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Im Distrikt Rajanpur hat die Welthungerhilfe in den letzten Jahren den Aufbau von Katastrophenvorsorge auf Community-Ebene unterstützt. Die so genannten Union Council Disaster Management Committees (UCDMC) können nun bei der Flutkatastrophe helfen.

Zerstörung und Leid nach schweren Überschwemmungen

Helfen Sie den Menschen in Pakistan

+++ Update 2025: Monsun-Überschwemmungen in Pakistan fordern Todesopfer +++

In Pakistan sind seit Ende Juni 2025 über 1.000 Menschen bei Überschwemmungen ums Leben gekommen. Die meisten Todesopfer gibt es in der besonders heftig getroffenen Region Khyber Pakhtunkhwa im Norden des Landes. Insgesamt sind knapp 7 Millionen Menschen sind von der Katastrophe betroffen, fast 3 Millionen mussten sogar ihre Heimat verlassen.

Die Welthungerhilfe und ihre Partner sind in mehreren betroffenen Gebieten aktiv. Um schnell Hilfe leisten zu können, wurden in einem ersten Schritt 500.000 Euro für diesen Zweck bereitgestellt. Unsere Kolleg*innen konzentrieren sich darauf, die Menschen vor Ort mit sauberem Wasser, Lebensmitteln und provisorischen Unterkünften zu versorgen.

Jetzt für Pakistan spenden und helfen

Überschwemmungen rauben Millionen Menschen die Lebensgrundlage 

Im Spätsommer 2022 führten heftige Monsun-Regenfälle in Pakistan zu Überschwemmungen, Erdrutschen und Sturzfluten. Mehr als 33 Millionen Menschen sind betroffen, über 1.700 kamen ums Leben. Ein Jahr nach den Überschwemmungen sind die Auswirkungen weiterhin spürbar, weil die Infrastruktur noch nicht wieder aufgebaut und viele Menschen weiter ohne Zuhause sind. . Durch die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage droht den Betroffenen Hunger und Krankheit.

Diese Familie aus der Siedlung Dilbar im Distrikt Rajanpur ist vor den Wassermassen geflüchtet.

Familien in Pakistan benötigen dringend Hilfe

Die Überflutungen haben Häuser zerstört oder schwer beschädigt, zahlreiche Straßen sind unpassierbar. Viele Menschen haben ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlagen wie Felder oder Viehherden verloren. Zusätzlich werden die betroffenen Familien durch gefährliche Krankheiten wie Cholera bedroht, die sich im nicht abfließenden Wasser nach den Überschwemmungen schnell ausbreiten konnten. Laut WHO gehen die Fallzahlen zwar zurück, aber noch ist der Ausbruch nicht eingedämmt. Die Menschen benötigen nun dringend Hilfe. 

Wir sind vor Ort und leisten gemeinsam mit unseren lokalen Partnerorganisationen Nothilfe.

Wir dürfen die Menschen nicht im Stich lassen

Wie zahlreiche Familien in Pakistan müssen auch Ashok, Meena und ihre Kinder zur Zeit auf der Straße leben. Ihr Haus, ihr Hab und Gut und die chemische Reinigung, in der Ashok arbeitete, stehen unter Wasser. Während des Extremwetters kam ihr jüngstes Baby zur Welt. Die Familie wohnt nun in einem provisorischen Zelt ohne sauberes Wasser, Toilette oder Waschgelegenheit.

Aisha Jamshed, Landesdirektorin der Welthungerhilfe in Pakistan, ist dankbar für die dringend notwendige Unterstützung, die durch Spenden erfolgt: "Ich bin froh zu sehen, dass es Solidarität mit den Menschen in Pakistan gibt. Wir sind dankbar für jede noch so kleine Spende. Vielleicht ist es auch die Erfahrung der Flutkatastrophe im Ahrtal, die viele Menschen in Deutschland, trotz aller Ängste um die eigene Situation, solidarisch mit den Flutopfern in Pakistan sein lässt."

Ashok, Meena und ihre Familie müssen seit den Überschwemmungen auf der Straße leben. Während des Extremwetters kam auch ihr jüngstes Baby zur Welt. Meena wurde zur Entbindung in eine private Einrichtung gebracht, da sie bereits im Vorjahr eine Fehlgeburt hatte. Offenbar war sie schwach und unterernährt. Sie mussten ihre Ersparnisse einsetzen, um eine sichere Geburt in einer privaten Einrichtung in der Nähe zu bezahlen. Ihr Haus, ihr Hab und Gut und die chemische Reinigung, in der Ashok arbeitete, stehen unter Wasser, und sie konnten nicht viel von ihrem Besitz retten. Jetzt müssen sie auf der Straße leben, in einem provisorischen Zelt unter entsetzlichen Bedingungen, ohne sauberes Wasser, Toilette oder Waschgelegenheit. Sowohl Meena als auch ihr kleines Mädchen brauchen Pflege, die nicht zur Verfügung steht.

Aktuelle Entwicklungen:

  • 17. Oktober 2022

    Familien kehren zurück und erfahren Ausmaß der Zerstörung

    Das Wasser in den betroffenen Regionen geht stellenweise langsam zurück. In den Provinzen Punjab und Khyber Pakhtunkhwa kehren die Menschen zu ihren Wohnorten zurück – oder zumindest in die Nähe, sofern die Grundstücke noch nicht passierbar sind. Manche von ihnen erfahren erst jetzt, wie viel sie bei den Fluten verloren haben.

    Die pakistanische Katastrophenschutzbehörde NDMA geht von mehr als 2,1 Millionen zerstörten Häusern aus. Sie spricht in einem Bericht von 1.718 Toten durch die Fluten seit Mitte Juli 2022 und korrigiert die bisher bekannten Zahlen damit leicht nach oben. Bald steht Pakistan der Winter bevor, weshalb die betroffenen Familien schnellstmöglich eine sichere Unterkunft und Verpflegung brauchen. Quelle: OCHA

  • 16. Oktober 2022

    Solidarität angesichts massiver Zerstörungen

    Aisha Jamshed, Länderdirektorin der Welthungerhilfe in Pakistan, lobt die Solidarität Deutschlands mit Pakistan: "Vielleicht ist es auch die Erfahrung der Flutkatastrophe im Ahrtal, die viele Menschen in Deutschland, trotz aller Ängste um die eigene Situation, solidarisch mit den Flutopfern in Pakistan sein lässt".

    Doch das Ausmaß der Zerstörungen erfordere noch mehr konkrete Hilfe von der internationalen Gemeinschaft. "33 Millionen Menschen, so viele wie zusammengenommen in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen leben, sind von den Überschwemmungen betroffen", so Jamshed, "etwa 13.000 Kilometer Straße, das entspricht der Gesamtlänge aller Autobahnen in Deutschland, wurden zerstört". Zum Artikel

  • 13. Oktober 2022

    Welthunger-Index: Situation in Pakistan weiterhin ernst

    Der neu veröffentlichte Welthunger-Index (WHI) stuft die Hungersituation in Pakistan weiter als "ernst" ein. In Zentralpakistan hat sich die Wachstumsverzögerungsrate bei Kindern (zu geringe Körpergröße im Verhältnis zum Alter) nicht verbessert, was auf bedenkliche Unterernährung schließen lässt. Der Anteil der Unterernährung in der Gesamtbevölkerung ist auf fast 17 Prozent gestiegen, der Anteil der Kinder unter fünf Jahren, die unter Auszehrung leiden (zu niedriges Gewicht in Bezug auf Größe), liegt bei rund sieben Prozent.

    Der WHI misst und vergleicht jährlich die Ausprägung von verschiedenen Hungerindikatoren. Je höher der Wert, desto stärker der Hunger im jeweiligen Land. Da bisher keine Daten aus dem Jahr 2022 in diesen Wert eingeflossen sind, ist davon auszugehen, dass die Flutkatastrophe in Pakistan den WHI-Wert des Landes erhöhen wird. Quelle: Welthunger-Index

  • 07. Oktober 2022

    Wegen Fluten: Mehr Menschen leiden Hunger

    Über 8,6 Millionen Menschen werden aufgrund der Überflutungen nach Schätzungen der UN noch mindestens bis Ende November unter Hunger leiden. Das ist das Ergebnis von Analysen, die der aktuelle Pakistan-Lagebericht des Amtes der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) zusammenfasst. Die Lage hat sich demnach vor allem in 28 Distrikten in den betroffenen Regionen Balochistan, Sindh und Khyber Pakhtunkhwa verschärft. Quelle: OCHA/reliefweb

  • 06. Oktober 2022

    WHO warnt: "Die Gefahr wächst weiter"

    Die Vereinten Nationen haben erneut und mit Nachdruck auf eine bevorstehende Katastrophe für das pakistanische Gesundheitswesen hingewiesen. Millionen Menschen sind von Mangelernährung und sich schnell ausbreitenden Krankheiten bedroht, da bei den Überflutungen viele Gesundheitszentren sowie Systeme für die grundlegende Wasserversorung zerstört worden sind.

    "Der Wasserspiegel hat aufgehört zu steigen, doch die Gefahr wächst weiter", warnt Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Es gebe bereits Ausbrüche von Malaria, Cholera und Denguefieber in den betroffenen Regionen. Bei den Fluten waren rund 1.600 Menschen ums Leben gekommen, doch an den langfristigen Folgen könnten noch viele mehr sterben. Quelle: United Nations

  • 05. Oktober 2022

    Fast 130.000 Schwangere brauchen dringend Versorgung

    Schätzungsweise 130.000 schwangere Frauen in den von der Flutkatastrophe betroffenen Regionen müssen dringend gesundheitlich versorgt werden. Das geht aus dem aktuellen Bericht des Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hervor. Schon vor den Überschwemmungen hatte Pakistan eine der höchsten Müttersterblichkeitsrate Asiens, die sich nun weiter verschlechtern könnte.

    Der nur langsame Rückgang des Wassers und die deshalb weiter unzureichende Hygienesituation begünstigt zur Zeit die Ausbreitung gefährlicher Krankheiten wie Malaria, Denguefieber und Durchfall. Auch Mangelernährung bleibt eine große Gefahr für werdende Mütter und ihre Kinder. Quelle: OCHA/ReliefWeb

  • 29. September 2022

    Aisha Jamshed wendet sich an Deutschen Bundestag

    Welthungerhilfe-Landesdirektorin Aisha Jamshed hat per Videoschalte vor dem Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AzW) über die Flutkatastrophe in Pakistan gesprochen. Sie erzählte vom Schicksal des neunfachen Vaters Karim Baksh, der bei den Fluten im Juli vier Kinder verlor. "Pakistan gehört zu den zehn am meisten vom Klimawandel betroffenen Ländern der Welt, verursacht aber weniger als ein Prozent der weltweiten CO2-Emissionen." Das Land leide jedes Jahr unter Hitzewellen, Überflutungen, heftigen Wintereinbrüchen und Dürren, obwohl die Menschen dort nicht verantwortlich für den Klimawandel seien. Zum Video auf Twitter (englischsprachig)

  • 28. September 2022

    70% der Familien ohne angemessene Unterkunft

    Mehr als die Hälfte aller betroffenen Familien in den überschwemmten Regionen hat nur unzureichenden Obdach gefunden. Oft steht ihnen nicht mehr als Plastikplanen zur Verfügung, um sich vor dem Monsunregen zu schützen. Jeder sechste Haushalt hat nicht einmal das. Kinder, die draußen übernachten müssen, laufen Gefahr schwer krank werden. Dazu kommt, dass die meisten keinen Zugang zu sauberem Wasser, geschweige denn zu sanitären Einrichten haben. Mehr Informationen: ReliefWeb (englischsprachig)

  • 27. September 2022

    Eine sich verschärfende Nahrungsmittelkrise

    Die extremen Überschwemmungen haben über 800.000 Hektar Ackerland vernichtet und etwa 80-90% der Ernten beschädigt. Das trifft die pakistanische Lebensmittelversorgung besonders hart. Auch bei wichtigen Exportgütern wie Reis, Weizen und Baumwolle besteht die Gefahr, dass es in Zukunft zu Engpässen kommt, da sich die Schäden auf wichtige landwirtschaftliche Regionen ausweiten. Dazu gehört auch die südlichste pakistanische Provinz Sindh, wo schätzungsweise 90% der Ernten vernichtet wurden. In Sindh wird die Hälfte der Lebensmittel des Landes produziert.

  • 26. September 2022

    Hilfe kommt an – aber mehr Unterstützung erforderlich

    Laut des UN-Amts für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) konnten insgesamt bisher über 1,66 Millionen Menschen mit Hilfsmaßnahmen erreicht werden. Der größte Anteil davon war im Bereich Ernährungssicherung und Landwirtschaft zu verzeichnen, gefolgt von WASH (Wasser, sanitären Einrichtungen und Hygiene). Es ist jedoch noch viel mehr Unterstützung für die mehr als 33 Millionen betroffenen Menschen erforderlich. 

  • 23. September 2022

    Aisha Jamshed: "Wir dürfen die Menschen nicht im Stich lassen"

    Die zu geringe internationale Unterstützung nach der Flut in Pakistan bereiten ihr Sorgen, schreibt Welthungerhilfe-Landesdirektorin Aisha Jamshed in einem Gastbeitrag im Kölner Stadtanzeiger. Denn eine Ursache sei der Klimawandel, zu dem Pakistan selbst kaum beiträgt: "Die Länder, die maßgeblich für den Klimawandel verantwortlich sind, müssen Verantwortung übernehmen und anerkennen, dass Pakistan und andere von der Klimakrise besonders betroffene Gemeinschaften finanzielle Unterstützung für die Bewältigung der Folgen und für die Anpassung brauchen." Zum Gastbeitrag im KSTA

  • 22. September 2022

    Mehr als ein Drittel der Todesopfer sind Kinder 

    Die Zahl der Menschen, die aufgrund der Fluten ihr Leben verloren haben, steigt weiter an. Mehr als 1.500 Menschen sind gestorben, darunter 552 Kinder. Die überlebenden Familien sind in ständiger Gefahr, krank zu werden. Die Verbreitung von Durchfallerkrankungen, Typhus und Malaria nehmen laut UNICEF rasch zu, da Millionen von Menschen in Notunterkünften oder im Freien in der Nähe von stehendem Wasser schlafen. In der am stärksten betroffenen Region Sindh wurden diese Woche über 134.000 Fälle von Durchfall und 44.000 Fälle von Malaria gemeldet. 

    Auch Ashok, Meena und ihre Familie müssen zur Zeit auf der Straße leben. Ihr Haus, ihr Hab und Gut und die chemische Reinigung, in der Ashok arbeitete, stehen unter Wasser. Während des Extremwetters kam ihr jüngstes Baby zur Welt. Die Familie wohnt nun in einem provisorischen Zelt ohne sauberes Wasser, Toilette oder Waschgelegenheit.

  • 21. September 2022

    Viel zu wenig internationale Hilfe

    Immer noch stehen große Teile Pakistans nach dem heftigen Monsun unter Wasser. Die internationale Hilfe für die Opfer der schweren Überschwemmungen in Pakistan läuft nur schleppend an. "Ich glaube, das hat vor allem damit zu tun, dass es weltweit so viele Katastrophen und Problemlagen gibt", sagt Welthungerhilfe-Programmleiterin Isabel Bogorinsky im Podcast der Süddeutschen Zeitung. Zur Podcast-Folge

  • 20. September 2022

    Weltgesundheitsorganisation warnt vor einer "zweiten Katastrophe" aufgrund von Krankheiten

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor einer "zweiten Katastrophe" durch vom Wasser übertragene Krankheiten im überfluteten Pakistan gewarnt. Der Generaldirektor der WHO, Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus: "Ich bin zutiefst besorgt über das Potenzial einer zweiten Katastrophe in Pakistan, die die lebenswichtigen Gesundheitssysteme schwer beeinträchtigt und Millionen Menschen verwundbar macht."  Im nicht abfließenden Wasser können sich Krankheiten bilden, die viele weitere Menschenleben kosten können. Quelle: WHO

  • 19. September 2022

    Humanitäre Lage nach wie vor katastrophal

    Der aktuellste Bericht des UN-Amts für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) ist ernüchternd. Vorläufige Schätzungen deuten darauf hin, dass etwa 7,6 Millionen Menschen vorübergehend ihr Zuhause verloren haben könnten. In der vergangenen Woche hat sich die Zahl der als beschädigt oder zerstört gemeldeten Straßen landesweit auf über 12.700 Kilometer fast verdoppelt, während die Zahl der als beschädigt oder zerstört gemeldeten Brücken um etwa 40 Prozent anstieg.

    Es wird erwartet, dass sich die Ernährungssicherheit und die Ernährungslage in Pakistan auch in den nicht direkt von den Überschwemmungen betroffenen Gebieten verschlechtern werden.

    Seit Beginn der Überschwemmungen im Juli sind mehr als 1.500 Menschen gestorben, rund 12.900 wurden verletzt

  • 16. September 2022

    Bettdecken, Wasserkanister, Moskitonetze und mehr für Menschen in Rajanpur

    Muhammad Shafi ist einer der Menschen mit Behinderung, die von der Welthungerhilfe und ihren Partnern Unterstützung nach den Überflutungen in Pakistan erhalten. Hier ist er bei der Verteilung von Nothilfepaketen in Fazilpur im Distrikt Rajanpur zu sehen. Die Pakete enthalten Kochutensilien, Plastikplanen, Taschenlampen, Seife, Bettdecken, Wasserfilter und Moskitonetze. Letztere sind wichtig, um der Verbreitung von Krankheiten vorzubeugen.

    Die von der pakistanischen Katastrophenschutzbehörde NDMA gemeldeten Opferzahlen steigen weiterhin an. Seit Beginn der Überschwemmungen im Juli sind mehr als 1.480 Menschen gestorben, fast 12.800 wurden verletzt. 

  • 15. September 2022

    Videobericht aus den überschwemmten Gebieten

    Große Teile Pakistans sind weiterhin überschwemmt. Die gemeinsame Nothilfe der Welthungerhilfe und ihrer Partnerorganisation RDF Sindh hat begonnen. Unser Kollege Haris hat einen Videobericht aus der Region geschickt. "Alle Dörfer hier stehen unter Wasser – sowie auch die Ernten der Menschen, ihr Vieh, ihre Lebensgrundlagen. Wir befürchten, dass sich Krankheiten ausbreiten werden", sagt er. In dem Gebiet werden normalerweise Baumwolle, Chili, Zuckerrohr und Tomaten angebaut. Allein im Distrikt Sindh wurden 1,54 Millionen Häuser beschädigt oder zerstört. Video bei Twitter anschauen (Englisch)

  • 13. September 2022

    Die Überschwemmungen in Pakistan werden die Wirtschaft zerstören, warnt das IRC

    Das International Rescue Committee (IRC) hat vorausgesagt, dass Pakistan infolge der durch die Überschwemmungen verursachten Zerstörungen einen wirtschaftlichen Schaden von 12,5 Milliarden Dollar erleiden wird. Die Inflation wird bis zum Ende dieses Haushaltsjahres voraussichtlich einen Rekordwert von 30 % erreichen.

    Das IRC warnt, dass die wirtschaftlichen Verluste wahrscheinlich zu Ernährungsunsicherheit und einer Zunahme der Gewalt gegen Frauen führen werden. Quelle: IRC

  • 08. September 2022

    WeltRisikoBericht 2022: Pakistan auf Rang 10

    Die hohe Gefährdung Pakistans durch Naturereignisse spiegelt sich auch im WeltRisikoIndex des Bündnis Entwicklung Hilft: Im neuen Index, der am 8. September im WeltRisikoBericht 2022 veröffentlicht wird, liegt Pakistan auf Rang 10 des globalen Katastrophenrisiko-Rankings. Risiko setzt sich dem Index zufolge zusammen aus: Exposition der Bevölkerung gegenüber Naturgefahren einerseits und andererseits Vulnerabilität, also der Verwundbarkeit einer Gesellschaft. Pakistan liegt sowohl bei der Vulnerabilität als auch bei der Exposition in der höchsten von je fünf Klassen. Wesentliche Triebfedern für den sehr hohen Expositionswert Pakistans sind Flussüberschwemmungen (Rang 9 im weltweiten Vergleich) und Erdbeben (Rang 10).

  • 07. September 2022

    Weiterer Regen bleibt aus und Nothilfe kann in allen Provinzen starten

    Der starke Regen in Pakistan hat zumindest vorübergehend aufgehört. Grund zum Aufatmen ist dies jedoch nicht. Viele Menschen stehen vor dem Nichts. Rund 1,7 Millionen Häuser wurden beschädigt oder zerstört. Mehr als vier Millionen Hektar Ernten wurden vernichtet, über 800.000 Stück Vieh sind verendet. Die Ernährungslage ist prekär. Schon vor den Überschwemmungen war fast die Hälfte der Kinder im Land unterernährt. Mit dem zurückgehenden Wasser verbessern sich jedoch zum Glück die Möglichkeiten, effektive Nothilfe zu leisten. Die Welthungerhilfe hat ihre Hilfsmaßnahmen in den Provinzen Sindh, Belutschistan, Khyber Pakhtunkhwa und Punjab starten können.

  • 06. September 2022

    Regenfälle und Überschwemmungen verschlimmern die Lage

    Die verstärkten Regenfälle und Überschwemmungen der letzten zwei Wochen haben die prekäre humanitäre Lage der Menschen in den bereits betroffenen Gebieten noch verschlimmert und verheerende Schäden angerichtet in Gebieten, die bisher von den heftigen Monsunregenfällen verschont geblieben waren. Landesweit wurden 80 Bezirke offiziell als "von der Katastrophe betroffen" gemeldet – 31 in Belutschistan, 23 in Sindh, 17 in KP, sechs in Gilgit-Baltistan und drei in Punjab.

    1.300 Menschen kamen bisher ums Leben und 637.000 Menschen leben in Notlagern, viele weitere sind vertrieben und werden von anderen Haushalten aufgenommen. Quelle: OCHA

  • 05. September 2022

    Hilfsgüter bereit zur Verteilung

    In unserem Lager in Multan, Punjab, hat unser Team Lastwagen mit Hilfspaketen beladen.

    Unsere Partnerorganisation CDF (Community Development Foundation) wird die insgesamt 850 Pakete mit Kochutensilien, Moskitonetzen, Taschenlampen, Hygieneartikeln und Planen an betroffene Menschen in Jacobabad (Sindh) und Jhal Maghsi (Baluchistan) verteilen.

  • 02. September 2022

    Isabel Bogorinsky: "Wiederaufbau wird Jahre dauern"

    Isabel Bogorinsky ist Programmleiterin der Welthungerhilfe in Pakistan. Sie berichtet über das Ausmaß der Katastrophe – und darüber, wie es um den Wiederaufbau steht: "Wir verteilen eine Art Notfallset mit Küchenutensilien, Essen, Bargeld, Moskitonetzen, Wasserbehältern, Wasserfiltern, Plastikmatten, Planen, um Zelte zu bauen. Wir arbeiten vor Ort mit Partnerorganisationen in den einzelnen Provinzen zusammen. Diese rücken mit ihren Teams in Booten und auf den Straßen aus, so gut und schnell es geht. In den nächsten Monaten wird es dann um den Wiederaufbau gehen, dieser wird sicher Jahre dauern. So viel ist zerstört worden." Zum Interview auf Spiegel.de

  • 01. September 2022

    Abpumpen von Wasser hat begonnen

    Neben der Zerstörung von Wohnhäusern und Infrastruktur ist eine Gefahr der Wassermassen auch die Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera. Um dem vorzubeugen, pumpen die Welthungerhilfe und ihr Partner RDF Wasser aus Wohngebieten ab. Die Arbeiten im Distrikt Mirpurkhas und in städtischen Gebieten von Hyderabad in der Provinz Sindh haben bereits begonnen. 

  • 31. August 2022

    Aktuelle Bilder aus den betroffenen Gebieten

    Die diesjährigen Regenfälle in Pakistan sind um 200% stärker als im üblichen Jahresdurchschnitt. Mehr als 33 Millionen Menschen, jede*r siebte Einwohner*in des Landes, ist nach UN-Angaben betroffen. Die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan brauchen dringend Hilfe.

    Ein kommunales Katastrophenschutzteam im Distrikt Rajanpur in der Provinz Punjab. Im Distrikt Rajanpur hat die Welthungerhilfe in den letzten Jahren den Aufbau von Katastrophenvorsorge auf Community-Ebene unterstützt. Die so genannten Union Council Disaster Management Committees (UCDMC) können nun bei der Flutkatastrophe helfen.

    Die Auswirkungen von Überschwemmungen in dem Dorf Hassan Ghono im Distrikt Sujawal. In solchen Gebieten in der Provinz Sindh konnten die Welthungerhilfe und ihre lokalen Partnerorganisationen vor Ort schnell reagieren, indem sie das Wasser abpumpten, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Zudem werden Lebensmittelpakete und Trinkwasser verteilt und Notunterkünfte gebaut.

     

     

  • 30. August 2022

    Auch Welthungerhilfe-Projekte betroffen

    Die Überflutungen in Pakistan treffen auch die Projektgebiete der Welthungerhilfe: In den Provinzen Sindh im Südosten und Khyber Pakhtunkhwa im Nordwesten des Landes erwarten wir mögliche Beeinträchtigungen unserer Aktivitäten in bis zu zehn langfristigen Projekten. 

  • 29. August 2022

    Wir bereiten Nothilfemaßnahmen vor

    Mit unseren lokalen Partnerorganisationen vor Ort bereiten wir zur Zeit Nothilfe-Maßnahmen in den Provinzen Punjab, Belutschistan und Sindh vor. Schon bald sollen die am stärksten betroffenen Menschen mit dringend benötigten Dingen versorgt werden. Darunter:

    - Trinkwasserfilter
    - Hygieneartikel
    - Moskitonetze
    - Utensilien zum Kochen
    - Kanister
    - Solarlampen 
    - Lebensmittelpakete & Lebensmittelgutscheine
    - Material zum Bau von für Notunterkünften

    In einigen Gebieten planen wir zudem bei der Entwässerung zu helfen, um die Ausbreitung von durch Wasser übertragenen Krankheiten zu verhindern.

Familien im Distrikt Rajanpur wurden mit Schlauchbooten in Sicherheit gebracht.

Fluten sind Folge der Klimakatastrophe

Pakistans Klimaministerin Sherry Rehman spricht von einer "schweren Klimakatastrophe": Die globale Klimakrise führt zu immer stärkeren Extremwetterereignissen - Pakistan zählt dabei zu den zehn Ländern, die weltweit am stärksten betroffen sind.

Neben den akuten Nothilfemaßnahme fördern wir daher den Aufbau von Katastrophenvorsorge auf Community-Ebene. Die so genannten Union Council Disaster Management Committees (UCDMCs) konnten so bereits frühzeitig reagieren, zum Beispiel mit Evakuierungen. Dies zeigt, wie wichtig lokale humanitäre Hilfe und Vorsorge sind.

Ich möchte den von den Fluten betroffenen Menschen in Pakistan helfen!

Warum soll ich die Welthungerhilfe unterstützen?

Ein Leben ohne Hunger ist ein Menschenrecht. Dennoch müssen weltweit Millionen Menschen hungern. Gemeinsam mit unseren Unterstützer*innen haben wir ein Ziel: #ZeroHunger bis 2030 – in Anlehnung an die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. 

Wie arbeitet die Welthungerhilfe konkret?

Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“. Wir realisieren Hilfsprojekte, damit sich die Menschen nachhaltig und langfristig selbst versorgen können und wir unsere eigene Arbeit auf lange Sicht überflüssig machen. Mit unseren Spender*innen fördern wir weltweit gesamte Communities, um deren Infrastruktur und Entwicklung voran zu bringen und eine faire Grundlage für alle Menschen einer Region zu schaffen.

Ist meine Spende steuerlich absetzbar?

Ja! Bis zu 300 Euro werden ohne Spendenquittung vom Finanzamt anerkannt und sind steuerlich absetzbar. Als Beleg reicht ein Kontoauszug. 

Für Spenden über 300 Euro benötigt das Finanzamt eine Jahreszuwendungsbestätigung, die wir zu Beginn des Folgejahres automatisch zustellen. Falls Sie vorher eine Spendenbescheinigung benötigen, teilen Sie uns dies bitte mit

Wie sicher ist es, online zu spenden?

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