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  • Klima & Ressourcen
  • 08/2021
  • Dr. Heino Fock
Schwerpunkt

Wie globale Stressfaktoren die Kleine Küstenfischerei bedrohen

Der Klimawandel verschiebt Nahrungsnetze, verändert Wassertemperaturen und schürt Verteilungskämpfe. Zonierungskonzepte können Konkurrenz entschärfen.

Küstenfischer in Westafrika. Die Fangerträge der regionalen Kleinfischer sind rückläufig. © FAO / Desirey Minkoh

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2022 zum 'International Year of Artisanal Fisheries and Aquaculture' (IYAFA) erklärt. Das ist ein Meilenstein in der UN-Strategie, die globalen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Denn durch die Auswirkungen des Klimawandels wird ein globaler Rückgang der Fangerträge von bis zu 40 Prozent prognostiziert (Lam et al., 2020). Und die Folgen dieses Klimawandels werden für die Kleine Küstenfischerei besonders gravierend sein.

Kennzeichnend für die artisanale oder Kleine Küstenfischerei sind kleine Betriebsgrößen und relativ geringe Kapitalausstattung, kleine Fahrzeuge mit eingeschränktem Operationsradius, die Fischerei in küstennahen Standorten und die Bindung an bestimmte Zielarten. Die Kleine Küstenfischerei umfasst sehr unterschiedliche Fischereitypen, sie repräsentiert 90 Prozent der in der Fischerei Beschäftigten und generiert über 25 Prozent der globalen Anlandungen (Pauly and Zeller, 2016; Rousseau et al., 2019). In subtropischen und tropischen Gebieten kann das noch wesentlich höher sein. So beträgt im afrikanischen Benin, das keine eigene Hochseeflotte besitzt, der Anteil der Kleinen Küstenfischerei an den nationalen Anlandungen über 90 Prozent (Belhabib, Villanueva and Pauly, 2016).

Stressfaktoren

Anthropogene Stressfaktoren wie Meeresverschmutzung, Schiffsverkehr und Überfischung haben nachweislich negative Auswirkungen auf Meeresfauna und Fischerei. Als weiterer Stressfaktor für die Fischbestände spielt der Klimawandel eine wachsende Rolle. Die zunehmende Erwärmung des Meerwassers, das Abschmelzen großer Süßwasserreservoire und die Versauerung der Meere verändern Artenzusammensetzung und Fischereibedingungen. Betroffen von den Wirkungen des Klimawandels sind auch die Kleinfischer an den Meeresküsten.

1 Klimafolgen: Verschiebungen in den Nahrungsnetzen

Qaqortoq ist ein kleiner Küstenort im Südwesten Grönlands. Die örtliche Fischfabrik wurde zu Hochzeiten der Kabeljaufischerei Ende der 1980er Jahre gegründet und hat bis zu 4000 t jährlich verarbeitet – Fisch, der überwiegend von Küstenfischern gefangen wurde. Anfang der 1990er Jahre kollabierte der Bestand aufgrund einer Abkühlung als regionaler Klimaanomalie und wegen der Überfischung durch die industrielle Fischerei mit Hochseetrawlern. Die Folgen für die Küstenfischer sind fatal. Selbst als der Bestand nach 2003 begann, sich zu erholen, wurde stetig weniger Fisch in der Fabrik verarbeitet, von 1400 t in 2007 fiel die Menge auf 500 t in 2009.

2017/2018 schließlich sank der Fang im gesamten Südwesten Grönlands auf durchschnittlich 200 t Kabeljau pro Jahr (ICES, 2020). Der Wegfall von Kabeljau konnte teilweise durch die Fischerei auf Tiefseegarnelen kompensiert werden, doch mit der Erwärmung der Gewässer um Grönland nach 2000 verzog sich auch der Tiefseegarnelenbestand von Südwest-Grönland in kältere westgrönländische Gewässer nördlich des Polarkreises (Oneal, 2017) – und mit ihm der Kabeljau, der die Tiefseegarnelen als Nahrung nutzt. Der Fischfang vor Südwest-Grönland wird zuletzt mehrheitlich durch ein 2006 gegründetes Unternehmen abgedeckt, das mit Hochseetrawlern operiert und 2020 eine Partnerschaft mit dem isländischen Fischmulti BRIM eingegangen ist (BRIM, 2020).

Das Beispiel zeigt, wie großräumige Veränderungen im marinen Nahrungsnetz die kleine Küstenfischerei lokal zum Erliegen bringen können, wenn diese mit ihren kleinen Fahrzeugen nicht in der Lage ist, ausgedehnte Fangreisen in andere Fanggründe zu unternehmen. In der Ostsee sieht man aktuell ein Beispiel, wie sich zeitliche Entflechtungen im marinen Nahrungsnetz auf die lokale Küstenfischerei auswirken (Fritsch et al., 2021). Beide 'Brotfische' der Fischerei in der westlichen Ostsee, Hering und Dorsch, leiden unter geringer Bestandsrekrutierung, so dass nicht genug Nachwuchs aufwachsen kann. Beim Hering geht das auf die zunehmende zeitliche Entkopplung von früher schlüpfenden Heringslarven und nicht genug Futterorganismen aus Planktonblüten zurück. In der Folge wird versucht, die deutsche Flotte der kleinen Küstenfischer mit Abwrackprämien zu reduzieren und so an geringere Fangmengen anzupassen (ZEIT, 2021).

2 Klimafolgen: Extremereignisse in Tropen und Subtropen

Interviewstudien über Meinungsbilder, welche Entwicklungen in der Kleinen Küstenfischerei erwartet werden, offenbaren oft die besondere Bedeutung lokaler Einflussgrößen (Frawley, Crowder and Broad, 2019). Ein vorsichtiger Vergleich zeigt allerdings, dass die Bedeutung von klimatischen Extremereignissen in verschiedenen Klimazonen sehr unterschiedlich wahrgenommen wird.

So werden Klimafolgen in den gemäßigten Breiten oft als regional lösbare Aufgabe angesehen (UK, Faröer, Island). Extremereignisse werden nicht besonders bewertet, ökonomische Randbedingungen und Fischereimanagement dagegen wichtiger gewichtet (Edvardsson et al., 2011; Maltby, Simpson and Turner, 2021). In den wärmeren Klimazonen werden Extremereignisse stärker wahrgenommen, so in Taiwan allgemein mit elf Prozent der Befragten (Chen, Hsiao and Yip, 2021), in Senegal mit 23 Prozent für Sturmfluten und 15 Prozent für Erosionsereignisse (Diouf et al., 2020), und in Bangladesch mit 43 Prozent für Erosionsereignisse, 70 Prozent für Sturmfluten und mehr als 80 Prozent für stärkere Gefahr durch tropische Wirbelstürme (Islam et al., 2020).

Neben der Zerstörung von Infrastruktur werden auch die zeitlichen und räumlichen Einschränkungen in der Kleinen Küstenfischerei durch Extremereignisse immer stärker als Belastung empfunden. Die Intensivierung der tropischen Wirbelstürme ist im Golf von Bengalen auf den zunehmenden Wärmeinhalt des nördlichen Indischen Ozeans zurückzuführen (Balaguru et al., 2014), während im nordwestlichen Pazifik (Taiwan, Japan) und im südwestlichen Pazifik (Ozeanien) eine Verstärkung der tropischen Wirbelstürme bei El Nino-Phasen festzustellen ist (Bertrand et al., 2020).

Im Ozean bedeuten El Nino-Phasen die enorme Verbreitung sehr warmen Oberflächenwassers mit oft katastrophalen Folgen für Flachwasserökosysteme. Die extremen El Nino's der Jahre 1982/83, 1997/98 und 2015/16 waren Auslöser von Korallenbleichen und trugen zur irreversiblen Zerstörung von Riffökosystemen im westlichen Pazifik bei. Neben den Einbußen in der artisanalen Rifffischerei, Rückgängen in der Fischerei auf Kammmuscheln und anderen Wirbellosen, verschieben wichtige Zielarten wie Tuna während der El Nino-Phasen ihr Verbreitungsgebiet: Sie sind nicht mehr im Bereich der Kleinen Küstenfischerei zugänglich (Bertrand et al., 2020). Im östlichen Pazifik vermindert El Nino die biologische Produktion in den Auftriebsgebieten vor Peru und Chile mit erheblichen Folgen für die industriellen Fangflotten und die Kleine Küstenfischerei.

3 Gesellschaftliche Prozesse und Überfischung

Die Fangerträge vor Westafrika in der Kleinen Küstenfischerei sind regional von 1997 bis 2006 um durchschnittlich fast 30 Prozent gesunken. Der Versuch, die lokalen Engpässe in den Ressourcen durch erhöhte Mobilität auszugleichen, hat dort zum Entstehen der 'pêcheurs migrants' (Wanderfischer) geführt. Die Ursachen dafür sind vielfältig (Marquette et al., 2002; Binet et al., 2013; Abobi, 2015): Landflucht aus Trockenheitsgebieten der Sahel-Zone seit den 1970'er Jahren in den Bereich der Küstenfischerei mit anschließendem wirtschaftlichen Druck durch fischereiliche Überkapazität; politische Unruhen in Mauretanien, Guinea-Bissau, Liberia und Sierra Leone;  Bewegungen über nationale Grenzen hinweg wegen ausgebeuteter lokaler Fischbestände.

Offene Pirogen sind sind bis zu 15 Metern lang und haben eine gewisse Hochseetauglichkeit. © FAO / Peter Lowrey

Die Migration wird durch die Bauweise der Fahrzeuge in der Kleinen Küstenfischerei begünstigt – es handelt sich um offene Pirogen von bis zu 15 Metern Länge mit einer gewissen Hochseetauglichkeit. Schätzungen gehen davon aus, dass die 'pêcheurs migrants' bis zu 15 Prozent der jährlichen Gesamtfangmenge abschöpfen und so erhebliche Konkurrenz zu ortsfesten Fischereigemeinschaften entwickeln. Zu Verteilungskämpfen kam es z.B. im südlichen Senegal/Casamance, wo lokale Gemeinschaften ein strenges Überwachungssystem mit Lizensierung von Fischereikanus und räumlichem Management entwickelt haben, um den hauptsächlich aus den südlichen Anrainerstaaten kommenden 'pêcheurs migrants' zu begegnen und diese auszugrenzen (Cormier-Salem, 2014). Mittlerweile stellen die Boote der 'pêcheurs migrants' auch einen erheblichen Teil der Fluchtkapazität aus Afrika nach Europa (Binet et al., 2013).

4 Managementansätze

Das Beispiel aus dem südlichen Senegal zeigt, dass Zonierungskonzepte mit privilegiertem Zugang zu Fanggebieten ein Mittel sind, um die Kleine Küstenfischerei zu stützen. Weitere solche Konzepte sind im Bereich des südwestlichen und südöstlichen Pazifiks, des Mittelmeeres und vor Brasilien bekannt – allerdings mit variierenden Zielsetzungen. Im südwestlichen Pazifik wird im Inselstaat Vanuatu ein flexibles Zonierungssysstem praktiziert, das gleichzeitig auf Armutsverhinderung und Ressourcenschonung abzielt. So kann Zugang zu schonenenden 'no take'-Zonen ermöglicht werden, um besonderen Einkommensverlusten vorzubeugen. Zudem wurden Fangalternativen im tieferen Wasser zum Ausgleich für Schließungen im Flachwasserbereich geschaffen (Bertrand et al., 2020).

Vor Chile regelt ein Zonierungssystem das Verhältnis zwischen Kleiner Küstenfischerei und industrieller Hochseeflotte (Castilla, 2010). Der Küste vorgelagert ist ein fünf Seemeilen weiter Bereich, der ausschließlich der Kleinen Fischerei vorbehalten ist. Wirtschaftliche Sicherheit wurde durch die Einführung von individuell zugeordneten Fischereiquoten hergestellt (ITQ). Vergleichbare Beispiele von Zonierung zwischen Kleiner Küstenfischerei und Hochseetrawlern gibt es im Mittelmeer (Dedej et al., 2019). Diese schließt auch Naturschutzaspekte mit ein und besteht aus 'no take-no access'-Zonen, Zonen nur für die Kleine Küstenfischerei und offenen Meeresbereichen für alle Fischereiformen. Vor Korsika in der Meerenge von Bonifacio konnten so die Erträge der Kleinen Küstenfischerei um das 2,3-fache gesteigert werden.

Das Zonierungssystem entlang der Costa dos Corais im Nordosten Brasiliens wurde etabliert, um einen Ausgleich zwischen den Interessen der Tourismuswirtschaft und der Kleinen Küstenfischerei herzustellen. Diese Zonierung ist unabhängig vom Ressourcenstatus und nicht flexibel. Als durch einen Ölunfall vor der Küste die erzielbaren Erträge um mehr als 50 Prozent fielen, konnten die Einkommensverluste der Kleinen Küstenfischerei daher nicht durch Diversifizierung von Fangplätzen und Fischarten ausgeglichen werden (de Oliveira Estevo et al., 2021)

Das Beispiel aus Brasilien zeigt, dass die ökologischen Folgen nie losgelöst von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Kleine Küstenfischerei betrachtet werden können. In einer Analyse der Rentabilität der Kleinen Küstenfischerei vor Senegal erwies sich der Anstieg des Treibstoffpreises als einer der Profitkiller (Ba et al., 2017). Um die wirtschaftlichen Einbußen auszugleichen, wurde z.T. der Fangaufwand vergrößert, was sich aber negativ auf die Ertragslage und die Bestandsentwicklung rückkoppelte. In wirtschaftlich starken Regionen kommen oft Kompensationszahlungen ins Spiel (siehe Abwrackprämie), doch gerade in Afrika, Süd- und Mittelamerika und den pazifischen Kleinstaaten findet diese Form der Unterstützung kaum statt (Sumaila et al., 2016).

5 IYAFA 2022

Unter dem UN-Nachhaltigkeitsziel 14.b wird angestrebt, den Zugang zu Märkten und Ressourcen für die Kleine Küstenfischerei zu stärken. Dies bedeutet einen klaren Paradigmenwechsel, da bislang die Kleine Küstenfischerei weltweit hinter den Interessen stärkerer Akteure zurückstehen musste (Cohen et al., 2019). Ein Ansatz, dies zu erreichen, ist die Diversifizierung der Kleinen Küstenfischerei in Regionen mit stark schwankenden Ressourcen, wie beispielsweise als Folge von El Nino (Bertrand et al., 2020).

Die erforderliche finanzielle Ausstattung kann durch Steuererleichterungen, mittelfristige finanzielle Planungshilfen oder Zahlungsanreize erfolgen (FAO, 2020). Auch der Weg zu höheren Erzeugerpreisen kann unterstützt werden, etwa mit Hilfe von Zertifikaten, die besonders das Nachhaltigkeitspotential der Kleinen Küstenfischerei unterstreichen. Mit solcher Stärkung kann es gelingen, dass die Kleine Küstenfischerei auch unter den negativen Vorzeichen des Klimawandels die ihr zugedachte Rolle bei der Ernährungssicherheit und Armutsbekämpfung erfüllen kann (FAO, 2018).

Referenzen:

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Dr. Heino Fock Thünen-Institut für Seefischerei, Hamburg
Letzte Aktualisierung 08.08.2021

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