Dürrekatastrophe in Kenia

Dunkle Wolken, aber es will einfach nicht regnen

Blogbeitrag: Dürregeplagt, unterernährt und Schwerstarbeit: Die starken Frauen aus Kajiado/Kenia geben nicht auf (Oktober 2009)

Das Video zur Reise: "Eine Reise nach Afrika ist auch immer ein Lehrstück für  Machos wie unsereins", bekennt Lanz schmunzelnd.

Interview mit TV-Moderator Markus Lanz nach seiner Kenia-Reise mit der Welthungerhilfe

Begegnung auf Augenhöhe: Markus Lanz informiert sich in Kenia über die Arbeit der Welthungerhilfe.
Begegnung auf Augenhöhe: Markus Lanz
informiert sich in Kenia über die Arbeit der
Welthungerhilfe.
(02.10.09). Markus Lanz ist TV-Moderator. In seinem richtigen Leben in Deutschland. Doch die letzten Tage hat der 40-Jährige damit verbracht, sich über die verheerende Dürre in Teilen von Kenia und die Aktivitäten der Welthungerhilfe zu informieren.

Mittendrin, im Distrikt Kajiado – eine der am schlimmsten betroffenen Regionen Kenias. Lanz ist nicht das erste Mal in Afrika. Er hat schon einiges gesehen und erlebt auf dem Kontinent: "Ich habe gelernt, dass man in Afrika auf das Schlimmste gefasst sein muss, aber dass man auch positiv überrascht wird."

Es ist früher Morgen, am Himmel ziehen dunkle Wolken auf. In Deutschland würde man automatisch den Schirm mitnehmen. Doch hier, über der schon morgens sengend heißen Savanne, verheißen die Wolken noch lange keinen ersehnten Regen. Auch dieser Tag wird, wie schon die Tage seit über einem Jahr, keinen Niederschlag bringen.

 

Besuch bei einer Familie im Distrikt Kajiado.
Besuch bei einer Familie
im Distrikt Kajiado.

Für Regenwasser, damit es bleibt

Die Dürreperioden in Kenia werden seit Jahren immer länger und heftiger. Und wenn dann der ersehnte Regen kommt, geht alles ganz schnell. Zu schnell: Viel Wasser fällt auf steinharte, ausgedörrte Böden, sickert nicht ein und fließt viel zu schnell wieder ab.

Deshalb realisiert die Welthungerhilfe erfolgreich Methoden, um Regenwasser zu sammeln: schon simple Regenrinnen, etwa auf Schuldächern, können das kostbare Wasser in Tonnen umleiten. Oder, inzwischen ein im Land bekanntes Modell, die Felswasserfänge: Vor geeignete Felswände wird eine Mauer errichtet, die Niederschläge über Rohre in einen geschlossenen Behälter führen. Markus Lanz ist von dem Konzept begeistert: "Das ist so simpel wie genial: Das Wasser fällt auf die Felsen, sammelt sich an der Mauer und wird weiter geleitet. Zwei solcher Tanks können das Überleben von rund 2.000 Menschen sichern!"

 

Harte Arbeit für Sofort-Cash

Auch andere Beispiele der Arbeit der Welthungerhilfe beeindrucken den TV-Moderator, zum Beispiel ein Sanddamm in Ilmejooli. Weil die Familien durch die Dürre bereits den Großteil ihrer Herden und somit auch ihre Haupteinnahmequelle verloren haben, hilft ein Programm mit "Cash for work", also Bargeld für Arbeit. 50 Cent erhalten hier die Frauen pro Tag, und dafür müssen hart arbeiten – Sand schaufeln in einem trockenen Flussbett.

Was das dem Dorf bringen soll, hat Markus Lanz schnell verstanden: "Auf den ersten Blick scheint es keinen Sinn zu machen – ein Fluss ohne Wasser! Aber wenn dann der Regen kommt, wird durch den Damm Sand herangespült, in dem das Wasser versickert. Dieses Wasser können die Leute über einen Brunnen fördern. Der Vorteil: Das Wasser versickert, anstatt zu verdunsten."

 

Kinder leiden am meisten unter der Trockenheit.
Kinder leiden am meisten
unter der Trockenheit.
Dürre erfordert sofortige Hilfe

Vieles wurde und wird getan, um den Massai zu helfen, mit der Dürre und den Folgen des Klimawandels besser umgehen zu können. Doch momentan ist die Situation so dramatisch, dass die Welthungerhilfe auch Nothilfe für viele der insgesamt fast vier Millionen betroffenen Kenianer leisten muss. Tankwagen beliefern derzeit viele Wassertanks, die an ausgetrockneten Brunnen aufgestellt worden sind. Lanz: "Diese Menschen sind buchstäblich darauf angewiesen, dass wir sie vor dem sicheren Tod bewahren. Dass klingt pathetisch, aber so ist es."

Über seine Erfahrungen mit der Welthungerhilfe in Kenia wird Markus Lanz sicher auch im Fernsehen berichten, spätestens am 18. November, wenn es wieder heißt: "Gut zu wissen" – Das Promi-Quiz zugunsten der Welthungerhilfe. Ab 20:15 Uhr werden sechs Prominente gegeneinander antreten, um gemeinsam möglichst viele Spenden für die Welthungerhilfe zu sammeln.


Wir bitten um Spenden für die Dürreopfer in Kenia:

Welthungerhilfe
Kontonummer 1115
Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501 98
Stichwort: Welthungerhilfe/ Gut zu wissen

Letzte Änderung an dieser Seite: 02.10.2009

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Das sind unsere Prominenten der Sendung "Gut zu wissen 2009": Überblick

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Markus Lanz in Kenia
Katrin Müller-Hohenstein in Laos
Wolfgang Niedecken im Kongo

Videos

Markus Lanz besuchte im September 2009 ein Projekt der Welthungerhilfe in Kenia. "Eine Reise nach Afrika ist auch immer ein Lehrstück für  Machos wie unsereins", bekennt Lanz schmunzelnd.

Markus Lanz zu Besuch bei "Starvisit"

Katrin Müller-Hohenstein in Laos

Wolfgang Niedecken im Kongo

 Audios

Interview mit Katrin Müller-Hohenstein: "Ich bin aus Laos vor allem mit einer Menge Demut nach Hause gekommen." (Oktober 2009)

Interview mit TV-Moderator Markus Lanz nach seiner Kenia-Reise mit der Welthungerhilfe (Oktober 2009)

Wolfgang Niedecken berichtet über seine erschütternden Erlebnisse im Kongo (April 2009)

Bärbel Dieckmann über Finanzkrise, Hunger, Frauen, Spenden, Promi-Quiz etc. (Oktober 2009)

Die Projekte

Kongo: Frieden stärken und Perspektiven schaffen

Laos: Wie Frauen den Hunger besiegen

Dürre in Kenia: Ihre Spende rettet Leben

Weitere Informationen

Blog zum Thema von Bärbel Dieckmann: "Helfen auch Sie, Träume zu erfüllen. Seien Sie beim Promi-Quiz der Welthungerhilfe "Gut zu wissen" dabei."

"Gut zu wissen" –  das Promi-Quiz für die Welthungerhilfe. Prominente unterstützen den Kampf gegen Hunger und Armut

Markus Lanz in Kenia: "Dunkle Wolken, aber es will einfach nicht regnen" (Oktober 2009)

Katrin Müller-Hohenstein während eines Projektbesuchs in Laos: "Offen gestanden, ich empfinde Demut!" (Oktober 2009)

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"Keine Unfälle mehr auf dem Flughafen Goma!" - BAP-Sänger Wolfgang Niedecken mit der Welthungerhilfe im Kongo (Mai 2009)

Promi-Quiz 2008: Über zwei Millionen Euro wurden zugunsten der Welthungerhilfe gespendet

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