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Das Wichtigste im Überblick

Welthungerhilfe in Indien

Die Welthungerhilfe ist seit über 50 Jahren in Indien aktiv. Aktuell arbeiten wir in Indien in 31 Projekten, die mit einem Gesamtbudget von 4,5 Millionen Euro im Jahr 2024 2.173.000 Menschen erreicht haben. Das Landesbüro befindet sich in der Hauptstadt New Delhi.

Unsere Hilfsprojekte und Unterstützung vor Ort

Landwirtschaft & Umwelt 

Bildung & Beruf 

Gesellschaft & Gleichberechtigung 

Wasser, Hygiene & Gesundheit (WASH) 

Helfen Sie jetzt mit Ihrer Spende für Indien

Indien – ein Land zwischen Aufschwung und Ungleichheit

6 Fakten zu Indien

Die demokratische indische Republik ist der drittgrößte Staat in Asien. Indien ist das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde und nicht mehr weit davon entfernt, die Einwohnerzahl Chinas zu übertreffen. Indien stand von 1858 bis 1947 unter britischer Kolonialherrschaft. Nach der blutig niedergeschlagenen Rebellion von 1857 übernahm die britische Krone die Kontrolle über die bisherigen Besitzungen der Ostindien-Kompanie. Das sogenannte Britisch-Indien umfasste neben dem heutigen Indien auch Pakistan, Bangladesch und Teile weiterer Staaten in Südasien. Rund zwei Drittel der Bevölkerung lebten unter direkter britischer Verwaltung, während der Rest von einheimischen Fürsten regiert wurde, die der britischen Krone unterstanden. Erst im Jahr 1947 erlangte Indien die Unabhängigkeit; zugleich kam es zur Teilung in die Staaten Indien und Pakistan. 

Die Gesellschaft sieht sich mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert. Trotz eines enormen Wirtschaftswachstums von über 6,46% gilt über die Hälfte der Bevölkerung als arm. Viele Menschen haben keinen gesicherten Zugang zu Nahrung und Gesundheitsversorgung. Die Situation wird zudem durch den Klimawandel verschärft, der im Land immer wieder für Dürren und Missernten sorgt. Auch Überschwemmungen, die durch den jährlichen Monsun auftreten, zerstören immer wieder Agrarflächen und Lebensräume.

Für tiefgreifende soziale Ungleichheit sorgt dazu das Kastensystem. Obwohl gesetzlich vorgeschrieben ist, dass niemand wegen seiner Kaste diskriminiert werden darf, bestimmt das Kastensystem noch immer größtenteils die gesellschaftliche Rangordnung. Menschen werden aufgrund ihrer Kaste bevorzugt oder benachteiligt behandelt. Besonders Frauen leiden unter Diskriminierung und Übergriffen.

Seit über 50 Jahren leistet die Welthungerhilfe humanitäre Hilfe im Land und unterstützt die Menschen mit einer Reihe von Projekten. Wir helfen eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern, Demokratie und Frieden zu stärken, die Hygiene zu verbessern und die Bevölkerung auszubilden. Mit Ihrer Spende helfen Sie mit, die Menschen in Indien weiter zu unterstützen, um der Ungleichheit entgegenzuwirken.

Direkte Hilfe durch Ihre Spende für Indien

Ihre Spende unterstützt unsere Ziele und Hilfsprojekte vor Ort

Bildung: In 13 sogenannten "Green Colleges" lernt die junge Landbevölkerung, ihre Ressourcen nachhaltig und profitabel zu nutzen. 75 % der Absolventen arbeiten nach ihrem Abschluss in der Landwirtschaft.

Gesellschaft: Im Rahmen der Initiative „Fight Hunger First“ unterstützen wir benachteiligte Gruppen dabei, sich gesellschaftlich zu beteiligen. Insbesondere Frauen werden gefördert und übernehmen wichtige Funktionen.

Hygiene und Wasserversorgung: Mit der WASH Initiative bauen wir nachhaltige Wassersysteme auf und sorgen für hygienische Quellen.

Ein Mädchen bedeckt ihren Mund und Nase mit einem Tuch. Sie hält einen Teller mit Essen in der Hand.
Ihre Spende für Indien kommt an!
Bitte beachten Sie unseren Mindestspendenbetrag von 5 Euro.
Bitte geben Sie Ihren Betrag als ganze Zahl an.
Aus Sicherheitsgründen ist es leider nicht möglich, Beträge über 50.000 Euro über unsere Webseite zu spenden. Wenn Sie eine höhere Summe spenden möchten, sprechen Sie uns gerne an unter 0228/2288-500.

Transparenz und Qualität

Geprüft und ausgezeichnet

Die Welthungerhilfe steht für Transparenz und Qualität, für sparsamen und zielgerichteten Einsatz der Spenden und verifizierte Informationen. Aus diesem Grund hat uns das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) mit dem Spendensiegel ausgezeichnet. 

Auch darüber hinaus legen wir größten Wert auf Wirtschaftlichkeit und Transparenz. So zeigt unser Jahresbericht detailliert, wofür sämtliche Spendengelder eingesetzt werden und vermittelt einen direkten Einblick in unsere Arbeit.  Im Rahmen der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ legen wir weitere Informationen offen, wie unsere vollständige Satzung, die Namen und Funktionen wesentlicher Entscheidungsträger, unsere Personalstruktur und vieles mehr.

Wir setzen Ihre Spende gezielt und mit großer Verantwortung ein. Sollten wir für ein Projekt mehr Spenden als benötigt erhalten, werden andere Projekte der Welthungerhilfe gefördert, die einer Finanzierung bedürfen. Ihre Jahreszuwendungsbescheinigung erhalten Sie von uns automatisch zu Beginn des Folgejahres. Sollten Sie Einzelquittungen benötigen, melden Sie sich bitte bei unserem Spenderservice.

Infografik: Kuchendiagramm zeigt Ausgaben der Welthungerhilfe im Jahr 2024
2024 hat die Welthungerhilfe 381,4 Millionen Euro ausgegeben. Davon sind 346,8 Millionen Euro in die Förderung von Projekten im Ausland geflossen. 9,5 Millionen Euro entfielen zusätzlich auf die Projektbegleitung im Ausland. © Welthungerhilfe

Deutsche Welthungerhilfe e.V., Sparkasse KölnBonn
IBAN: DE15 3705 0198 0000 0011 15, BIC: COLSDE33

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Fight Hunger First

Das Ziel der Fight Hunger First Initiative ist es, Menschen dabei zu helfen, ihre Entwicklung selbst zu bestimmen. Der Ansatz basiert auf der Annahme, dass Menschen den Zyklus von Armut und Hunger langfristig durchbrechen können, wenn Sozialsysteme implementiert und Grundrechte durchgesetzt werden. Dazu gehören Bildung, der Zugang zu Nahrung und Arbeit, ein funktionierendes Gesundheitssystem sowie eine funktionierende Sozialwirtschaft. 

Spenden für Indien
Erfahrene Frauen geben ihr Wissen weiter. © Christina Felschen

Die Welthungerhilfe hat die Initiative im Jahr 2011 ins Leben gerufen und sie inzwischen in fünf indischen Bundesstaaten umgesetzt. Lokale Organisationen wurden gegründet und führen seither wichtige Maßnahmen für die Dorfgemeinschaften durch. Die Community Based Organisations klären die Menschen über ihre Rechte auf und schulen sie in den Themen gesunde Ernährung und Landwirtschaft. Darüber hinaus bauen sie Bildungseinrichtungen und medizinische Einrichtungen. Und das mit Erfolg— bisher wurde 181.000 Menschen in 303 Dörfern geholfen.

Die Initiative konnte dazu beitragen…

Aktuelle Artikel aus Indien

Bleibt das Wasser, bleiben die Menschen

Das Projekt „Zero Hunger Panchayat“ unterstützt Frauen im ländlichen Osten Indiens dabei, staatliche Fördergelder zu beantragen.

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Erfahrungen teilen und voneinander lernen

Zu Besuch bei "Nutrition Smart CommUNITY" im indischen Khajuraho. Der Ansatz zur Beseitigung von Hunger soll nun global ausgeweitet werden.

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Das Kasten-Problem in der indischen Gesellschaft

Die indische Verfassung legte im Jahr 1950 fest, dass niemand mehr wegen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kaste diskriminiert werden darf. Dieser vernünftige und wichtige Ansatz wird jedoch über 6 Jahrzehnte später noch immer nicht richtig umgesetzt. Während das Kastensystem für Menschen in den Großstädte an Bedeutung verliert, bleibt die mit dem System zusammenhängende Diskriminierung, vor allem in den ländlichen Gebieten, bestehen.

Die Menschen werden in eine Kaste hineingeboren und bleiben ihr ein Leben lang zugeordnet. Das System unterscheidet zwischen 4 Hauptkasten, den sogenannten Varnas. Jede dieser Kasten hat ihre eigene Farbe und typische Berufe, die der Kaste zugehörige Menschen ausüben. Abseits der vier Hauptkasten und am unteren Ende befindet sich die Kaste der Dalits – die Unberührbaren. Sie machen etwa 17 % der Gesamtbevölkerung aus und werden aufgrund der Zugehörigkeit zu ihrer Kaste schikaniert und in Grundrechten beschnitten. Ihnen wird beispielsweise verweigert, Tempel zu betreten oder zur Schule zu gehen. Gemeinhin gelten sie als unrein und müssen in von Dörfern getrennten Siedlungen leben.

Die vielen sozialen und ökonomischen Einschränkungen sind ein Grund dafür, dass gerade dieser Teil Indiens Bevölkerung besonders von Armut und Hunger betroffen ist. Es mangelt an Nahrung, Bildung und medizinischer Versorgung. Die Welthungerhilfe setzt sich dafür ein, dass benachteiligte Bevölkerungsgruppen gestärkt werden um den Kreislauf der Armut zu beenden. Jeder Mensch muss Zugang zu notwendigen Ressourcen haben. Ihre Spende hilft den Menschen vor Ort sich sozial zu emanzipieren.

Publikationen und Material zu Indien

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Factsheet Indien

Indien gilt mit knapp 1,4 Milliarden Einwohner*innen als größte Demokratie der Welt. Mehr als die Hälfte der Menschen ist von Armut betroffen, das ist…

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Projekt im Fokus: Back to Bio – Ökolandwirtschaft in Indien  

In den Bundesstaaten Westbengalen und Odisha unterstützt die Welthungerhilfe zusammen mit lokalen Partnern Kleinbäuer*innen beim Umstieg auf eine nachhaltige und klimaresistente Landwirtschaft. Die Maßnahmen umfassen u. a.: 

Unterstützen Sie unsere Arbeit für mehr Gleichberechtigung in Indien!

Wandel für Mensch und Umwelt in Indien 

In Indien steht die kleinbäuerliche Landwirtschaft vor großen Herausforderungen: Monokulturen, der übermäßige Einsatz von Pestiziden und niedrige Erträge gefährden sowohl die Lebensgrundlage vieler Familien als auch die Artenvielfalt. Das Programm „Green Evolution“ setzt genau hier an. Es verfolgt das Ziel, landwirtschaftliche Systeme nachhaltiger und widerstandsfähiger zu gestalten und damit langfristig Ernährungssicherheit und Umweltschutz zu verbinden. 

In den indischen Bundesstaaten Odisha und Jharkhand unterstützt die Welthungerhilfe gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern dabei, ökologische Anbaumethoden zu erlernen und umzusetzen. Durch den Einsatz traditioneller und klimaresistenter Nutzpflanzen, den Aufbau von Kooperativen sowie bessere Lager- und Vermarktungsmöglichkeiten können die Familien ihre Ernten sichern und Einkommen steigern. 

Zentrale Maßnahmen in Indien: 

Green Colleges und Skill Up

In Indien leben viele junge Menschen, die nur begrenzten Zugang zu Bildung und Ausbildung haben. Für die meisten endet die Schulzeit früh, und nur wenigen gelingt der Übergang in eine berufliche Qualifizierung. Das Land steht dadurch vor der großen Herausforderung, ausreichend Arbeitsplätze für die wachsende Zahl junger Menschen zu schaffen. Besonders in den ländlichen Regionen, in denen ein Großteil der Bevölkerung lebt, ist die Situation schwierig. Dort hängt das Einkommen vieler Familien von der Landwirtschaft ab, die stark von Wetterextremen und Ernteausfällen beeinflusst wird. Diese Gebiete sind in erster Linie von der Landwirtschaft abhängig. Bei schlechter Ernte, Überschwemmungen oder Dürren sind Landwirt*innen mit kleinen Betrieben gezwungen, ausbeuterische Arbeitsverhältnisse einzugehen, um ihr Einkommen zu sichern.

Im Rahmen von Skill up!, einem Ausbildungsprogramm für junge Menschen, hat die Welthungerhilfe Schulen gegründet, um Jugendliche in landwirtschaftlichen Berufen auszubilden. Die Green Colleges vermitteln traditionelles Wissen in Kombination mit wissenschaftlichen Techniken. Das Ziel ist, den Jugendlichen einen besseren Zugang zu Technologie, Finanzen und Märkten zu ermöglichen.

Hilfe für Indien. Bildbeschreibung: Frauen auf dem Feld.
Im Training haben die drei jungen Bauern gelernt, mit den richtigen Pflanzen und Methoden selbst steiniges Brachland zu bepflanzen. © Felschen/Welthungerhilfe

Der Unterricht umfasst Themen wie Nachhaltigkeit, Tierhaltung, Fischerei, Lebensmittelverarbeitung und vieles mehr. Neben grundlegendem und weiterführendem Wissen vermitteln Green Colleges den Schüler*innen wichtige Softskills, die in einer normalen Ausbildung fehlen würden.

Alle Spenden sind steuerfrei

Fragen und Antworten rund um Ihre Spende für Indien

Wie kann ich am einfachsten für Indien spenden?

Nutzen Sie ganz einfach unser Formular für Online-Spenden. Oder rufen Sie unseren Spenderservice unter der Telefonnummer +49 228-2288-176 an und erteilen Sie der Welthungerhilfe telefonisch eine Einzugsermächtigung über die Abbuchung einer einmaligen oder dauerhaften Spende.

Bekomme ich eine Spendenbescheinigung?

Sie erhalten eine Spendenbescheinigung als Jahreszuwendungsbestätigung zu Beginn des Folgejahres. Auf Anfrage erhalten Sie die Spendenbescheinigung auch früher.

Welche Zahlungsmittel stehen zur Verfügung?

Nutzen Sie für Ihre Spende auf unser Spendenkonto ganz unkompliziert das SEPA-Lastschriftverfahren, Ihre Kreditkarte, Paypal, Sofortzahlung oder paydirekt.

Für welche Hilfsprojekte in Indien kann ich spenden?

Wir helfen mit Projekten für die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft, die Stärkung von Demokratie und Frieden, die Verbesserung der Hygiene und die Ausbildung der Bevölkerung.

Kommt meine Spende auch wirklich in Indien an?

Ja, wenn Sie im Spendenformular den Zweck "Spenden für Indien" wählen, wird Ihre Spende für die Projektarbeit im Land eingesetzt. Unter anderem können Sie sich im Jahresbericht darüber informieren, was mit den Spenden passiert. Außerdem können Sie bei uns den Weg einer Spende nachvollziehen.

Vermittelt die Welthungerhilfe Kinderpatenschaften in Indien?

Nein, die Welthungerhilfe vermittelt keine Patenschaft für Kinder. Im Fokus stehen die Hilfe zur Selbsthilfe und die nachhaltige Verbesserung der Bildungs- und Entwicklungsstruktur. Die Projekte sollen Indern und Inderinnen, die auf Unterstützung angewiesen sind, ermöglichen langfristig ein selbstbestimmtes und gerechtes Leben zu führen.

Wie kann ich als Unternehmen helfen?

Auch als Unternehmen können Sie die Welthungerhilfe unterstützen und soziales Engagement zeigen. Spenden Sie beispielsweise, anstatt zu schenken - zu Weihnachten, zum Mitarbeiterfest oder -jubiläum: Sie überweisen die Spenden, die auf dem Spendenkonto eingehen, ganz einfach im Namen Ihrer Angestellten, Kollegen oder Kunden, die sich wiederum über eine Geschenkkarte freuen dürfen.

Ihre Ansprechpartner*innen
Spendenkonto

Deutsche Welthungerhilfe e. V.
Sparkasse KölnBonn
IBAN DE15 3705 0198 0000 0011 15
BIC COLSDE33

DZI Spendensiegel

Das DZI Spenden-Siegel bescheinigt der Welthungerhilfe seit 1992 den effizienten und verantwortungsvollen Umgang mit den ihr anvertrauten Mitteln.

Die Welthungerhilfe ist beim Finanzamt als gemeinnützige Organisation anerkannt und von der Körperschaftssteuer befreit. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE812801234.

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