Entwicklungshelfer: Eine gefährliche Arbeit

Entwicklungshelfer: Eine gefährliche Arbeit

Angriffe auf Mitarbeiter von Hilfsorganisationen häufen sich. Was ist zu tun?

Entführungen und Angriffe auf Mitarbeiter nichtstaatlicher Organisationen in Entwicklungsländern haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Allein im Jahr 2012 wurden 272 Mitarbeiter angegriffen, 66 kamen dabei ums Leben. Seit dem Bürgerkrieg in Syrien wissen wir, dass Entwicklungshelfer auch bewusst zum Ziel von Angriffen werden können

Wenn sie die Sicherheit ihrer Mitarbeiter nicht mehr garantieren können, stellen viele Hilfsorganisationen ihre Arbeit in den entsprechenden Ländern ein. In Afghanistan, im Sudan, in Somalia und in Pakistan passiert das am häufigsten, diese Regionen gelten als besonders gefährlich.

Infografik

Bis vor einigen Jahren ließ sich der Großteil der Zwischenfälle auf kriminelle Ursprünge zurückführen. Entwicklungshelfer wurden überfallen, weil die Angreifer hofften, Geld oder Wertgegenstände zu erbeuten. Inzwischen sind viele Gewaltakte politisch motiviert. Entwicklungshelfer werden entführt oder getötet, um Gefangene freizupressen oder politische Entscheidungen durchzusetzen.

Damit Übergriffe gar nicht erst passieren, haben Entwicklungsorganisatio-nen verschiedene Strategien zum Schutz ihrer Mitarbeiter entwickelt. So werden manche mit Waffen ausgestattet oder bei ihrer Arbeit von bewaffnetem Begleitschutz eskortiert. Die Welthungerhilfe verzichtet grundsätzlich auf solche militärischen Maßnahmen.

Die Welthungerhilfe bemüht sich, von der Bevölkerung als helfende Organisation akzeptiert – und eben deshalb nicht angegriffen zu werden. Um das zu erreichen, arbeitet die Welthungerhilfe eng mit Beratern und Vermittlern zusammen, die die Bevölkerung im jeweiligen Land kennen und auch Kontakt zu den Konfliktparteien herstellen können. Von der Zentrale in Bonn aus achtet außerdem ein Sicherheitsberater darauf, dass die notwendigen Schutzmaßnahmen in den Konfliktregionen eingehalten und durchgeführt werden.

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Andrea Padberg

Andrea Padberg

Fachreferentin

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