Au secours du Congo
Geschichten aus Goma
Das ist Florence.
Florence lebt in Goma, wo viele Frauen kaum Chancen haben, mit eigener Arbeit ein verlässliches Einkommen aufzubauen. Trotz großer Eigeninitiative reichte ihr Verdienst aus dem Straßenverkauf von Säften nicht aus, um ihre Familie abzusichern. Eine Ausbildung oder ein Kredit waren für sie nicht erreichbar. Die instabile Sicherheitslage verstärkte ihre prekäre Lage noch zusätzlich. Durch die Teilnahme am Projekt lernte sie die Pilzzucht und erhielt über eine Spar- und Kreditgruppe das nötige Startkapital. „Ich habe mich ohne große Hoffnungen beworben, da wir uns mitten im Krieg befanden. Aber als ich ausgewählt wurde, wurde mir klar, dass dies eine zweite Chance für mich war.“
Ein Vorbild für wirtschaftliche Selbstständigkeit
Sofort begeisterte sie sich für die neue Tätigkeit in der Pilzzucht, die landwirtschaftliche Abfälle verwertet und unabhängig von den Jahreszeiten das ganze Jahr über eine stabile Einnahmequelle darstellt. Florence erhielt mehrere Wochen lang umfassende Unterstützung in den Techniken der Pilzzucht und bekam finanzielle Beratung und Zugang zu einer dörflichen Kleinkreditgruppe. Drei Monate später konnte sie dank der ersten Ernten ihren Kredit vollständig zurückzahlen. Mit ihrer eigenen kleinen Pilzproduktion verdient sie heute genug, um ihre Familie selbstständig zu versorgen. In ihrer Gemeinde ist Florence zu einem Vorbild für andere Frauen geworden. Sie zeigt, wie neue Chancen entstehen, wenn Ausbildung und Finanzierung zugänglich werden.
