Irankrieg: Dünger- oder Nahrungsmittelkrise?
Die anfällige Lieferkette für Dünger wird in der Kombination mit erhöhten Energie- und Transportkosten ärmere Länder und Haushalte ungleich belasten. Eine handfeste Ernährungskrise hängt vom Verlauf des Kriegs ab.
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Der Iran-Krieg hat wichtige Lieferketten unterbrochen und die Kosten für Energie und Düngemittel – beides unverzichtbare landwirtschaftliche Betriebsmittel – in die Höhe getrieben. Dies hat Befürchtungen vor einer weiteren weltweiten Nahrungsmittelkrise geschürt. Die Fähigkeit der Welt, ausreichend Nahrung zu erzeugen, ist zunehmend gefährdet, da die Kosten für Betriebsmittel in die Höhe geschnellt sind, die Düngemittelexporte aus den Golfstaaten ausgesetzt wurden und die Erzeuger vor beispiellosen Herausforderungen stehen.
Die Krise bei den Produktionsmitteln
Vor dem Iran-Krieg hatten sich die Düngemittelpreise Anfang 2026 gefestigt, aufgrund der saisonalen Nachfrage nach Düngemitteln für die Frühjahrsdüngung in der nördlichen Hemisphäre. Nach der Sperrung der Straße von Hormus Ende Februar 2026 schossen die Preise dann jedoch in die Höhe, zum Beispiel verdoppelten sich die Preise für Harnstoff – ein wichtiger chemischen Dünger – innerhalb weniger Wochen (Abbildung 1). Auch die Preise für Phosphatdünger sind gestiegen, wenn auch moderater, ausgehend von einem bereits hohen Niveau.
Die Harnstoffpreise gaben im Mai etwas nach, (Abbildung 1), nachdem China sein Exportverbot für Harnstoff zurücknahm und die Nachfrage mit dem Ende der Frühjahrsdüngung auf der nördlichen Halbkugel nachließ (AMIS 2026a). Dennoch bleibt der Aufwärtsdruck auf die Preise hoch, da die Versorgung mit Düngemitteln wegen der anhaltenden Sperrung der Straße von Hormus weiter eingeschränkt ist.
Etwa ein Drittel der weltweiten Harnstoffausfuhren kommt aus dem Nahen Osten. In den vergangenen drei Monaten sind schätzungsweise 3,9 Millionen Tonnen dieser Exporte eingestellt worden. Das entspricht etwa 30 Prozent der jährlichen Düngemittelausfuhren der Golfstaaten. Die meisten Anlagen in der Region haben ihre Produktion inzwischen gedrosselt, um übermäßige Lagerbestände zu vermeiden. Zwar lässt sich Harnstoff normalerweise mehrere Monate lagern, doch können hohe Temperaturen und Feuchtigkeit der Qualität schaden. Je länger der Konflikt dauert und die Straße von Hormus gesperrt bleibt, desto größer wird die Gefahr, dass erhebliche Engpässe bei der Düngemittelversorgung drohen.
Abb.1. Anstieg der Düngemittelpreise (Harnstoff, in Dollar pro MT)
Der Konflikt hat zudem generell die Erzeugung von Harnstoff verteuert, da die Preise für wichtige Vorprodukte (Erdgas und Ammoniak) stark angestiegen sind. Bei Phosphatunternehmen ist Schwefel zu einem großen Kostenfaktor geworden, da die Preise deutlich über dem historischen Durchschnitt liegen – schließlich stammen 40 bis 45 Prozent der weltweiten Schwefelexporte auch aus der betroffenen Krisenregion. Ausfuhrbeschränkungen anderer Lieferanten haben diesen Preisanstieg noch weiter verschärft. Noch angespannter sind die Phosphatmärkte. Etwa 20 Prozent des weltweiten Phosphatangebots stammen aus Saudi-Arabien.
Andauernde Militärschläge und vorübergehende Produktionsstillstände in Bahrain, Iran und Katar führen vor Augen, wie anfällig diese Lieferkette für landwirtschaftliche Betriebsmittel geworden ist. Eine Düngemittelfabrik nach einer Stilllegung wieder in Betrieb zu nehmen, dauert in der Regel fünf bis acht Wochen; bei Struktur- und Reparaturschäden kann es mehrere Jahre dauern. In der Zwischenzeit haben andere Lieferanten die Exporte aus der Golfregion teilweise übernommen, wenn auch zu höheren Preisen.
Kein direkter Getreidemangel – aber höhere Betriebskosten
Die jetzige Lage unterscheidet sich von der weltweiten Krise der Nahrungsmittelpreise, die nach der COVID-Pandemie und dem Beginn des Russland-Ukraine-Kriegs ausbrach (Vos, 2025). Damals waren sowohl Getreide- als auch Düngemittel knapp. Die Länder des Nahen Ostens sind jedoch keine bedeutenden Getreideexporteure, es besteht also heute kein direkter Getreidemangel, die internationalen Lebensmittelpreise sind deshalb relativ stabil geblieben, insbesondere für Getreide (FAO-Lebensmittelpreisindex, Abbildung 2). Bei Pflanzenölen sind die Preise allerdings seit der Sperrung der Straße von Hormus stark gestiegen, hauptsächlich aufgrund höherer Erdölpreise und der gestiegenen Nachfrage nach Biokraftstoffen.
Abb.2 Internationale Lebensmittelpreise, seit 2019 (FAO-Index)
Aktuell deuten die Warnsignale auf anstehende Probleme wegen erhöhter Kosten für Düngemittel, Kraftstoff, Transport, Energie für Bewässerung und Agrargeräte sowie für Finanzierungen. Der Kostenanstieg für Betriebsmittel schlägt inzwischen auf Vertrieb und Verarbeitung von Lebensmitteln durch. Steigende Energiepreise treiben zudem die Transport- und Verarbeitungskosten in die Höhe, und auch die Kühlung von Lebensmitteln wird teurer, was das Risiko für Lebensmittelverluste erhöht. Auch Nahrungsmittelhilfe wird mehr Geld kosten.
Als Reaktion auf die Krise könnten Landwirte beschließen, weniger zu düngen. Dies könnte zu niedrigeren Erträgen führen und das Angebot an Nahrungsmitteln verknappen. Wie sich die Folgen hoher Preise und des begrenzten Düngerangebots konkret auswirken werden, bleibt jedoch abzuwarten. Dabei spielt die jeweilige Abhängigkeit eines Landes von der Golfregion eine entscheidende Rolle, sowie die konkrete Lage der Landwirte, in welchem Ausmaß sie die Rentabilität ihrer Betriebe durch höhere Inputkosten gefährdet sehen.
Die vielschichtigen Folgen der Irankrise im Einzelnen
Erstens: Die weltweiten Preissteigerungen bei Düngemitteln sind zwar allgemein spürbar, doch das Risiko einer direkten Knappheit ist in den wichtigsten Anbaugebieten unterschiedlich groß. In den USA hatten die meisten Landwirte bereits ausreichende Vorräte für die Frühjahrsaussaat angelegt, allerdings könnte die Düngung im Herbst gefährdet sein, abhängig davon, wie sich die Krise weiterentwickelt. In Brasilien sind Landwirte fast vollständig von Einfuhren abhängig, die zu 40 Prozent über die Straße von Hormus kommen. Sie mussten in den ersten zwei Wochen seit Beginn des Konflikts einen Anstieg der lokalen Düngemittelpreise um über 35 Prozent in Kauf nehmen. Indien hat genügend Vorräte für die Kharif-Ernte, die zu Beginn der Monsunzeit im Juni–Juli ausgesät wird. Für die Rabi-Saison im Winter ist die Versorgung wegen der hohen Abhängigkeit von Düngemittel- und Erdgaslieferanten aus Nahost ungewiss. Bauern in Afrika südlich der Sahara, insbesondere aber Ostafrika, sind besonders gefährdet, da ein Drittel ihrer Düngemittelvorräte aus der Golfregion stammt. Sie sehen sich zudem mit hohen Transport- und Vertriebskosten konfrontiert (Vos et al. 2025; Hebebrand et al. 2026).
Zweitens könnten die Bauern wegen höherer Kosten weniger düngen, mit negativen Folgen für die Erträge. Diese Gefahr ist für die Aussaaten im Spätsommer und Herbst besonders groß. Bislang sind die Preise für Grundnahrungsmittel nicht im gleichen Maße gestiegen wie die Produktionskosten, was für die Bauern problematisch ist. Abbildung 3 zeigt den relativen internationalen Preis für Harnstoff im Vergleich zu den internationalen Preisen für Reis, Weizen, Mais und Sojabohnen. Ein Anstieg des Preisverhältnisses zwischen Düngemitteln und Nutzpflanzen deutet darauf hin, dass Betriebsmittel für die Bauern weniger erschwinglich geworden sind, was die Marge ihrer Betriebe beeinträchtigt.
Abb.3 Krise der Erschwinglichkeit für Landwirte: relativer Preis von Harnstoff im Verhältnis zu Grundnahrungsmittelpreisen, seit 2022
(Anmerkung: Die Schätzung des Verhältnisses zwischen Düngemittel- und Erntepreisen folgt der Methodik des Agricultural Market Information System (AMIS, 2024). Für jede Kombination aus Land und Kulturpflanze wird der Import- oder Einzelhandelspreis des am häufigsten verwendeten Düngemittelprodukts gegen den Referenzpreis der Grundnahrungsmittel in den wichtigsten Anbaugebieten und Ländern gewichtet.)
Drittens würden sich die Düngemittelmärkte selbst bei einem Ende des Konflikts heute (Mitte Juni) nicht vor Ende 2026 wieder normalisieren. In einem pessimistischeren Szenario wird erwartet, dass sich die Düngemittelkrise bis ins Jahr 2028 hinziehen könnte (Arita et al. 2026), wenn der Konflikt länger andauert und die Schiffslieferungen in der Straße von Hormus weiterhin blockiert werden.
Viertens versuchen Regierungen verstärkt, die negativen Folgen des geringeren Düngemitteleinsatzes für die Nahrungsmittelversorgung einzudämmen. Die jüngste Entscheidung Chinas von Ende Mai, das Ausfuhrverbot für Harnstoff aufzuheben, könnte dazu beitragen, den Anstieg der Weltmarktpreise zu drosseln. Das US-Landwirtschaftsministerium hat Anreize für die heimische Düngemittelherstellung beschlossen und ein Programm neu aufgelegt, das Landwirte bei der Einführung von Anbaumethoden unterstützt, die weniger chemischen Dünger erfordern. Es kann allerdings ein Jahr oder länger dauern, bis sich dies auf die Düngemittelpreise auswirkt.
Ähnlich will der Düngemittel-Aktionsplan der EU (EU 2026) sowohl die Produktion ankurbeln als auch düngersparende Anbaupraktiken fördern. Dabei werden Landwirte gezielt finanziell unterstützt, um steigende Betriebskosten und Versorgungsengpässe abzufedern. Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen greifen traditionell auf Subventionen für Betriebsmittel zurück. Doch die Bauern für den steilen Anstieg der Düngerpreise zu entschädigen, würde die meisten Regierungen, insbesondere in Subsahara-Afrika, höchstwahrscheinlich finanziell überfordern.
Um Landwirte nachhaltig vor Preisschwankungen zu schützen, sind in Zukunft erhebliche Investitionen in Alternativen wie Biodünger und düngemittelsparende Anbaumethoden erforderlich, wie beispielsweise die konservierende Landwirtschaft. Viele Landwirte werden die aktuellen Turbulenzen und die damit einhergehenden höheren Betriebskosten wohl durchstehen müssen. Sie können nur darauf hoffen, dass die Regierungen den nachhaltigen Anbau von Nahrungsmitteln weiter fördert, um die Abhängigkeit von chemischem Dünger und fossilen Brennstoffen insgesamt zu verringern.
Was bedeutet die Krise für die Verbraucher und die Armen?
In wohlhabenderen Ländern machen die Kosten der Landwirtschaft nur einen kleinen Teil des Endpreises von Lebensmitteln aus, sodass sich eine Erhöhung nicht unmittelbar in einer Verteurung von Lebensmitteln niederschlägt. Energie- und Transportkosten wirken sich dagegen auf das gesamte Preissystem aus. Dabei kann es drei bis sechs Monate dauern, bis sich diese höheren Kosten in den Ladenpreisen erkennbar machen, danach bleiben sie oft noch 12 bis 18 Monate nach dem Anstieg auf dem Niveau bestehen. Mit steigenden Energiepreisen droht zudem eine Beeinträchtigung der Lebensmittelqualität und -sicherheit – insbesondere wenn sie erschweren, Lebensmittel zu kühlen oder sicher zu verarbeiten.
Seit Beginn des Irankriegs hat sich die Inflation bei den Verbraucherpreisen weltweit deutlich beschleunigt, was die höheren Energie- und Transportkosten widerspiegelt. Der allgemeine Verbraucherpreisindex (VPI) in Ländern mit hohem Einkommen ist seit Beginn des Konflikts um etwa 2,5 Prozent gestiegen, was zu einem jährlichen Anstieg von fast 4,2 Prozent führt (OECD 2026; IWF 2026). Beim VPI in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen gab es seit Beginn des Konflikts einen Anstieg um schätzungsweise 3,6 Prozent, wodurch die jährlichen Inflationsraten im April auf durchschnittlich 7,8 Prozent kletterten.
Die Last der gestiegenen Verbraucherpreise wird ungleich verteilt bleiben. Am stärksten werden sie jene Länder und Verbraucher treffen, denen es am wenigsten gelingt, steigende Kosten abzufedern. Haushalte in Ländern mit niedrigem Einkommen geben rund 50 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Das bedeutet: Steigen die Lebensmittelpreise um 10 Prozent, sinkt ihr verfügbares Einkommen um 5 Prozent. Familien in Ländern mit hohem Einkommen bezahlen anteilig dagegen deutlich weniger für Lebensmittel. Preissteigerungen belasten sie daher deutlich geringer. Mit anderen Worten: Störungen in den Lieferketten und steigende Preise treffen diejenigen am härtesten, die weniger Kaufkraft und einen schwächeren sozialen Schutz haben.
Arme Länder, die auf Lebensmitteleinfuhren angewiesen sind, stehen vor einer zusätzlichen Herausforderung. Sie sind nämlich dem sogenannten Dollar Double-Whammy (Doppelschlag des Dollars) ausgesetzt. Nicht nur steigen die weltweiten Rohstoffpreise, abgerechnet in US-Dollar, sondern geopolitische Instabilität führt oft dazu, dass der Dollar noch an Wert gewinnt. Folglich erhöhen sich die Preise weiter, sobald diese Länder die Importkosten in ihre Landeswährung umrechnen. Dies belastet die Haushalte und macht Lebensmittel noch schwerer bezahlbar.
Wenn die Versorgung mit Nahrungsmitteln zurückgeht, besteht zudem die Gefahr, dass große Erzeugerländer ihre Exporte drosseln, um die eigene Versorgung zu sichern, wie sie es bereits bei früheren globalen Nahrungsmittelpreisschocks getan haben (Martin et al. 2024). Dadurch sinkt die weltweit verfügbare Nahrungsmittelmenge und der Preisanstieg beschleunigt sich, was wiederum importabhängige Länder am stärksten trifft.
Auf die humanitären Lieferketten ist der Druck besonders direkt. Laut dem jüngsten Globalen Bericht über Nahrungsmittelkrisen waren im Jahr 2025 fast 300 Millionen Menschen von starker Ernährungsunsicherheit betroffen und auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen (Global Report on Food Crises/GNAFC 2026). Ihre Lage wird sich weiter verschlechtern, da steigende Benzin- und Rohstoffpreise die Kaufkraft der ohnehin schon stark gekürzten Hilfsbudgets weiter schmälern. Es dürften weniger Nahrungsmittel verteilt werden, was die Ernährungsunsicherheit gefährdeter Bevölkerungsgruppen weiter verschärfen wird.
Sollte sich der Irankrieg trotz aller Verhandlungsbemühungen noch länger hinziehen, könnte es durchaus zu einer globalen Krise der Lebensmittelpreise kommen. Sollten die Feindseligkeiten jedoch in den kommenden Wochen enden und der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder frei fließen, ist eine globale Lebensmittelkrise eher unwahrscheinlich.
Für viele arme Haushalte mit geringem Einkommen wird die Krise in jedem Fall die Kaufkraft und den Zugang zu Nahrungsmitteln verschlechtern. Landwirte werden durch den eingeschränkten Zugang zu Betriebsmitteln in Mitleidenschaft gezogen. Die humanitäre Hilfe für mehrere hundert Millionen Menschen, die bereits jetzt unter akuter Ernährungsunsicherheit und Unterernährung leiden, wird ebenfalls geschwächt.
Referenzen:
AMIS (2024) AMIS fertilizer/crop ratio. AMIS Market Monitor Background Note No. 2. Rome: Agricultural Market Information System. Fertilizer_Background_Note_2_AMIS_fertilizercrop_price_ratio_77ad6745c7.pdf
AMIS (2026a) Agricultural Market Monitor, June 2026. Rome: Agricultural Market Information System. AMIS Agricultural Market Information System
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Arita, Shawn, Wang, Ming, Kim, Jiyeon, Chakravorty, Rwit, and Steinbach, Sandro (2026). Strait of Hormuz Disruption Scenarios and Fertilizer Purchasing Risks for U.S. Crop Producers. Agricultural Risk Policy Center, North Dakota State University. farmdoc daily (16):75 (April 29). Strait of Hormuz Disruption Scenarios and Fertilizer Purchasing Risks for U.S. Crop Producers - farmdoc daily
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GNAFC (2026) Global Report on Food Crises 2026. Rome: Global Network Against Food Crises and Partners. Global Report on Food Crises | Global Network Against Food Crises (GNAFC)
Hebebrand, Charlotte, Glauber, Joseph, Vos, Rob, and Rice, Brendan (2026). The Iran war’s impacts on global fertilizer markets and food production. IFPRI Blog. April, 1. The Iran war's impacts on global fertilizer markets and food production | IFPRI
IMF (2026) IMF World Economic Outlook. April 2026: Global Economy in the Shadow of War. Washington D.C.: International Monetary Fund. World Economic Outlook, April 2026; Global Economy in the Shadow of War; April 14, 2026
Martin, Will, Mamun, Abdullah, Minot, Nick, and Vos, Rob. 2024. Trade policy and food price volatility: Beggar thy neighbor or beggar thyself? IFPRI Blog Research Post. June 7. https://www.ifpri.org/blog/trade-policy-and-food-price-volatility-beggar-thy-neighbor-or-beggar-thyself/
OECD (2026). OECD Economic Outlook, Volume 2026 Issue 1. Paris: Organization for Economic Development and Cooperation (June, 3). OECD Economic Outlook, Volume 2026 Issue 1 | OECD
Vos, Rob, Glauber, Joseph, Hebebrand, Charlotte, and Rice, Brendan (2025). Global shocks to fertilizer markets: Impacts on prices, demand and farm profitability. Food Policy 133 (102790). https://doi.org/10.1016/j.foodpol.2024.102790


