+++ Ebola-Ausbruch in der DR Kongo: 100.000 Euro Soforthilfe bereitgestellt +++
Im Osten der Demokratischen Republik Kongo breitet sich erneut Ebola aus. Ausgelöst wird die hochansteckende Erkrankung durch das Bundibugyo-Virus, eine Form von Ebola, für die es derzeit keinen Impfstoff gibt und die häufig zum Tod führt. Bis zum 6. Juni 2026 wurden 488 Infektionen und 86 Todesfälle bestätigt. Dazu kommen Hunderte Verdachtsfälle und Todesfälle, bei denen Ebola als Ursache vermutet wird. Am schwersten betroffen ist die Region Ituri, die 94 Prozent aller bestätigten Fälle verzeichnet. Doch auch im Nachbarland Uganda haben sich bereits Menschen infiziert.
Die Welthungerhilfe arbeitet in den betroffenen Regionen Ituri und Nord-Kivu und hat sofort reagiert: In den Projekten wurden Schutzmaßnahmen ergriffen und Aufklärungsarbeit begonnen. Zusätzlich hat die Welthungerhilfe 100.000 Euro Soforthilfe für weitere Hygienemaßnahmen bereitgestellt. Der Schwerpunkt liegt darauf, Menschen zu informieren, Hygienemaßnahmen zu stärken und das Risiko weiterer Ansteckungen zu verringern.
Zu den laufenden und geplanten Maßnahmen gehören:
- Aufklärung über Radiosendungen und Informationsplakate, um Ansteckungen zu verhindern
- Verteilung von Seife und Desinfektionsmitteln sowie der Aufbau von Handwaschstationen an öffentlichen Orten
- Anpassung von Projektaktivitäten, um Ansteckungsgefahr zu reduzieren, z.B. werden die Gruppen bei landwirtschaftlichen Trainings verkleinert und Abstandsregeln und Temperaturkontrollen in Welthungerhilfe-Büros eingeführt.
- Weitere Unterstützung: Verteilung von Nahrungsmitteln für Menschen in Quarantäne oder Beschaffung von Schutzmaterialien für Gesundheitspersonal und öffentliche Einrichtungen werden z.B. geprüft.
Der erneute Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda verschärft sich dramatisch. Besonders besorgniserregend ist, dass die Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus derzeit ohne verfügbaren Impfstoff bekämpft werden muss und sich die Krankheit schnell ausbreitet. Die Weltgesundheitsorganisation stufte den Ausbruch als internationalen Gesundheitsnotstand ein.
Prävention gegen Ebola ergänzt langfristige Ernährungsprojekte
Die Welthungerhilfe arbeitet bereits seit vielen Jahren in der DR Kongo. Neben langfristigen Ernährungsprojekten stand dabei auch immer wieder die Ebola-Prävention im Fokus. Aus Erfahrungen in Sierra Leone und Liberia ist klar, dass Aufklärungsarbeit der beste Schutz gegen das tödliche Virus ist. In der Vergangenheit erhielten Jugendliche und örtliches Gesundheitspersonal beispielsweise Schulungen in der Ebola-Vorsorge, in denen sie lernten, wie man die Krankheit erkennt und Erkrankte schnellstmöglich isoliert.
Ebola verschärft die Not im Kongo
Die Menschen im Nordosten des Kongos durchleben eine Zeit multipler Krisen. Bewaffnete Konflikte, Flucht und eine ohnehin schwache Gesundheitsversorgung belasten die Bevölkerung seit Langem. Nun erschwert die Ausbreitung des Virus ihr Leben noch weiter.
Das Zentrum des Ebola-Ausbruchs liegt in einer abgelegenen Region der Provinz Ituri, die seit Jahren von Gewalt betroffen ist. Fehlende Infrastruktur und unsichere Zugänge machen medizinische Versorgung und Aufklärungsarbeit vielerorts extrem schwierig.
Vergangene Welthungerhilfe-Maßnahmen gegen Ebola
- Junge Menschen und lokales Gesundheitspersonal nahmen an Schulungen über die Gefahren der Seuche und Präventionsmaßnahmen teil. Sie informierten in den Dörfern über die Krankheit und Ansteckungsgefahren.
- In Zusammenarbeit mit den lokalen Gemeindevorstehern wurden die Menschen bei Hausbesuchen von Tür zu Tür aufgeklärt.
- An öffentlichen Orten wurden Handwasch-Stationen mit gechlortem Wasser aufgebaut.
- Journalist*innen erhielten Schulungen zum Thema Kommunikation über Ebola.
- Unsere lokale Partnerorganisation Bon Dieu Dans La Rue der Welthungerhilfe leistete in Risikogebieten Aufklärungsarbeit in Schulen.
- Alle Mitarbeiter*innen der Welthungerhilfe sind für die Seuche sensibilisiert. Bei Nahrungsverteilungen achten sie verstärkt darauf, dass alle Teilnehmenden ihre Hände desinfizieren und kein Körperkontakt stattfindet.








