Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Seiteninhalt springen Zum Footer springen

Als Abida Makko morgens aufwachte, stand ihr Haus schon unter Wasser. Schnell weckte sie ihre Tochter und ihre sechs Enkelkinder, die bei ihr lebten – gerade noch zur rechten Zeit. Denn Minuten später rissen die starken Überschwemmungen in Afrika ihr kleines Haus einfach davon. Abida und ihre Tochter konnten sich und die Kinder gerade noch in Sicherheit bringen, stundenlang hielten sie die Kleinen fest, um sie vor dem Ertrinken zu bewahren.

Erst, als ein Hubschrauber der Regierung die Familie rettete und in eine zur Notunterkunft umgestaltete Grundschule brachte, wurde Abida das ganze Ausmaß der Katastrophe bewusst: Sie hatte sowohl ihr Haus als auch ihre Kühe, Kälber, Ziegen, Esel und ihr Kamel in den Fluten verloren und stand nun vor dem Nichts. "Meine größte Sorge ist, dass wir nirgendwohin zurückkehren können. Wir haben kein Haus, keine Tiere und keinen Bauernhof mehr. Ich weiß nicht, wie wir uns ohne unser Vieh ernähren sollen.", erzählt Abida unseren Kolleg*innen vor Ort. Der Familie blieb nach der Flutkatastrophe nur die durchnässte Kleidung, die sie am Körper trug. Menschen wie Abida, ihre Tochter und Enkelkinder sind auf Ihre Hilfe angewiesen: Für Betroffene der Überschwemmungen in Afrika spenden und gemeinsam mit der Welthungerhilfe lebensnotwendige Katastrophenhilfe leisten!

++ Äthiopien schwer von Überschwemmungen in Ostafrika getroffen ++

Ungewöhnlich starke Regenfälle führten dazu, dass viele Flüsse – darunter auch der Awash-Fluss in der Afar-Region in Äthiopien – über die Flussufer traten und viele Dörfer komplett überschwemmt wurden. Häuser, Straßen, Acker- und Weideflächen wurden zerstört und Nutztiere getötet. Alleine in Äthiopien sind knapp eine Million Menschen von der Katastrophe betroffen, knapp 300.000 haben ihr Zuhause verloren. Es ist die schlimmste Überschwemmung in Afrika, die das Land je erlebt hat.

Bild von Matthias Späth.

Dürre, Heuschrecken, Corona und jetzt auch noch Überschwemmungen: Eine Katastrophe der Superlative folgt auf die nächste. Und immer trifft es die Ärmsten, die ohnehin vor dem Nichts stehen.

Matthias Späth Welthungerhilfe-Länderdirektor in Äthiopien

 

Die betroffenen Gebiete sind bereits durch Dürren und eine der schlimmsten Heuschreckenplagen seit Jahrzehnten in Not geraten. Sie können helfen, den Menschen nach den Überschwemmungen in Afrika mit Spenden die essentielle Nothilfe bereitzustellen.

+++ Zahlreiche weitere Länder sind nach Überschwemmungen in Afrika auf Spenden angewiesen +++

Äthiopien - von Krisen überflutet

Erst die Dürre, dann Heuschrecken, jetzt Überschwemmungen - Immer mehr Menschen in Äthiopien müssen hungern.

In vielen Teilen Ostafrikas sind die Menschen von heftigen Überflutungen betroffen. Neben Äthiopien haben auch viele Menschen im Sudan und Südsudan alles in den Wassermassen verloren. Die Überschwemmungen in Afrika betreffen Millionen Menschen.

Fast der gesamte Südsudan ist betroffen, mehr als 900.000 Menschen leiden unter den Folgen der Flutkatastrophe. Viele Familien haben ihre Häuser verloren. Einige können derzeit in Notunterkünften, wie z.B. Schulen, beherbergt werden, viele sind jedoch obdachlos. Hier helfen wir 1.650 besonders betroffenen Familien mit Planen für behelfsmäßige Notunterstände und mit Hygiene-Paketen, die unter anderem Wasser-Reinigungstabletten enthalten. Sie beugen Krankheiten vor, die durch verschmutztes Wasser entstehen. Die Hygiene-Pakete helfen auch, eine Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern. Außerdem verteilen wir Nahrungsmittel an 93.089 Menschen, 3.500 weitere erhalten landwirtschaftliche Werkzeuge und Saatgut, um ihre Nahrungsmittelerzeugung wieder aufzunehmen.

Im Sudan ist insbesondere die Region um Khartoum getroffen. Mehr als 875.000 Menschen benötigen Hilfe, viele Häuser wurden zerstört, Nutztiere getötet und Ernten beschädigt. Anfang September hat die Regierung für drei Monate den Notstand ausgerufen. Die Welthungerhilfe leistet in den Bundesstaaten Kassala, Nord-Dafur und Rotes Meer Nothilfe. In Nord-Dafur beispielsweise erhalten 2.471 betroffene Familien Seife und zwei Wasserkanister, mit denen sie Wasser sauber aufbewahren können, denn 2.000 wichtige Trinkwasserstellen sind momentan zerstört.

Für Journalist*innen

Mitarbeiter*innen der Welthungerhilfe stehen für Interviews zur Verfügung.

Am dringendsten benötigen die Menschen nun sichere Unterkünfte mit ausreichend Moskitonetzen, Zugang zu Sanitäranlagen und Hygieneprodukte. Wir unterstützen im Rahmen unserer laufenden Projekte und prüfen eine Ausweitung der Hilfsmaßnahmen. Hilfsgelder werden dringend benötigt.

Tausende Kilometer weiter in der Sahelzone wurden ebenfalls Überschwemmungen gemeldet. Burkina Faso leidet bereits seit April unter Überschwemmungen mit mehr als 700.000 betroffenen Menschen. Wir helfen vor Ort im Rahmen der laufenden Projekte.

In Niger haben 31.000 Familien ihr Zuhause verloren. Dort versorgen wir die von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen mit Bargeld, Nahrungsmittelpaketen für Kinder, Moskitonetzen und Hygieneprodukten.

Die Menschen in Ostafrika und der Sahelzone sind auf möglichst sofortige Nothilfe angewiesen. Unterstützen Sie unsere Katastrophenhilfe, indem Sie für die Hilfsmaßnahmen nach den Überschwemmungen in Afrika spenden.

So hilft die Welthungerhilfe

Millionen Menschen sind nach Überschwemmungen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen

Anhaltende Regenfälle führten in vielen Teilen Ostafrikas zu heftigen Überschwemmungen, wie hier in der Afar-Region in Äthiopien. © Afar Regional DPFSP
1 / 6
Millionen Menschen in Ostafrika mussten, wie hier in Äthiopien, ihr überflutetes Zuhause verlassen. © Afar Regional DPFSP
2 / 6
Gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation organisiert die Welthungerhilfe Nahrungsmittelverteilungen, wie hier in Dulesa Woreda. © Afar Regional DPFSP
3 / 6
Überschwemmtes Ackerland in der Afar-Region in Äthiopien. Viele Ernten wurden durch die Fluten zerstört. © Afar Regional DPFSP
4 / 6
Viele Menschen leben in provisorischen Notunterkünften direkt an der Straße. © Afar Regional DPFSP
5 / 6
Gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen verteilt die Welthungerhilfe Hilfsgüter wie Schlafmatten, Schutzplanen, und Moskitonetze an die von den Überschwemmungen betroffenen Menschen. © APDA/Welthungerhilfe
6 / 6

Der Klimawandel begünstigt Wetterextreme wie Überschwemmungen

Vor allem in Ländern des Globalen Südens haben die Folgen des Klimawandels katastrophale Auswirkungen. Seit Anfang 1990 haben sich Extremwetterereignisse, wie etwa Stürme, Dürren oder Überflutungen, weltweit verdoppelt und gefährden die Ernährungssituation und das Leben vieler Millionen Menschen. Oft ziehen diese Naturkatastrophen weitere Krisen nach sich - so zum Beispiel auch die Heuschreckenplage in Ostafrika, die durch Extremwetterereignisse begünstigt wurde. Solche Katastrophen treffen vor allem einkommensschwache Familien wie Abida Makkos Familie unverhältnismäßig stark. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen lassen wir diese Familien nicht im Stich und leisten wichtige Nothilfe. 

Klimawandel - Ursachen & Folgen

Der Klimawandel bedroht Millionen von Menschen weltweit. Neu ist die Gefahr nicht: Schon 1965 warnten Forscher vor der Erderwärmung.

Mehr erfahren
Heuschreckenplage in Ostafrika und Südasien

In nur wenigen Minuten fressen sie ganze Felder und Weideflächen kahl: Heuschreckenschwärme bedrohen die Existenzen von Millionen Menschen.

Mehr erfahren

Helfen Sie den Opfern der Überschwemmungen in Afrika mit Ihrer Spende! Jeder Beitrag zählt.

Beim Titelbild dieser Seite handelt es sich um ein Symbolbild aus dem Südsudan. Es ist nicht während der beschriebenen Überschwemmungen entstanden.

Ihre Ansprechpartner*innen
Bankverbindung

Deutsche Welthungerhilfe e. V.
Sparkasse KölnBonn
IBAN DE15 3705 0198 0000 0011 15
BIC COLSDE33

DZI Spendensiegel

Das DZI Spenden-Siegel bescheinigt der Welthungerhilfe seit 1992 den effizienten und verantwortungsvollen Umgang mit den ihr anvertrauten Mitteln.

Die Welthungerhilfe ist beim Finanzamt als gemeinnützige Organisation anerkannt und von der Körperschaftssteuer befreit. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE812801234.