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WASH in Burkina Faso und Äthiopien

Wasserversorgung an Schulen in Burkina Faso und Äthiopien

Zuhause oder auf dem Feld hat Amadou keinen Zugang zu frischem Trinkwasser oder sanitären Einrichtungen. In seiner Schule kann er sich nun mit sauberem Wasser erfrischen und sich nach dem Toilettengang die Hände waschen. Das Projekt WASH an Schulenmacht es möglich.

Sauberes Wasser und Hygiene sowie der Zugang zu sanitären Anlagen ist ein Menschenrecht. Beides ist unabdingbar, um Hunger und Armut zu überwinden. Doch mehr als 663 Millionen Menschen verfügen über kein sauberes Wasser. 2,5 Milliarden Menschen – mehr als einem Drittel der Weltbevölkerung – fehlt es an ausreichender Sanitärversorgung. Vor allem an Schulen brauchen die Kinder einen sicheren Zugang zu sanitären Einrichtung und sauberen Trinkwasser. Das Projekt der Welthungerhilfe „WASH an Schulen“ möchte dies ändern und unterstützt den Bau von Sanitäreinrichtungen.

Bitte helfen Sie uns, dabei damit Kinder gesund zur Schule gehen können!

Hände waschen in Burkina Faso
Eine hygienische Schulanlage schützt die Schüler vor Krankheiten und sie können regelmäßig am Unterricht teilnehmen. © Jens Grossmann

WASH in Burkina Faso

Manche Regionen in Burkina Faso verfügen dank eines feuchteren Klimas über zahlreiche Wasserstellen. Jedoch sind diese für die Bewohner der abgelegenen Dörfer meist nur schwer erreichbar. Zudem haben nur rund drei Prozent der Menschen Zugang zu einer Toilette. Dies führt zu einer erhöhten Gesundheitsgefahr, fast 70 Prozent der Kinderkrankheiten sind auf die unzureichende sanitäre Versorgung zurückzuführen.

Daher werden zusätzlich zu dem Bau von Sanitäranlagen an Schulen und in 12 Kommunen sogenannte Gesundheitsclubs gegründet. Hier können alle schon frühzeitig für die Praktiken des Händewaschens sensibilisiert werden. Bis zum Projektende werden ca. 320.000 Menschen Zugang zu einer Toilette bekommen und eine gezielte Hygienesensibilisierung erhalten. Dadurch wird insbesondere auch der Gesundheitszustand von Kleinkindern und Schülern verbessert, die am meisten unter den prekären Hygienebedingungen zu leiden haben. Für die Kinder ist eine hygienische Schulumgebung sehr wichtig, denn dadurch werden sie nicht mehr so oft krank und können regelmäßig am Unterricht teilnehmen. Dies erhöht die Aussicht auf eine gute und gesicherte Ausbildung.

Schüler in Burkina Faso
Sauberes Trinkwasser und hygienische Sanitäranlagen machen das Lernen leichter. © Hedemann

WASH in Äthiopien

Im Süden Äthiopiens an der Grenze zu Kenia liegt Borana, ein Gebiet in der Oromia Region, die sich durch landschaftliche Schönheit und Artenvielfalt auszeichnet. Zugleich werden aber die Lebensbedingungen der Bewohner durch regelmäßig wiederkehrende Dürren erschwert. Die ländliche Bevölkerung verfügt im Schnitt pro Person lediglich vier Liter Wasser am Tag. Ein Minimum von 20 Litern pro Tag braucht der Mensch für seine Grundbedürfnisse in Hygiene und der Reinigung von Lebensmitteln. Nur jede/r dritte hat Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Schlechter noch steht es um die Verfügbarkeit von Sanitäranlagen: Nur 20 Prozent der Menschen in Äthiopien haben Zugang zu einer Toilette. 60 Prozent aller Krankheiten und 15 Prozent der Todesfälle werden durch diesen Mangel verursacht. Besonders betroffen sind Kinder unter fünf Jahren, Frauen und ältere Menschen.

Das Thema Gesundheit ist ein wichtiger Bestandteil des WASH-Projektes an Schulen. In der Region Borana werden in zehn Schulen neue Toiletten entstehen und dazu sogenannte WASH-Clubs gegründet, in denen Schülerinnen und Schüler sich mit Fragen rund um Wasser und Hygienepraktiken beschäftigen. Jungen und Mädchen werden über die Möglichkeiten informiert, ihre Umwelt mit ihren kostbaren Ressourcen zu schützen und befähigt, dieses Wissen auch an andere weiterzugeben. Der Bau von Toiletten ist vor allem für Mädchen eine große Erleichterung. Diese bietet einen sicheren Sichtschutz vor den Blicken der Mitschüler.

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