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Unsere Hilfsprojekte und Unterstützung vor Ort

Die Welthungerhilfe ist seit über 50 Jahren in Indien aktiv | Aktuell arbeiten wir in Indien in 32 Projekten, die mit einem Gesamtbudget von 3,64 Millionen Euro im Jahr 2019 775.000 Menschen erreicht haben | Das Landesbüro befindet sich in der Hauptstadt New Delhi

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Heuschreckenplage in Indien
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Indien – ein Land zwischen Aufschwung und Ungleichheit

8 Fakten zu Indien

Die demokratische indische Republik ist der drittgrößte Staat in Asien. Indien ist das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde und nicht mehr weit davon entfernt, die Einwohnerzahl Chinas zu übertreffen. Die Gesellschaft sieht sich mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert. Trotz eines enormen Wirtschaftswachstums von bisher knapp 7,4 % im Jahr 2018 gilt über die Hälfte der Bevölkerung als arm. Viele Menschen haben keinen gesicherten Zugang zu Nahrung und Gesundheitsversorgung. Die Situation wird zudem durch den Klimawandel verschärft, der im Land immer wieder für Dürren und Missernten sorgt. Auch Überschwemmungen, die durch den jährlichen Monsun auftreten, zerstören immer wieder Agrarflächen und Lebensräume.

Für tiefgreifende soziale Ungleichheit sorgt dazu das Kastensystem. Obwohl gesetzlich vorgeschrieben ist, dass niemand wegen seiner Kaste diskriminiert werden darf, bestimmt das Kastensystem noch immer größtenteils die gesellschaftliche Rangordnung. Menschen werden aufgrund ihrer Kaste bevorzugt oder benachteiligt behandelt. Besonders Frauen leiden unter Diskriminierung und Übergriffen.

Seit über 50 Jahren leistet die Welthungerhilfe humanitäre Hilfe im Land und unterstützt die Menschen mit einer Reihe von Projekten. Wir helfen eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern, Demokratie und Frieden zu stärken, die Hygiene zu verbessern und die Bevölkerung auszubilden. Mit Ihrer Spende helfen Sie mit, die Menschen in Indien weiter zu unterstützen, um der Ungleichheit entgegenzuwirken.

Direkte Hilfe durch Ihre Spende für Indien

Ihre Spende unterstützt unsere Ziele und Hilfsprojekte vor Ort

Bildung: In 13 sogenannten Green Colleges lernt die junge Landbevölkerung, ihre Ressourcen nachhaltig, aber profitabel zu nutzen. 75 % der Absolventen arbeiten nach ihrem Abschluss in der Landwirtschaft.

Gesellschaft: Im Zuge der Fight Hunger First Initiative helfen wir benachteiligten Gruppen eine gesellschaftliche Beteiligung zu verschaffen. Besonders Frauen werden gefördert und übernehmen wichtige Funktionen.

Hygiene und Wasserversorgung: Mit der WASH Initiative bauen wir nachhaltige Wassersysteme auf und sorgen für hygienische Quellen.

Transparenz und Qualität

Geprüft und ausgezeichnet

Die Welthungerhilfe steht für Transparenz und Qualität, für sparsamen und zielgerichteten Einsatz der Spenden und verifizierte Informationen. Aus diesem Grund hat uns das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) mit dem Spendensiegel ausgezeichnet. 

Auch darüber hinaus legen wir größten Wert auf Wirtschaftlichkeit und Transparenz. So zeigt unser Jahresbericht detailliert, wofür sämtliche Spendengelder eingesetzt werden und vermittelt einen direkten Einblick in unsere Arbeit.  Im Rahmen der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ legen wir weitere Informationen offen, wie unsere vollständige Satzung, die Namen und Funktionen wesentlicher Entscheidungsträger, unsere Personalstruktur und vieles mehr.

Die Aufwendungen der Welthungerhilfe im Jahr 2019. © Welthungerhilfe

Deutsche Welthungerhilfe e.V., Sparkasse KölnBonn
IBAN: DE15 3705 0198 0000 0011 15, BIC: COLSDE33

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Fight Hunger First

Das Ziel der Fight Hunger First Initiative ist es, Menschen dabei zu helfen, ihre Entwicklung selbst zu bestimmen. Der Ansatz basiert auf der Annahme, dass Menschen den Zyklus von Armut und Hunger langfristig durchbrechen können, wenn Sozialsysteme implementiert und Grundrechte durchgesetzt werden. Dazu gehören Bildung, der Zugang zu Nahrung und Arbeit, ein funktionierendes Gesundheitssystem und Sozialwirtschaft.

Ältere Frauen sitzen auf dem Boden und reden
Erfahrene Frauen geben ihr Wissen weiter. © Christina Felschen

Die Welthungerhilfe hat die Initiative im Jahr 2011 ins Leben gerufen und sie inzwischen in fünf indischen Bundesstaaten umgesetzt. Lokale Organisationen wurden gegründet und führen seither wichtige Maßnahmen für die Dorfgemeinschaften durch. Die Community Based Organisations klären die Menschen über ihre Rechte auf und schulen sie in den Themen gesunde Ernährung und Landwirtschaft. Darüber hinaus bauen sie Bildungseinrichtungen und medizinische Einrichtungen. Und das mit Erfolg— bisher wurde 181.000 Menschen in 303 Dörfern geholfen.

Die Initiative konnte dazu beitragen…

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Tabus brechen, Ernährung verbessern

In Indien sorgt ein ganzheitlicher Ansatz dafür, dass die Ernährungs- und Gesundheitssituation von indigenen Familien verbessert wird.

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Das Kasten-Problem in der indischen Gesellschaft

Die indische Verfassung legte im Jahre 1950 fest, dass niemand mehr wegen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kaste diskriminiert werden darf. Dieser vernünftige und wichtige Ansatz wird jedoch über 6 Jahrzehnte später noch immer nicht richtig umgesetzt. Während das Kastensystem für Menschen der Großstädte an Bedeutung verliert, bleibt die mit dem System zusammenhängende Diskriminierung, vor allem in den ländlichen Gebieten, bestehen.

Die Menschen werden in eine Kaste hineingeboren und bleiben ihr ein Leben lang zugeordnet. Das System unterscheidet zwischen 4 Hauptkasten, den sogenannten Varnas. Jede dieser Kasten hat ihre eigene Farbe und typische Berufe, die der Kaste zugehörige Menschen ausüben. Abseits der vier Hauptkasten und am unteren Ende befindet sich die Kaste der Dalits – die Unberührbaren. Sie machen etwa 17 % der Gesamtbevölkerung aus und werden aufgrund der Zugehörigkeit zu ihrer Kaste schikaniert und in Grundrechten beschnitten. Ihnen wird beispielsweise verweigert, Tempel zu betreten oder zur Schule zu gehen. Gemeinhin gelten sie als unrein und müssen in von Dörfern getrennten Siedlungen leben.

Die vielen sozialen und ökonomischen Einschränkungen sind ein Grund dafür, dass gerade dieser Teil Indiens Bevölkerung besonders von Armut und Hunger betroffen ist. Es mangelt an Nahrung, Bildung und medizinischer Versorgung. Die Welthungerhilfe setzt sich dafür ein, dass benachteiligte Bevölkerungsgruppen gestärkt werden um den Kreislauf der Armut zu beenden. Jeder Mensch muss Zugang zu notwendigen Ressourcen haben. Ihre Spende hilft den Menschen vor Ort sich sozial zu emanzipieren.

Publikationen und Material zu Indien

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Welternährung 1/2015

Spenden müssen gut investiert werden! Wie gut dies im Einzelfall gelingt, hinterfragen unabhängige Gutachter. Außerdem: Wasser in Kenia, Freiwillige...

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Spenden für Indien helfen die Rolle der Frau zu stärken

Laut einer Reuters Studie ist es für Frauen in keinem Land gefährlicher als in Indien. Vergewaltigungen, Misshandlungen oder Tötung von Mädchen sind an der Tagesordnung. Täglich werden mehr als 100 Vergewaltigungen bei der Polizei angezeigt. Zwischen den Jahren 2007 und 2017 stieg die Zahl um ganze 83 %. Geschlechterrollen in der indischen Gesellschaft sind noch sehr eingefahren: Der Mann gilt als Stammeshalter, Erbe und Ernährer; die Frauen als minderwertig und drohender Kostenfaktor. Denn: Über 90 % der indischen Ehen sind arrangiert und traditionell zahlen die Brauteltern für die teure Hochzeit. Für ärmere Familien kann das den Ruin bedeuten.

Frauengruppe der Women's Federation in Jharkand, Indien
Die 32 Frauen der Women's Federation in Jharkand, Indien, hier beim Monitoring, setzen sich dafür ein, dass arme Dorfbewohner ihre gesetzlich festgeschriebenen Rechte (auf subventionierten Reis etc.) erhalten. © Christina Felschen

Weil eine Frau in der Familie ein finanzielles Risiko bedeutet, werden weibliche Föten von ihren Müttern immer wieder gezielt abgetrieben. Diese Flut an selektiven Abtreibungen wird gemeinhin als Fetozid bezeichnet. Millionen von Mädchen sterben durch Vernachlässigung, Gewalt und Mord oder werden schon vor der Geburt abgetrieben. Die Kindersterblichkeit bei Mädchen unter 5 Jahren ist 75 % höher als bei Jungen im gleichen Alter. Die Welthungerhilfe setzt sich dafür ein, die Rechte der Frauen zu stärken und hilft mit, sie an gesellschaftlichen Prozessen mitwirken zu lassen. Geschulte Regierungsvertreter klären Frauen über ihre Rechte auf und wichtige Funktionen innerhalb verschiedener Initiativen werden mit Frauen besetzt. Schritt für Schritt verankern diese Vorgehen die aktive und emanzipierte gesellschaftliche Beteiligung der indischen Frauen. Helfen Sie mit Ihrer Spende, das Recht der Frauen auf Gleichberechtigung zu stärken.

Green Colleges und Skill Up

In Indien leben rund 430 Millionen Jugendliche. 86 % von ihnen brechen die Schule nach dem 15. Lebensjahr ab. Nur 2 % ist es möglich eine Ausbildung zu beginnen. Das Land steht vor dem Problem, genügend Arbeitsplätze für die rund 10 Millionen Jugendlichen zu schaffen, die jedes Jahr in den Arbeitsmarkt eintreten. Vor allem in den ländlichen Gebieten Indiens, die rund 70 % der Bevölkerung beheimaten, ist die Herausforderung besonders groß. Diese Gebiete sind in erster Linie von der Landwirtschaft abhängig. Bei schlechter Ernte, Überschwemmungen oder Dürren sind Bäuerinnen und Bauern mit kleinen Betrieben gezwungen, ausbeuterische Arbeitsverhältnisse einzugehen, um ihr Einkommen zu sichern.

Im Rahmen von Skill up!, einem Ausbildungsprogramm für junge Menschen, hat die Welthungerhilfe Schulen gegründet, um Jugendliche in landwirtschaftlichen Berufen auszubilden. Die Green Colleges vermitteln traditionelles Wissen in Kombination mit wissenschaftlichen Techniken. Das Ziel ist, den Jugendlichen einen besseren Zugang zu Technologie, Finanzen und Märkten zu ermöglichen.

Im Training haben die drei jungen Bauern gelernt, mit den richtigen Pflanzen und Methoden selbst steiniges Brachland zu bepflanzen. © Felschen/Welthungerhilfe

Der Unterricht umfasst Themen wie Nachhaltigkeit, Tierhaltung, Fischerei, Lebensmittelverarbeitung und vieles mehr. Neben grundlegendem und weiterführendem Wissen vermitteln Green Colleges den Schülern wichtige Softskills, die in einer normalen Ausbildung fehlen würden.

Alle Spenden sind steuerfrei

Fragen und Antworten rund um Ihre Spende für Indien

Wie kann ich am einfachsten für Indien spenden?

Nutzen Sie ganz einfach unser Formular für Online-Spenden. Oder rufen Sie unseren Spenderservice unter der Telefonnummer +49 228-2288-162 an und erteilen Sie der Welthungerhilfe telefonisch eine Einzugsermächtigung über die Abbuchung einer einmaligen oder dauerhaften Spende. Entdecken Sie auch unsere weiteren Spendenmöglichkeiten.

Bekomme ich eine Spendenbescheinigung?

Sie erhalten eine Spendenbescheinigung als Jahreszuwendungsbestätigung zu Beginn des Folgejahres. Auf Anfrage erhalten Sie die Spendenbescheinigung auch früher.

Welche Zahlungsmittel stehen zur Verfügung?

Nutzen Sie für Ihre Spende auf unser Spendenkonto ganz unkompliziert das SEPA-Lastschriftverfahren, Ihre Kreditkarte, Paypal, Sofortzahlung oder paydirekt.

Für welche Hilfsprojekte in Indien kann ich spenden?

Wir helfen mit Projekten für die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft, die Stärkung von Demokratie und Frieden, die Verbesserung der Hygiene und die Ausbildung der Bevölkerung. Sehen Sie sich unsere laufenden Projekte in Indien an

Kommt meine Spende auch wirklich in Indien an?

Ja, wenn Sie im Spendenformular den Zweck "Spenden für Indien" wählen, wird Ihre Spende für die Projektarbeit im Land eingesetzt. Unter anderem können Sie sich im Jahresbericht darüber informieren, was mit den Spenden passiert. Außerdem können Sie bei uns den Weg einer Spende nachvollziehen.

Vermittelt die Welthungerhilfe Kinderpatenschaften in Indien?

Nein, die Welthungerhilfe vermittelt keine Patenschaft für Kinder. Im Fokus stehen die Hilfe zur Selbsthilfe und die nachhaltige Verbesserung der Bildungs- und Entwicklungsstruktur. Die Projekte sollen Indern und Inderinnen, die auf Unterstützung angewiesen sind, ermöglichen langfristig ein selbstbestimmtes und gerechtes Leben zu führen.

Wie kann ich als Unternehmen helfen?

Auch als Unternehmen können Sie die Welthungerhilfe unterstützen und soziales Engagement zeigen. Spenden Sie beispielsweise, anstatt zu schenken - zu Weihnachten, zum Mitarbeiterfest oder -jubiläum: Sie überweisen die Spenden, die auf dem Spendenkonto eingehen, ganz einfach im Namen Ihrer Angestellten, Kollegen oder Kunden, die sich wiederum über eine Geschenkkarte freuen dürfen.

Ihre Ansprechpartner*innen
Bankverbindung

Deutsche Welthungerhilfe e. V.
Sparkasse KölnBonn
IBAN DE15 3705 0198 0000 0011 15
BIC COLSDE33

DZI Spendensiegel

Das DZI Spenden-Siegel bescheinigt der Welthungerhilfe seit 1992 den effizienten und verantwortungsvollen Umgang mit den ihr anvertrauten Mitteln.

Die Welthungerhilfe ist beim Finanzamt als gemeinnützige Organisation anerkannt und von der Körperschaftssteuer befreit. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE812801234.

Deutsche Welthungerhilfe e. V., Sparkasse KölnBonn IBAN DE15 3705 0198 0000 0011 15, BIC COLSDE33
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