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  • Entwicklungspolitik & Agenda 2030
  • 04/2022
  • Olivia Kunz
Schwerpunkt

Menschenrecht WASH – warum ein systemischer Ansatz unverzichtbar ist

Die internationale Gemeinschaft hat beim Zugang zu Wasser und sanitärer Grundversorgung viel erreicht. Doch Fortschritte sind oft nicht nachhaltig – weil das Betriebssystem zu schwach ist.

Wasserspeicher und Zisternen, wie hier in Somaliland, sind nur der Anfang von einer Kette für den zuverlässigen Zugang zu Wasser und sanitärer Grundversorgung. © Welthungerhilfe

Der Zugang zu sauberem Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) ist für das menschliche Leben und die gesunde Entwicklung eines jeden Einzelnen unerlässlich. Sich die Zähne zu putzen, das Gesicht zu waschen oder gar zu duschen, Essen zuzubereiten, auf die Toilette zu gehen und zu spülen, all das ist für uns selbstverständlich, da sauberes Trinkwasser auf Abruf aus dem Wasserhahn kommt. 

Den durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland gibt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (2021) 2019 mit rund 129 Liter pro Tag an. Die Kostbarkeit von Wasser ist uns allen oft nicht bewusst. Dennoch ist der universelle Zugang zu Trinkwasser, Sanitärversorgung und Hygiene ein unerfülltes Recht für viele Menschen auf der Welt. 

Weltweit haben schätzungsweise zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser, 3,6 Milliarden Menschen leben ohne sichere sanitäre Einrichtungen, und 494 Millionen Menschen verrichten noch immer ihre Notdurft im Freien. Obwohl im Jahr 2020 die COVID-19-Pandemie die Frage der Händehygiene wie nie zuvor in den Vordergrund rückte, verfügten 2,3 Milliarden Menschen immer noch nicht über grundlegende Vorrichtungen für Hygiene, darunter 670 Millionen, die sich überhaupt nicht die Hände waschen konnten (WHO/UNICEF, 2021). 

Ungleichheiten bestehen zwischen den ärmsten und den reichsten Bevölkerungsgruppen in jedem Land, zwischen verschiedenen geografischen Regionen und zwischen städtischen und ländlichen Gebieten (GWN, 2019). Vor allem für Menschen, die im Globalen Süden leben, ist der Zugang zu WASH-Einrichtungen schwierig. So leben beispielsweise acht von zehn Menschen, denen es an grundlegenden Zugängen mangelt, in ländlichen Gebieten, die Hälfte davon  in den am wenigsten entwickelten Ländern (WHO/UNICEF, 2021).  

Es darf keinesfalls übersehen werden, dass die internationale Entwicklungszusammenarbeit in den vergangenen Jahren im Bereich WASH schon viel erreicht hat. Zwischen 2000 und 2020 stieg die Weltbevölkerung von 6,1 Milliarden auf 7,8 Milliarden Menschen. In diesem Zeitraum erhielten zwei Milliarden Menschen Zugang zu sicher bewirtschafteten Trinkwasserdiensten. Darüber hinaus erhielten 2,4 Milliarden Menschen Zugang zu sicheren sanitären Einrichtungen und eine halbe Milliarde Menschen Zugang zu grundlegenden Hygienediensten (WHO/UNICEF, 2021). Das ist bereits ein großer Fortschritt. 

Was bedeutet ein Leben ohne WASH?  

Sowohl Kinder als auch Erwachsene, die nicht über die grundlegendsten WASH-Einrichtungen verfügen, sind mit gravierenden sozioökonomischen Konsequenzen konfrontiert. Eine verunreinigte Umwelt durch unzureichende Abwasserentsorgung, verschmutztes Trinkwasser und mangelnde Körperhygiene aufgrund von Wasserknappheit sind häufige Ursachen von Durchfall- und Infektionskrankheiten und führen zu erhöhter Kindersterblichkeit (Bündnis Entwicklung Hilft, 2019; GWN, 2019). Somit sterben jedes Jahr ungefähr 297.000 Kinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen, die auf unzureichende Hygiene zurückzuführen sind, und allein durch Händewaschen mit Seife um die Hälfte reduziert werden könnten (UN, 2019).  

Als Folge von Durchfall- und Infektionskrankheiten können Nährstoffe nicht mehr optimal vom Körper aufgenommen und verwertet werden. Im Gegenzug führt dies zu einer akuten Unter- und Mangelernährung. Menschen, die sowieso am Existenzminimum leben, verlieren aufgrund von Krankheitsausfällen durch fehlende Hygiene   weiteres Einkommen, ihre Bildungschancen sinken, und sie sind von Hunger und Armut bedroht (Bündnis Entwicklung Hilft, 2019; GWN, 2019).  

Insbesondere Frauen und Mädchen sind unverhältnismäßig stark betroffen. Sie leiden besonders unter dem Mangel an Informationen und WASH-Einrichtungen zur sicheren und menschenwürdigen Bewältigung ihrer Menstruation, was sich negativ auf ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und das Leben in der Gemeinschaft auswirkt (Dolan et al., 2014; Long et al., 2013; Sommer, 2009).  

SDG6 will Zugang für alle

Wir sehen, dass dies ein Teufelskreis ist, der unterbrochen werden muss, um dieser Armuts- und Elendsfalle zu entkommen. Aufgrund des starken deutschen Engagements hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 2010 den Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen als Menschenrecht anerkannt (UN General Assembly, 2010). Dies spiegelt sich in den nachhaltigen Entwicklungszielen (SGDs), die 2015 von allen UN-Mitgliedstaaten verabschiedet wurden. Die SDGs fordern globale Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut und Ungleichheit, wobei der Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung in allen Politikbereichen Anwendung finden soll.  

Die internationale Gemeinschaft hat sich mit SDG6 verpflichtet, bis zum Jahr 2030 für alle Menschen die Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung sicherzustellen. Darüber hinaus ist SDG6 als eigenständiges Ziel und als treibende Kraft für viele andere SDGs anerkannt, darunter Armutsbekämpfung, Ernährungssicherheit, Gesundheit, Bildung und Gleichstellung der Geschlechter (UN, 2018).  

Aus Sicht des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist die Verwirklichung der Menschenrechte auf Wasser- und Sanitärversorgung ebenfalls wesentlich für eine nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung (BMZ, 2017). Die BMZ-Wasserstrategie bildet den Leitfaden zur Umsetzung der Agenda 2030 und für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit, um das zentrale Versprechen "Niemanden zurücklassen" zu halten. Deutschland ist nach eigenen Angaben seit vielen Jahren mit rund 720 Mio. Euro pro Jahr drittgrößter bilateraler Geber im Wassersektor,  davon  rund 445 Mio. Euro jährlich aus dem Etat des BMZ. Mit vielen Partnern würden in mehr als 50 Ländern Wasser- und Sanitärprojekte umgesetzt. (BMZ, 2022). 

Auch die internationale Gemeinschaft zeigt sich entschlossen, Fortschritte im Bereich WASH zu erzielen. Die Mittel der öffentlichen Entwicklungshilfe (ODA) für WASH nahmen entgegen dem Trend zuletzt zu: Obwohl von 2015 bis 2017 die ODA-Mittel insgesamt um fast 2 Mrd. Dollar zurückgingen, stiegen die Ausgaben für Wasser- und Sanitärversorgung um 1,5 Mrd. Dollar an (WHO, 2019).  

Bemühungen gefährdet  

Dennoch bleibt der Zugang zu WASH ein unerfülltes Recht für viele. Wohl setzt sich der WASH-Ansatz in der Entwicklungspolitik zunehmend durch. Doch besteht Verbesserungsbedarf in der Praxis. Es ist bekannt, dass rund 30 bis 40 Prozent der installierten Handpumpen kurz nach der Installation nicht funktionstüchtig sind; viele weitere stellen drei bis fünf Jahre nach der Bereitstellung eine unzureichende oder unsichere Wasserversorgung zur Verfügung (World Bank, 2017).  

Wenn Menschen, die eigentlich durch die Entwicklungshilfe erreicht wurden, somit nach wenigen Jahren keinen Zugang mehr haben, steckt dahinter oft ein systemisches Problem. Die Erfahrung zeigt ein Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren, basierend auf unzureichender Finanzierung, mangelhafter Wartung und/oder fehlendem lokalem Management. So werden viele Bemühungen nach wenigen Jahren gefährdet. Es besteht ein hohes Risiko, dass Anstrengungen für einen menschenwürdigen Zugang zu WASH scheitern.

Sanitärversorgung in Somaliland. Eine Mädchentoilette in der Gemeinde Ruqi. © Welthungerhilfe

Um dieses Problem anzugehen, haben sich einige Organisationen und Partner vor Ort zum Ziel gesetzt, die Nachhaltigkeit von WASH-Interventionen zu stärken. Die in vielen Ländern im WASH-Bereich aktive Welthungerhilfe hat für sich zur Anwendung eines systemischen Ansatzes eine Sustainable Service Initiative (SSI) entwickelt. Demnach müssen neun Bausteine funktionstüchtig sein, um robuste WASH-Systeme zu schaffen, die auch eine nachhaltige Bereitstellung universeller Dienste gewährleisten.  

Die neun Bausteine beziehen sich auf 

Nur mit der Sicherheit, dass diese neun Bausteine intakt sind, könne auf lange Sicht die Abhängigkeit von Entwicklungshilfe verringert und durch starke nationale und lokale Kapazitäten und Selbständigkeit abgelöst werden, so der Anspruch. Exemplarisch kann dies an einem Praxisbeispiel der Welthungerhilfe in Somaliland nachverfolgt werden. Zusammen mit einer Partnerorganisation wurde 2019 in der völkerrechtlich zu Somalia gehörenden autonomen Region die nachhaltige Service-Initiative (SSI) eingeführt.  

Weite Teile von Somaliland leiden unter starker Bodenerosion, wegen der Trockenheit bilden sich viele Erdspalten. © Welthungerhilfe

In Somaliland fließt kein Fluss. Die Region ist von Dürre geplagt, und der ausbleibende Regenfall bedroht die Viehzucht und somit die Lebensgrundlage der Menschen. Die Wasserversorgung ist lebensnotwendig, im Zuge des Klimawandels bleiben der Niederschlag aus, und die Flussbetten ausgetrocknet. Je weniger Wasser versickert, desto stärker sinkt der Grundwasserspiegel. Die staatlichen Kapazitäten sind begrenzt, die Budgets der Ministerien für Wasserentwicklung und Gesundheitsentwicklung gering, und die Dezentralisierung der Wasserpolitik kommt nur schleichend voran (Tillet et al., 2020). 

Arm an Wasser und Ressourcen  

Auf Grund der starken Dürreperioden sind die Entwicklungsaktivitäten oft projektorientiert und humanitär ausgerichtet. Das erschwert, das Land von zyklischen humanitären Maßnahmen zu einer langfristigen Entwicklungsprogrammierung und damit auch zur Nachhaltigkeit von WASH-Dienstleistungen zu führen.  Entwicklungspartner und NGOs gingen dazu über, Programme direkt selbst zu konzipieren und oft mit nur symbolischen Beteiligungen der lokalen Regierungsstrukturen durchzuführen (Tillet et al., 2020). 

Um für einen Zugang zu hygienischer und sanitärer Grundversorgung jedoch einen systemischen Ansatz zu verfolgen, soll vor Ort die Programmplanung weiterentwickelt werden. Das Ziel: Die Nachhaltigkeitsperspektive zu optimieren und die WASH-Dienste widerstandsfähig zu machen (Tillet et al., 2020). 

Zum Projektstart untersuchte der technische Partner Aguaconsult im April 2019 die Projektaktivitäten und gab Programmempfehlungen. Die Welthungerhilfe organisierte Workshops für Interessengruppen auf sektoraler und regionaler Ebene, in denen staatliche und nichtstaatliche WASH-Akteure Stärken und Schwächen des Systems analysierten und Maßnahmen zur Abhilfe von Problemen ermittelten und priorisierten (Tillet et al., 2020). Für die Umsetzung der Workshop-Ergebnisse wurde eine Task Force zur Stärkung der Systeme auf Sektorebene errichtet. Sie wird von dem Ministerium für Wasserentwicklung geleitet und von der Welthungerhilfe sowie weiteren Akteuren wie UNICEF und CARE unterstützt (Tillet et al., 2020).  

Als weiteres zentrales Ergebnis ging ein Pilotprojekt zur Dezentralisierung und zur Stärkung der Systeme auf regionaler Ebene in zwei der fünf Regionen in Somaliland an den Start. Die Welthungerhilfe unterstützt diesen Prozess in der Region Awdal in Kooperation mit der lokalen Regierung und den Gemeinden, um eine bedarfsgerechte Wasserinfrastruktur zu planen und zu bauen. Darüber hinaus wurden Komitees zur Unterstützung der neuen Infrastruktur geschult und das Bewusstsein für Gesundheits- und Sanitärfragen in den Gemeinschaften und Schulen gestärkt (Tillet et al., 2020). 

Kooperativer Ansatz erforderlich 

Die Welthungerhilfe stellte fest, dass die Zusammenarbeit verschiedener Akteure wie dem Wasser- und dem Gesundheitsministerium, UNICEF und CARE – und somit die Entwicklung strategischer Partnerschaften – unerlässlich sind, um die Regierung bei der Durchführung zu unterstützen. Nach Erkenntnissen des Area Managers ist ein systemischer Ansatz essenziell, jedoch erfordere dies ein aufwändiges und langjähriges Engagement.  

Die Aktivitäten entwickelten sich demnach unterschiedlich in den Gemeinden. Einige managen das Wassersystem selbständig, warten und reparieren die WASH-Dienste und erheben Gebühren für die Wasserversorgung des Dorfes. Familien, die eine Viehzucht betreiben, zahlen einen größeren Beitrag in die Wasserkasse als Familien mit einem geringeren Bedarf. Das lokale Wassermanagement-Komitee bezieht und verwaltet diese Gebühren, um die Versorgung nachhaltig zu sichern.  

Jedoch beeinflussen verschiedene Faktoren das Funktionieren dieses Systems. Auch lokale Wassermanagement-Komitees sind vor Korruption und Missbrauch nicht gefeit, in einigen Fällen wurden Gebühren aus der Wasserkasse zweckentfremdet. Je kleiner das Dorf und die Wasserkasse der Gemeinde, desto geringer sei die Kriminalität.  

Fazit: nicht nur in Hardware investieren 

Die gewonnen Erkenntnisse der SSI zeigen, dass kollektives und koordiniertes Handeln unabdingbar ist, um die systemischen Probleme anzugehen und dass die Bildung strategischer Partnerschaften mit einflussreichen Akteuren des Sektors unerlässlich sind. Die Fragilität des Systems eines Landes und die damit verbundenen humanitären Aktivitäten können zu einer Diskontinuität bei langfristigen Bemühungen führen. Das Durchführen von Systemanalysen in fragilen Kontexten kann anspruchsvoll sein, da verschiedene Bausteine des WASH Systems betroffen sein können. Hierbei ist es wichtig, die prägnantesten und entscheidenden Probleme zu identifizieren und zu priorisieren.  

Doch es bleibt herausfordernd, sich in einem wasserarmen Land in einer ressourcenarmen Umgebung für die Dezentralisierung von wasserbezogenen Funktionen einzusetzen (Tillet et al., 2020). An dem Konzept der Welthungerhilfe zeigt sich, dass es für die Gewährleistung eines nachhaltigen WASH Systems essenziell ist, den Fokus der Entwicklungshilfe nicht nur auf die Hardware zu legen. Andere Faktoren und Akteure von Einfluss auf das System müssen mindestens genauso  berücksichtigt werden. Das Zusammenspiel im System ist komplex, verändert sich permanent, und muss kontinuierlich evaluiert und optimiert werden.  

Literaturverzeichnis: 

BMZ (2017). BMZ Wasserstrategie. Schlüssel zur Umsetzung der Agenda 2030 und des Klimaabkommens. Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Retrieved March 16, 2022, from bmz.de/de/mediathek/publikationen/reihen/ strategiepapiere/Strategiepapier404_06_2017.pdf  

BMZ (2022). Weltwasserforum und Entwicklungspolitischer Reformdialog. Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Retrieved March 25, 2022, from www.bmz.de/de/aktuelles/aktuelle-meldungen/senegal-reise-von-staatssekretaer-flasbarth-105878  

Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft [BDEW] (2021). Zahl der Woche / 129 liter ... Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Retrieved March 25, 2022, from www.bdew.de/presse/presseinformationen/zahl-der-woche-129-liter/ 

Bündnis Entwicklung Hilft (2019). WeltRisikoBericht 2019. Berlin: Bündnis Entwicklung Hilft. 

Dolan, C. S., Ryus, C. R., Dopson, S., Montgomery, P., & Scott, L. (2014). A BLIND SPOT IN GIRLS’EDUCATION: MENARCHE AND ITS WEBS OF EXCLUSION IN GHANA. Journal of International Development, 26(5), 643–657.  

German WASH Netzwerk [GWN] (2019). Venro Positionspapier WASH. Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene für alle.  

Long, J., Caruso, B. A., Lopez, D., Vancraeynest, K., Sahin, M., Andes, K. L., & Freeman, M. (2013). ‘WASH in Schools Empowers Girls’ Education in Rural Cochabamba, Bolivia: An assessment of menstrual hygiene management in schools’. In United Nations Children’s Fund. New York.  

Sommer, M. (2009). Ideologies of sexuality, menstruation and risk: Girls’ experiences of puberty and schooling in northern Tanzania. Culture, Health and Sexuality, 11(4), 383–398.  

Tillett, W., Trevor, J., Schillinger, J. & DeArmey, D (2020). Applying WASH systems approaches in fragile contexts: A discussion paper.  

United Nations [UN] (2019). Billions globally lack „water, sanitation and hygiene“, new UN report spells out. United Nations. Retrieved March 16, 2022, from news.un.org/en/ story/2019/06/1040701  

United Nations [UN] (2018). Sustainable Development Goal 6: Synthesis Report 2018 on Water and Sanitation. New York: United Nations. 

UN General Assembly, The human right to water and sanitation: resolution/adoption by the General Assembly, 3 August 2010, A/RES/64/292. Retrieved March 14, 2022, from www.refworld.org/docid/4cc926b02.html  

WHO/UNICEF (2021). Progress on household drinking water, sanitation and hygiene 2000-2020: five years into the SDGs. Geneva: World Health Organization (WHO) and the United Nations Children’s Fund (UNICEF), 2021  

WHO (2019). National systems to support drinking-water, sanitation and hygiene: global status report 2019. UN-Water global analysis and assessment of sanitation and drinking- water (GLAAS) 2019 report. Geneva: World Health Organization; 2019.  

World Bank (2017). “Sustainability Assessment of Rural Water Service Delivery Models: Findings of a Multi-Country Review.” World Bank, Washington, DC.  

Letzte Aktualisierung 14.04.2022

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