Welthungerhilfe in Myanmar
Die Welthungerhilfe ist seit 2002 in Myanmar tätig. Im Jahr 2024 hat die Welthungerhilfe 16 Projekte mit einer Gesamtsumme von 2,4 Millionen Euro gefördert. So konnten 112.000 Menschen unterstützt werden. Das Länderbüro befindet sich in der ehemaligen Hauptstadt Myanmars Yangon.
Unsere Hilfsprojekte und Unterstützung vor Ort
- Wir versorgen vertriebene Menschen mit grundlegenden Dingen wie Nahrungsmittel, Unterkünften und Hygieneprodukte.
- Wir richten in Dörfern mit der lokalen Bevölkerung Entwicklungskomitees, Spar- und Ernährungsgruppen ein.
- Wir beraten Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, wie sie ihre landwirtschaftliche Produktion verbessern können. Frauen lernen in Schulungen, wie Ernteprodukte verarbeitet und haltbar gemacht werden.
- Wir fördern eine nachhaltigere Gummiproduktion ohne Abholzung und Landnahme (land grabbing) und unterstützen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, ihre Interessen und Rechte durchzusetzen.
Vielvölkerstaat Myanmar – jetzt spenden
- Im Welthunger-Index (WHI) 2025 liegt Myanmar auf Rang 75 von 127.
- Die Ernährungslage ist laut WHI mäßig.
- Die Kindersterblichkeit unter 5 Jahren liegt bei 4 Prozent.
Myanmar gilt als das ärmste Land Südostasiens. Die Republik Myanmar liegt in Südostasien und grenzt an Bangladesch, Indien, China, Laos und Thailand. Mit einer Fläche von 676.578 km² ist das Land fast doppelt so groß wie die Bundesrepublik Deutschland.
Myanmar ist ein Vielvölkerstaat: Die rund 57,5 Millionen hier lebenden Menschen unterteilen sich in 135 ethnische Gruppen und sprechen über 100 verschiedene Sprachen. Fast 90 Prozent der Einwohner*innen sind Buddhisten. Aktuell sind schätzungsweise 19,9 Million Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen – das sind mehr als ein Drittel der Bevölkerung.
Direkte Hilfe durch Ihre Spende für Myanmar
Ihre Spende unterstützt unsere Ziele und Hilfsprojekte vor Ort

Nothilfe: Flüchtlinge und Binnenvertriebene erhalten sichere Unterkünfte, Trinkwasser, Nahrungsmittel, Öfen, Brennstoffe und Hygieneprodukte, die den Geflüchteten ein würdevolleres Leben in einer prekären Situation ermöglichen. Ebenso leistet die Welthungerhilfe Wiederaufbauhilfe im Nordwesten Myanmars, wo viele Menschen durch Zyklon Komen immer noch auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Die Menschen erhalten z.B. Saatgut und landwirtschaftliche Produktionsmittel, die ihre Ernährungslage verbessert und ihnen Sicherheit gibt.

Wirtschaftliche Entwicklung: Der Reissektor wird unterstützt. Zum Beispiel professionalisieren sich Saatguterzeuger*innen, damit sie die gewünschte Qualität erreichen und ein Geschäft aus dem Verkauf des Reissaatguts machen können. Die Reisbauern und Reisbäuerinnen erhalten wiederum Zugang zu diesem hochwertigen Saatgut.

Landwirtschaft & Umwelt: Die Welthungerhilfe unterstützt die lokale Bevölkerung dabei, die Nutzung von natürlichen Ressourcen wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Dazu werden in den Dörfern Entwicklungskomitees, Spar- und Ernährungsgruppen eingerichtet. Gleichzeitig werden Kleinbäuerinnen und Kleinbauern beraten, wie sie ihre landwirtschaftliche Produktion verbessern können. Frauen lernen in Schulungen, wie Ernteprodukte verarbeitet und haltbar gemacht werden.

Stärkung der Zivilgesellschaft: Eine nachhaltigere Gummiproduktion ohne Abholzung und Landnahme (land grabbing) ist Ziel dieses Projekts. Denn noch wird 85% des Kautschuks - vor allem für die Autoindustrie - auf kleinen Farmen produziert. Kleinbäuerinnen und Kleinbauern werden geschützt, indem sie für den Markt der Zukunft fit gemacht werden. Damit verbunden sind die Durchsetzung ihrer Interessen und Rechte. Zusammen mit dem Privatsektor, Regierungsvertreter*innen und Umweltschutzorganisationen werden sie z.B. an einer Aktionsplattform beteiligt.
