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Herausforderung Klimawandel

Ursachen und Folgen des Klimawandels

Anpassung und Klimaschutz gehören zum Kampf gegen Hunger

Um den Klimawandel und seine Auswirkungen zu verstehen, muss zwischen Wetter und Klima unterschieden werden. Das Wetter ist der physikalische Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit, also wenige Stunden bis hin zu wenigen Tagen. Unter Klima hingegen verstehen Wissenschaftler die atmosphärischen Zustände und Witterungsvorgänge während eines längeren Zeitraumes.  

Erst wenn sich extreme Ereignisse wie Hitzewellen über 30 Jahre häufen und die Durchschnittstemperatur steigt, kann man von Klimawandel sprechen. So hat sich seit dem Jahr 1900 die Erde global um 0,85 Grad erwärmt.  

Treibhauseffekt ist Hauptverursacher des Klimawandels 

Erderwärmung, Hitzewellen oder das häufigere Auftreten von Klimaphänomenen wie El Niño sind vor allem auf den Treibhauseffekt zurückzuführen. Dabei sorgen Treibhausgase wie Kohlendioxid dafür, dass Temperaturen ansteigen. Den größten Anteil an der Verschmutzung der Atmosphäre mit Kohlendioxid haben große Industrienationen. Die USA und China sind laut Klimaschutz-Index 2015 zusammen für rund 38 Prozent des jährlichen Ausstoßes an Kohlendioxid verantwortlich.

Weltkarte mit Temperaturtrend, 1960 bis 2014
Wie verändert sich die Temperatur auf der Erde? Diese Karte zeigt den Trend zwischen 1960 und 2014 in Grad Celsius. © National Geographic 2015/ Steven Mosher & Robert Rohde, Berkeley Earth

Die Folgen des Klimawandels sind schon sichtbar

Der Klimawandel findet bereits statt. Die ersten Folgen sind nicht zu übersehen.

  • Abschmelzende Gletscher in den Gebirgsketten gefährden die Süßwasserversorgung in vielen Ländern. Das Abschmelzen der Eisschilde in Grönland, der Arktis und Antarktis lässt den Meeresspiegel ansteigen. Küstenregionen drohen im Meer zu versinken.

  • Starkregen und Dürren treten häufiger auf und haben zerstörende Auswirkungen besonders in armen Ländern: Ernten gehen verloren, Häuser und Felder werden zerstört, manche Gebiete werden unbewohnbar.

Doch was passiert, wenn die Folgen des Klimawandels noch stärker werden? Experten befürchten ernsthafte Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernährungssicherheit und noch häufiger extreme Wetterphänomene wie El Niño.

Klimawandel verschärft Hunger und Armut

Am härtesten trifft der Klimawandel schon heute die ärmsten Länder. Vor allem in den südlichen Breiten sind die Menschen gezwungen, sich neuen Bedingungen anzupassen.  

In Entwicklungsländern produzieren Kleinbauern einen Großteil der landwirtschaftlichen Erträge. Damit spielen sie eine zentrale Rolle für die Ernährung der Bevölkerung. Wird ihre Widerstandsfähigkeit gegen die zunehmenden Dürren, Fluten und andere extreme Ereignisse nicht deutlich verbessert, sind nach einer Studie der Weltbank im Jahr 2030 bis zu 100 Millionen Menschen mehr vom Hunger bedroht.

Der Klimawandel verschärft die Ernährungssituation vor allem durch:

  • Sinkende landwirtschaftliche Produktion in betroffenen Regionen durch Dürren und Überschwemmungen.

  • Steigende Nahrungsmittelpreise infolge des Rückgangs der verfügbaren Nahrungsmittel.

  • Schwankungen in der Produktion, da Naturkatastrophen immer öfter Felder und Viehbestände zerstören.  

Was bedeutet das für unsere Arbeit? 

Wir achten in unseren Projekten auf Nachhaltigkeit. Das bedeutet auch, Klimaveränderungen in der Projektplanung einzubeziehen, damit Ernährung langfristig ohne negative Auswirkungen auf das Klima gesichert wird.

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