Pressemitteilung - Überschwemmungen in Nordkorea

Überschwemmungen in Nordkorea

Die Menschen brauchen unsere Unterstützung

(03.08.2012) "Die Flutopfer in Nordkorea brauchen unsere Unterstützung, alleine können sie die Situation nicht bewältigen", so Katja Richter, Regionalkoordinatorin der Welthungerhilfe in Nordkorea.

 

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Im Juli kam es nach heftigen Unwettern mit starken Regenfällen zu Überschwemmungen und Erdrutschen in verschiedenen Provinzen. 62.000 Nordkoreaner wurden durch den Verlust ihrer Häuser obdachlos, über 88 Menschen starben. Auch Straßen und Brücken wurden zerstört und über 30.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen überschwemmt.

Durch die Überflutungen in Nordkorea wurden Häuser, Brücken und Felder zerstört.

"Durch die Überflutungen sind viele Teile des Landes kaum zugänglich. Doch uns ist es als erste Organisation gelungen, in die besonders betroffene Provinz Nord Pyongan vorzudringen und uns ein eigenes Bild von den schlimmen Zerstörungen zu machen. Vor allem der Verlust ihrer Häuser, Gärten und Felder ist für die Menschen eine Katastrophe, da die Ernährungssituation in Nordkorea ohnehin schwierig ist und der Winter nicht mehr fern ist", berichtet Katja Richter nach ihrer Rückkehr aus dem Überschwemmungsgebiet.

Die Welthungerhilfe wird an bis zu 1.000 Familien Werkzeuge und Baumaterialien zum Wiederaufbau ihrer Häuser verteilen. Und damit die Menschen ihre zerstörten Gärten wieder aufbauen können, werden zudem Saatgut, Düngemittel und Gartengeräte verteilt. Nur so kann noch vor dem Winter eine Ernte eingefahren werden. Insgesamt werden für diese Hilfsmaßnahmen 200.000 Euro durch das Auswärtige Amt und die Welthungerhilfe bereitgestellt.

Noch immer hält die Regenzeit an, und die Folgen für die Menschen in Nordkorea sind nicht abzusehen.



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