Nachruf Henning Mankell

Henning Mankell – ein Streiter für Afrika

Henning Mankell war zur 50-Jahr-Feier der Welthungerhilfe am 14. Dezember 2012 in Berlin eingeladen.
Henning Mankell war zur 50-Jahr-Feier der Welthungerhilfe am 14. Dezember 2012 in Berlin eingeladen.

„Jedes Mal, wenn ein guter Mensch stirbt, ist es, als brenne eine Bibliothek ab“, so ein afrikanisches Sprichwort. Dieser Spruch passt auf den am 5. Oktober verstorbenen Schriftsteller Henning Mankell nur zu gut. Mit seinem Tod verliert die Welt nicht nur einen Romancier, sondern auch einen entschiedenen Streiter für die Menschen in Afrika. Dies bedauert die Welthungerhilfe sehr.

„Die Armut des afrikanischen Kontinents ist kein Normalzustand. Denn der Kontinent ist arm gemacht worden. Es gibt keine hinnehmbaren Gründe dafür, dass ein einziger Afrikaner ohne Nahrung bleiben sollte“, so appellierte der Schriftsteller in dem Bildband „Es ist möglich“. Im Rahmen ihrer 50-Jahr-Feier 2012 war es der Welthungerhilfe gelungen, Henning Mankell zu einer Mitarbeit an dem Bildband zu gewinnen und ihn als Gast bei den Feierlichkeiten begrüßen zu dürfen.

Hening Mankell hatte einen klaren Blick für die wichtigen Themen und wie man den Menschen auf der ganzen Welt auf Augenhöhe begegnet. Seine Erfahrungen sammelte Henning Mankell vor allem in Mosambik, das ihm seit den 1980er Jahren zu einer zweiten Heimat wurde. Er lebte abwechselnd dort und in Schweden.

Vor allem das „Teatro Avenida“, das einzige professionelle Theater in Mosambik lag ihm sehr am Herzen. Als künstlerischer Leiter und gelegentlicher Regisseur förderte er es mit Erfolg nach Kräften. Seine Arbeit wird noch lange nachwirken.

Seit den 1980er Jahren unterstützte Henning Mankell das einzige – und mittlerweile sehr erfolgreiche – „Teatro Venida“ in Mosambik. © Pilar
Seit den 1980er Jahren unterstützte Henning Mankell das einzige – und mittlerweile sehr erfolgreiche – „Teatro Venida“ in Mosambik. © Pilar
Die Direktorin des „Teatro Avenida“ Manuela Soeiro war eine langjährige Wegbegleiterin des Schriftstellers. Sie ist bis heute an dem Theater tätig. © Pilar
Die Direktorin des „Teatro Avenida“ Manuela Soeiro war eine langjährige Wegbegleiterin des Schriftstellers. Sie ist bis heute an dem Theater tätig. © Pilar
Durch sozialkritische Stücke will das „Teatro Avenida“ auf die Situation der Menschen in Mosambik aufmerksam machen. © Pilar
Durch sozialkritische Stücke will das „Teatro Avenida“ auf die Situation der Menschen in Mosambik aufmerksam machen. © Pilar
Bildband: "Es ist möglich. Vorbilder für eine bessere Welt. 27 Porträts."

27 Wege zum Glück – und zu einer besseren Welt

Gerade dort, wo bitterste Armut herrscht, haben Menschen den Traum von einem besseren Leben nie aufgegeben. Und die Ärmsten der Armen beweisen oft mehr Kraft, Erfindungsreichtum und Überlebenswillen, als wir es uns in unserer reichen Welt vorstellen können. Menschen aus Asien, Afrika und Lateinamerika berichten im Jubiläums-Bildband der Welthungerhilfe von ihren Träumen und davon, welche mutigen Schritte sie unternehmen, um sie zu verwirklichen.

Herausgegeben von der Deutschen Welthungerhilfe e. V., »Es ist möglich. Vorbilder für eine bessere Welt – 27 Porträts«. Mit Texten von Henning Mankell, Hans Christoph Buch und Ilija Trojanow. Knesebeck-Verlag, München 2012, 212 Seiten mit rund 200 farbigen Abbildungen, Weltkarte und Glossar. Gebunden, mit Schutzumschlag, 24,95 Euro.

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Vision

Eine Welt frei von Hunger und Armut

Mit der festen Überzeugung, dass eine Welt ohne Hunger und Armut möglich ist, arbeitet die Welthungerhilfe täglich daran, überflüssig zu werden.

Kontakt

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+49 228-22 88 127

Weiterführende Links

„Teatro Avenida“ in Mosambik

Henning Mankell im Bildband der Welthungerhilfe

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