arbeitete hart, um seine Felder aufzubereiten. Gemeinsam mit anderen Kleinbauernfamilien gründete er eine Kooperative, um die Bohnen nach der Ernte weiterzuverarbeiten. Damit erzielen sie  bessere Preise und geraten in die Abhängigkeit von Zwischenhändlern.

Bescheidener Wohlstand als Bio-Kakaobauer

Heute lebt Lahai Julius mit seiner Frau Wuyata und vier Kindern in seinem eigenen Haus. Seine Parzellen und der solarbetriebene Trockner der Kooperative ermöglichen ihm, qualitativ hochwertige Bio-Kakaobohnen zu produzieren. Nach allem, was er erleben musste, ist er stolz auf das, was er erreicht hat:

„Das Kakao-Projekt der Welthungerhilfe hat mein Leben verändert. Ich habe nun ein sicheres Einkommen und kann meine Familie ernähren. Aber das Wichtigste ist: Ich kann meine Kinder zur Schule schicken. Sie werden es einmal besser haben als ich.“

35€

... ermöglichen die Anschaffung landwirtschaftlicher Werkzeuge wie Hacke und Axt.

Kakao-Setzlinge im Dorf Tibor, Sierra Leone, warten darauf, eingepflanzt zu werden.75€

... helfen, eine Bio-Baumschule mit Kakaosamen und Werkzeugen auszustatten.

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