Von MDGs zu SDGs: Der aktuelle Stand der Entwicklungsziele

Die 17 neuen Ziele auf einem Blick. Infographic via globaldaily.com/Twitter
Die 17 neuen Ziele auf einem Blick. Infographic via globaldaily.com/Twitter

Der Post-Agenda 2015 Prozess ist auf der Zielgerade angekommen. Die wohl finale Version der SDG ist veröffentlicht worden. Im September 2015 werden sich die Staats- und Regierungschefs aller UN-Mitgliedstaaten in New York treffen, um die Sustainable Development Goals (SDGs) zu verabschieden.  Sie gelten für die kommenden 15 Jahre und lösen die Millenniumsziele ab, die 2015 auslaufen. Die neuen Ziele sollen zu nachhaltigem Fortschritt in wirtschaftlichen, sozialen und in ökologischen Fragen führen und sind das Ergebnis eines langwierigen und von vielen Kompromissen begleiteten Aushandlungsprozesses. Sie basieren damit auf dem breitesten Konsultationsprozess, den die UN je organisiert hat.

Was ist das Neue an den SDGs? 

 Der Gipfelfahrplan

Der Gipfelfahrplan

Info-Grafik: Der Gipfelfahrplan

Die Nachhaltigkeitsziele (SDG) unterscheiden sich von den Millenniumszielen (MDG) vor allem in zwei Punkten:

  • Sie sind universell gültig, sie gelten für alle Länder also auch für die Reichen.
  • Sie sind umfassender, weil sie wirtschaftliche, soziale und ökologische Ziele unter einem Dach vereinen.

Das ist ein sehr ambitioniertes Unterfangen, das es bislang im Rahmen der Vereinten Nationen noch nicht gegeben hat.
Dies wird auch im Titel der neuen Zielagenda deutlich: Transforming Our World: The 2030 Agenda for Sustainable Development.

17 Ziele für eine nachhaltige Welt: Sie sollen die globale Agenda bis zum Jahr 2030 vorgeben

Doch es gibt natürlich auch Kritik. Umstritten sind vor allem noch einige Passagen bei den Umsetzungsmitteln (means of implementation), etwa zur Rechenschaftspflicht von Unternehmen oder zu internationalen Steuerfragen. Das fordern wir als Welthungerhilfe von den Staatschefs während des UN-Gipfels im September fordern.

Zwei wichtige Ziele für 2030: Hunger und Armut weltweit besiegen

Für die Welthungerhilfe stehen die ersten beiden Ziele im Mittelpunkt: Extreme Armut und Hunger sollen bis 2030 überwunden sein. Wie bei vielen internationalen Dokumenten so sind auch in diesem die Ziele sehr viel wohlklingender und stärker formuliert als die Passagen über die Umsetzung. Gleichwohl werden wir gemeinsam mit anderen in den nächsten Jahren daran arbeiten, dass das Ziel „kein Hunger bis 2030“ umgesetzt wird.

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Erfahren Sie noch mehr über das Gipfeljahr 2015!

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