Nepal: Wasser, Abwasser und Hygiene

Sauberes Wasser und neue Toiletten

Viva con Aqua und Welthungerhilfe unterstützen entlegene Dörfer im Süden Nepals

Sauberes Trinkwasser kommt jetzt aus einem Tank oberhalb des Dorfes. Bild: © Hedemann/Welthungerhilfe
Dank einer Toilette muss die Notdurft nicht mehr im Dunklen auf dem Feld verrichtet werden. Trinkwasser und Abwasser sind jetzt getrennt. Bild: © Hedemann/Welthungerhilfe
Sirimaya Tamang und Ihr Mann müsen nicht mehr auf den Einbruch der Dunkelheit warten, um Ihre Notdurft zu verrichten. Bild: © Hedemann/Welthungerhilfe

60 Prozent der Menschen haben kein sauberes Trinkwasser

In weiten Teilen Nepals ist der Gang zur Toilette keine Selbstverständlichkeit. Viele Bewohner in den einsamen Bergdörfern des Churia-Gebirges in Nepal können ihre Notdurft nur auf den Feldern verrichten. Die Folge: verschmutztes Trinkwasser und häufige Durchfallerkrankungen. Die Welthungerhilfe und Viva con Aqua setzen sich dafür ein, dass sich das ändert.

Nepal gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Jedes zweite Kind leidet an Mangelernährung und ein Drittel der Menschen lebt von weniger als einem US-Dollar am Tag. In den abgelegenen Bergregionen an der Grenze zu Indien ist die Situation besonders angespannt. Hier kämpfen die Menschen ums tägliche Überleben. 60 Prozent der Menschen haben keine Toilette und kein sauberes Trinkwasser.

Mit der Notdurft warten die Menschen oft bis zum Einbruch der Dunkelheit – egal wie drängend diese ist. Dann erst erleichtern sie sich auf dem Feld. Auch Sirimaya Tamang weiß, wie schmerzhaft es sein kann, die Notdurft den ganzen Tag zurückzuhalten. Sie lebt mit ihrem Mann Kali und drei Kindern in einem der Bergdörfer im Churia-Gebirge. Früher litt sie häufig unter Bauchschmerzen, weil es keinen geschützten Ort gab, wohin sie sich zurückziehen konnte. Aus Scham wartete sie bis zum Abend. Doch dann fürchtete sie sich – vor Überfällen, gefährlichen Schlangen und Skorpionen.  

Was die Situation verschlimmert: Die Zusammenhänge von mangelnder Hygiene, verschmutztem Wasser und Krankheiten sind in der Bevölkerung oft nicht bekannt. Auch Sirimayas Kinder waren früher oft krank. Schuld war das schmutzige Wasser, vor allem in der Regenzeit. Das weiß die Mutter heute. Mit Dorfbewohnern verbessert die Welthungerhilfe die Situation im Dorf Korak. Eigene Toiletten ermöglichen jetzt Privatsphäre und sorgen für eine Trennung von Abwässern und Trinkwasser. 

So hilft die Welthungerhilfe

  • Bau von mehreren mehreren Toiletten für die Bewohner Koraks
  • Errichtung eines 5.000-Liter Wassertank oberhalb des Dorfes. Er wird gespeist von einer höher gelegenen Quelle. Zweimal täglich öffnet das Wasserkomitee des Dorfes das Ventil. Leitungen führen vom Tank zu den Hütten des Dorfes und versorgen die Menschen so mit sauberem Wasser. 
  • In Hygienetraininigs erklärt eine Partnerorganisation der Welthungerhilfe den Dorfbewohnern erklärt, wieso sauberes Wasser für ihre Gesundheit wichtig ist. Denn wer verschmutzes Wasser trinkt, leidet häufiger an Durchfallerkankungen. Besonders für Kinder ist das gefährlich.

(Projektnummer: NPL1032-15)

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Kerstin Bandsom

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