Ein Leitfaden zur Stärkung der Umweltverträglichkeit unserer Projekte und Organisationstätigkeiten
Nachhaltigkeitsstrategie der Welthungerhilfe
Unsere Nachhaltigkeitsstrategie ist das Fundament unseres Weges zu Zero Hunger. Angesichts der globalen Klimakrise ist nachhaltiges Handeln nicht mehr nur eine Option – es ist unabdingbar.
Nachhaltigkeit bei der Welthungerhilfe
Die Klimakrise betrifft direkt unsere Arbeit – überall dort, wo wir tätig sind. Extreme Wetterereignisse, Umweltzerstörung und steigende Temperaturen gefährden Leben und Lebensgrundlagen, besonders in vulnerablen Regionen. Als Organisation für Humanitäre Hilfe und Entwicklunszusammenarbeit reagieren wir darauf konsequent: Wir hinterfragen unser Handeln, senken unseren ökologischen Fußabdruck und verankern Nachhaltigkeit in allen Bereichen – von der Verwaltung bis zur Projektarbeit. Unsere erste umfassende Strategie bildet dafür den Rahmen – für Veränderungen innerhalb der Organisation und gemeinsam mit den Gemeinschaften, mit denen wir arbeiten.
Inhaltsverzeichnis
- Nachhaltigkeit bei der Welthungerhilfe
- Unsere Verpflichtungen zum Klima
- Was macht die Welthungerhilfe für mehr Nachhaltigkeit? Drei Beispiele
- Nachhaltige Betriebsführung
- Nachhaltige Programmarbeit
- Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie
- Nachhaltigkeitskonzept für Umwelt, Soziales und Governance
- Die Zukunft unserer Nachhaltigkeitsstrategie
Unsere Verpflichtungen zum Klima
Nachhaltigkeit bedeutet, so zu handeln, dass heutige Bedürfnisse erfüllt werden, ohne die Chancen künftiger Generationen zu gefährden. Dieser Grundsatz der Brundtland-Kommission (1987) leitet unser Handeln. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie orientiert sich an internationalen Rahmenwerken und verfolgt das Ziel, langfristige Wirkung zu erzielen. Mit der Unterzeichnung der Klima- und Umweltcharta für humanitäre Organisationen im Jahr 2021 haben wir uns verpflichtet, Emissionen zu senken, klimafreundlich zu arbeiten, starke Partnerschaften zu pflegen – und unsere Fortschritte messbar zu machen.
Zentrale Handlungsfelder unserer Nachhaltigkeitsstrategie
Die Nachhaltigkeitsstrategie der Welthungerhilfe basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz und konzentriert sich auf zwei zentrale Bereiche: nachhaltige Betriebsführung und nachhaltige Programmarbeit.
1. Nachhaltige Betriebsführung
Wir richten unsere internen Prozesse systematisch auf Umwelt- und Sozialverträglichkeit aus – von Energieverbrauch bis Organisationskultur.
Emissionen senken
Wir setzen auf erneuerbare Energien, effizientere Fahrzeugnutzung, weniger Flugreisen, mehr Digitalisierung und Kreislaufprinzipien im Umgang mit Ressourcen.
Verantwortungsvolle Beschaffung
Unsere Beschaffungsprozesse sind dezentralisiert, um Transportemissionen zu verringern. Wir entwickeln gemeinsam mit Lieferanten umweltschonende Lösungen.
Nachhaltige Unternehmenskultur
Gleichstellung, Vielfalt und psychisches Wohlbefinden sind feste Bestandteile unseres Arbeitsalltags.
Nachhaltige Finanzanlagen
Unsere Anlagenstrategie berücksichtigt Umwelt- und Sozialstandards ebenso wie ethische Kriterien.
2. Nachhaltige Programmarbeit
Unsere Projekte sind so konzipiert, dass sie langfristig wirksam bleiben und die Resilienz der Menschen vor Ort stärken.
Umwelt- und Klimasensitivität
Wir prüfen vor jedem Projektstart die ökologischen und sozialen Risiken und berücksichtigen diese aktiv in der Planung und Umsetzung.
Klimaanpassung und -resilienz
Wir unterstützen Gemeinschaften dabei, sich an den Klimawandel anzupassen und eigene Strategien zur Risikominderung zu entwickeln.
Dialog und Kommunikation
Wir schaffen Raum für den Austausch zu Themen wie Klima, Umwelt und Ernährungssicherung – gemeinsam mit Partnern und den Menschen, mit denen wir arbeiten.
Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie
Unsere Nachhaltigkeitsstrategie wird durch einen klar strukturierten Umsetzungsplan konkretisiert, der Ziele, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten definiert.
Nachhaltigkeit ist Teamarbeit. Ob in Bonn oder in Burkina Faso – unser Netzwerk, Monitoring und eine starke Strategie machen uns wirksam und flexibel.
Nachhaltigkeitskonzept für Umwelt, Soziales und Governance
Unsere Nachhaltigkeitsstrategie umfasst Verpflichtungen hinsichtlich Umwelt, Soziales und Governance (ESG – Environmental, Social, Governance).
Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zur Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDG) – für eine gerechtere, ökologisch tragfähige und lebenswerte Zukunft für alle.
Umwelt
Wir reduzieren gezielt den ökologischen Fußabdruck unserer Arbeit – vom Büro bis ins Projekt. Unser Ziel ist ein klimafreundliches Handeln entlang aller Prozesse und die schrittweise Annäherung an Netto-Null-Emissionen.
Soziales
Wir fördern soziale Gerechtigkeit durch gezielte Unterstützung benachteiligter Gruppen, stärken Vielfalt und Inklusion in unseren Teams und Programmen und fördern Mitgestaltung auf Augenhöhe.
Governance
Wir handeln transparent, verantwortungsvoll und regelbasiert. Als Unterzeichnerin des UN Global Compact und Anwenderin des Core Humanitarian Standard (CHS) orientieren wir uns an internationalen Prinzipien für Integrität, Rechenschaft und Wirkung.
Die Zukunft unserer Nachhaltigkeitsstrategie
Wir entwickeln unser Nachhaltigkeitskonzept kontinuierlich weiter – gemeinsam mit Partnern und lokalen Akteuren. Ziel ist es, in allen Bereichen spürbare Fortschritte zu erzielen und Strukturen zu schaffen, die wirken und bestehen. Denn nur wenn wir konsequent handeln, können wir echte Veränderungen erreichen.
