Wo und wie wir arbeiten
Interaktive Karte: So geht's

Finden Sie unsere Projekte direkt in der Weltkarte! Per Klick auf die Symbole gelangen Sie zum Projekt. Oder suchen Sie mithilfe des Filters Projekte speziell nach Kontinent, Land oder Thema.

Indien: die eigenen Rechte kennen und wahrnehmen

Mehr Rechte in Indien

Wie die Bewohner des Millenniumsdorfes Jhiranya für ihre Rechte kämpfen

Die Welthungerhilfe hat ihr Engagement in Jhiranya beendet. Die Bevölkerung ist nun in der Lage, sich selbständig zu helfen. Gemeinsam mit der ländlichen Bevölkerung wird die Welthungerhilfe weiterhin Armut und Hunger bekämpfen.

Zukunft für die Frauen in Jhirinya: Sie erhalten Ausbildungen und Arbeitsplätze werden sie geschaffen. © Arni
Zukunft für die Frauen in Jhirinya: Sie erhalten Ausbildungen und Arbeitsplätze werden sie geschaffen. © Arni
Die Ernte auf den Feldern Jhiranyas fällt meist gering aus.
Die Ernte auf den Feldern Jhiranyas fällt meist gering aus.
Für Mütter und ihre Kinder finden Kurse zur Ernährungsberatung statt.
Für Mütter und ihre Kinder finden Kurse zur Ernährungsberatung statt.
In der Schule wird ein kostenloses Mittagessen verteilt.
In der Schule wird ein kostenloses Mittagessen verteilt.

Wenn der Monsun, mit seinen über Wochen dauernden Regenfällen in das indische Dorf Jhiranya im Bundesstaat Madhya Pradesh kommt, säen die Bewohner Mais, Soja oder Baumwolle aus. Das Land ist knapp, die Familien haben im Schnitt weniger als 0,2 Hektar Anbaufläche. Die Erträge fallen gering aus, sie können den Hunger der Menschen weder stillen, noch gibt es Überschüsse für den Verkauf.

Rund 2.000 Menschen leben hier, viele davon sind Dalits und Adivasi –die „Unberührbaren“ und die „Stammesbevölkerung“. Sie werden systematisch diskriminiert und von vielen staatlichen Leistungen ausgeschlossen.

Seit Anfang 2012 ist Jhiranya ein Millenniumsdorf der Welthungerhilfe. Genau wie in 15 weiteren Dörfern und Regionen in Afrika, Asien und Lateinamerika, kämpfen hier die Bewohner gemeinsam mit der Welthungerhilfe und ihren Partnern gegen Hunger und Armut.

Den Staat stärker in die Pflicht nehmen

In Jhiranya unterstützen die Welthungerhilfe und ihre Partnerorganisation Jan Sahas die Bevölkerung dabei, den indischen Staat stärker in die Pflicht zu nehmen.

Dank des gemeinsamen Einsatzes läuft es jetzt besser in Jhiranya: 80 Bewohner werden von einem staatlichen Programm für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen auf dem Land finanziert.

Grundsätzlich hat jeder arme indische Bürger das Recht auf 100 Tage bezahlte Arbeit im Jahr – dass sie dieses Recht überhaupt haben, wussten bislang nur wenige Menschen in Jhiranya. Jan Sahas informiert die Dorfbewohner über die ihnen zustehenden staatlichen Leistungen.

Um aufzuklären, holt die Organisation Beamte der zuständigen Distriktverwaltung ins Dorf. Das hilft: Inzwischen wurde ein Dorfzentrum eingerichtet, in dem regelmäßig Ernährungsberatungen und gemeinsame Kochkurse für Mütter mit ihren kleinen Kindern stattfinden. Auch ein kostenloses Mittagessen für die Kinder nun täglich in der Schule ausgegeben.  

Erfahren Sie mehr über die Menschen in unserem Projekt

Die Bevölkerungsgruppe der Adivasi hat ein großes Wissen über die traditionelle Nutzung von Waldpflanzen als wichtige vitaminreiche Kost. In unserem Projekt unterstützen wir sie, die Rechte für ihren Lebensarum Wald einzufordern.

Video über das Leben und Wissen der Adivasi

Waldleben der Adivasi: Zurück zu den Wurzeln

Die indischen Ureinwohner, die in den Wäldern zu Hause sind, leben im Einklang mit der Natur. Hier finden sie alles, was sie zum Leben brauchen: Feuerholz, Wurzeln, Früchte. Und doch sind sie bedroht. Obwohl die Waldnutzungsrechte der Adivasi gesetzlich verankert sind, müssen die Wälder Anbauflächen und Tagebau weichen - denn der Boden ist reich an Bodenschätzen.

Die Menschen sind stolz auf das Erreichte

Die Bewohner Jhiranyas sind stolz auf das Erreichte. Sie haben Arbeit, ein wenig Geld und sie haben gelernt, ihre Rechte einzufordern.

Im Jahr 2000 haben sich 189 Staaten in der „Millenniumserklärung“ auf acht Ziele verpflichtet, die bis 2015 für mehr globale Gerechtigkeit sorgen sollen. Auch die Welthungerhilfe stellt sich dieser Herausforderung und startete 2006 die Initiative Millenniumsdörfer. Damit gibt sie der Bevölkerung vor Ort eine Stimme und macht Fortschritte messbar. Das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ steht dabei im Mittelpunkt: Dorfgemeinschaften benennen ihre Probleme, erarbeiten Lösungswege und setzen diese um.

Aktuelle Berichte zum Projekt
Gegen Hunger und Mangel

Gegen Hunger und Mangel

Frauen in Indien gründen Selbsthilfegruppe

Untergewichtige Kinder, Mangelernährung, Hunger: Die Frauen in Orissa/Indien haben genug. Sie starten eine Selbsthilfegruppe - mit großem Erfolg!

Unterernährung in Indien

Unterernährung in Indien

Eine Frau berät ganze Dörfer zu Ernährungsfragen

Unermüdlich berät die Inderin Manasi Frauen in entlegenen Dörfern zu Ernährungsfragen. Um die Tochter mit Down-Syndrom kümmert sich ihr Mann.

Kampf gegen Fehlernährung

Kampf gegen Fehlernährung

Die ersten 1.000 Tage sind entscheidend

Die Hälfte der Kinder in Indien gilt als untergewichtig. Was können wir tun, um Mangel- und Unterernährung zu bekämpfen?

Landleben mit Zukunft

Landleben mit Zukunft

Eine Umwelt-Fortbildung für junge Erwachsene

Indien: Wer im eigenen Dorf Zukunftschancen sieht, wandert nicht in die Stadt ab. Die Welthungerhilfe bietet daher Fortbildungen auf dem Land an. 

Jeder Tropfen ist kostbar!

Jeder Tropfen ist kostbar!

Junge Filmemacher besuchen die Welthungerhilfe

Beim Besuch von Welthungerhilfe-Projekten in Indien lernte das Filmteam um Tobias Schmutzler viel über Wasser - und dass selten alles nach Plan läuft.

Aktuelles Thema

Flut in Indien und Myanmar
Millionen auf der Flucht
       vor der Katastrophe

Mehr Informationen

Erfahren Sie mehr über unsere Millenniumsdörfer 

Abschlussberichte aus Indien

Selbst aktiv werden in Indien!

Freiwillige gesucht! Gehen Sie weltwärts mit der Welthungerhilfe nach Indien.

Alle Infos zum weltwärts-Programm

Aktuelle Infos aus Indien
Projekt- und Inside-Berichte von der Welthungerhilfe-Arbeit zum nachlesen.