Wo und wie wir arbeiten
Interaktive Karte: So geht's

Finden Sie unsere Projekte direkt in der Weltkarte! Per Klick auf die Symbole gelangen Sie zum Projekt. Oder suchen Sie mithilfe des Filters Projekte speziell nach Kontinent, Land oder Thema.

Burkina Faso - Neue Geschäftsideen in der Landwirtschaft

Neue Geschäftsideen in Burkina Faso

Wie Frauen im Millenniumsdorf Kongoussi jetzt ihr eigenes Geld verdienen

Die Welthungerhilfe hat ihr Engagement in Kongoussi beendet, die Bevölkerung ist nun in der Lage, sich selbständig zu helfen. Die ländliche Bevölkerung in Burkina Faso wird auch in Zukunft im Kampf gegen Armut und Hunger unterstützt.

Frauen in Burkina Faso verkochen frisch geerntetes Obst und Gemüse zu gesundem Essen.
Die Frauen verkochen frisch geerntetes Obst und Gemüse zu gesundem Essen. © Bretz
Kinder in Burkina Faso essen ihren Brei mit viel Appetit.
Die Kinder essen ihren Brei mit viel Appetit. © Bretz
Dorfbewohner in Kongoussi in Burkina Faso bewässern ihre Gemüsefelder.
Damit die Felder nicht austrocknen, greifen auch die jungen Dorfbewohner zur Gießkanne. © Grossmann

Das Millenniumsdorf Kongoussi in Norden Burkina Fasos besteht aus sechs Dörfern und der nahegelegenen gleichnamigen Stadt. Die 5.000 Menschen, die hier leben, ernähren sich von den geringen Erträgen ihrer Landwirtschaft. Der Boden ist steinig und ausgetrocknet, es mangelt an Saatgut und Geräten für den landwirtschaftlichen Anbau.

Es gibt zu wenig Ackerfläche, um die wachsende Bevölkerung zu ernähren. Auf der Suche nach Arbeit wandern viele Männer in die großen Städte oder die Nachbarländer ab. Zurück bleiben die Frauen, die oft allein das Überleben ihrer Familien sichern müssen. Die Menschen in Kongoussi brauchen Unterstützung, deshalb gehören sie zu den Dörfern und Regionen, die die Welthungerhilfe im Rahmen ihrer Initiative Millenniumsdörfer unterstützt.

Der Ertrag der Felder kann mit besserem Saatgut und geeigneten Werkzeugen erhöht werden. Die Familien legen Gemüsegärten für eine vitaminreiche Ernährung an und können Überschüsse auf dem Markt verkaufen.

Frauen werden besonders gefördert

Durch Fortbildungen in effektiven Anbaumethoden, Ernährungsberatung sowie der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte entstehen neue Geschäftsideen. Mit Kleinhandel, Getreideverarbeitung, Kleinviehzüchtung sowie dem Verkauf von Ziegen und Schweinen verdienen die Menschen jetzt ihr Geld.

Auch werden Alphabetisierungskurse angeboten, die grundlegend für die Gründung kleiner Gewerbe sind. Frauen werden mit Krediten und speziellen Kursen besonders gefördert. Der Bau neuer Brunnen sorgt für eine erhebliche Erleichterung im Alltag gerade der Frauen und Mädchen: Sie müssen keine langen Wege mehr zum See zurücklegen.

Damit das kostbare Nass auch in Zukunft ausreicht, gründen die Bewohner Komitees, die sich um Wasserentnahme, Pflege und Wartung der Brunnen kümmert.

Besserung in Sicht

Durch gesichertes und sauberes Trinkwasser sind auch Durchfall und Infektionskrankheiten auf dem Rückzug. Die Menschen in Kongoussi haben mit wenig Unterstützung das Leben im Dorf nachhaltig verbessert.

Im Jahr 2000 haben sich 189 Staaten in der „Millenniumserklärung“ auf acht Ziele verpflichtet, die bis 2015 für mehr globale Gerechtigkeit sorgen sollen. Auch die Welthungerhilfe stellt sich dieser Herausforderung und startete 2006 die Initiative Millenniumsdörfer. Damit gibt sie der Bevölkerung vor Ort eine Stimme und macht Fortschritte messbar. Das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ steht dabei im Mittelpunkt: Dorfgemeinschaften benennen ihre Probleme, erarbeiten Lösungswege und setzen diese um. Erfahren Sie mehr über unsere Millenniumsdörfer!

Die Hilfsmaßnahmen werden finanziell unterstützt vom Department for International Development (UK).

Aktuelle Berichte zum Projekt
Wer lesen kann, erntet mehr

Wer lesen kann, erntet mehr

Bildung für Baumwoll-Bauern in Burkina Faso

“Ich muss rechnen können, damit ich nicht betrogen werde” - wie Bauern in Burkina Faso sich weiterbilden, um ihre Zukunft zu verbessern.