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Pressemitteilung: Jahresbericht der Welthungerhilfe 2015

Welthungerhilfe stellt Jahresbericht 2015 vor

Flucht und Migration sind Herausforderungen unseres Jahrzehnts

(Bonn/Berlin, 7.7.2016.) Humanitäre Krisen und Konflikte dominierten auch im Jahr 2015 die Arbeit der Welthungerhilfe. Dabei stand die Versorgung von Menschen auf der Flucht wie in Syrien, der Türkei oder dem Südsudan im Mittelpunkt der Projektförderung. „Die weltweiten Flüchtlingsbewegungen und ihre Folgen stellen eine der größten Herausforderungen unseres Jahrzehnts dar“, sagt Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe. „In Deutschland haben wir bei der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen große Aufgaben zu meistern, aber die Hauptlasten tragen die Nachbarländer. Mehr als 80 Prozent der Flüchtlinge werden im Süden aufgefangen.“

Die Spendeneinnahmen 2015 gehören mit 50,2 Millionen Euro zu den höchsten Ergebnissen seit Gründung der Welthungerhilfe. Auch die öffentlichen Geber stellten mit 158,9 Millionen Euro die höchste Fördersumme für die Projektarbeit bereit. Im Jahr 2015 standen damit insgesamt 214,4 Millionen Euro im Kampf gegen den Hunger zur Verfügung. 

Das Jahr 2015 zeigt, dass Hunger immer komplexer wird.

„Die drei K´s Kriege, Krisen und Klima bestimmen unsere Arbeit immer stärker. Dank der hohen Spendenbereitschaft der deutschen Bevölkerung konnten wir uns diesen Herausforderungen stellen und mehr als 7 Millionen Menschen eine Perspektive geben“, betont der Vorstandsvorsitzende, Dr. Till Wahnbaeck. Die Welthungerhilfe fordert zukünftig eine bessere Verzahnung zwischen humanitärer Hilfe und langfristiger Entwicklungszusammenarbeit, da die Hälfte aller geflüchteten Menschen mehr als 10 Jahre vertrieben sind.

Zahlen, Fakten, Fotos, Graphiken und Jahresbericht finden Sie in unserer Digitalen Pressemappe.

Weitere Informationen unter www.welthungerhilfe.de/jahresbericht

Till Wahnbaeck und Bärbel Dieckmann, Generalsekretär bzw. Präsidentin der Welthungerhilfe, stellten den Jahresbericht 2015 in Berlin vor. © Grabka
Wie waren unsere Ausgaben im Jahr 2015 verteilt? Unsere Aufwendungen im Überblick.
Unsere Projekte Jahresbericht 2015
Allein im Jahr 2015 hat die Welthungerhilfe 7,3 Millionen Menschen in 40 Ländern mit 387 Auslandsprojekten unterstützt.
Erträge Jahresbericht 2015
Unsere Erträge im Jahr 2015. Ein Großteil der Erträge 201 waren institutionelle Zuschüsse.
Höchste Projektförderung Jahresbericht 2015
Die am höchsten geförderten Projektländer sind der Südsudan, Syrien-Türkei-Nordirak und der Sudan.

Die wichtigsten Zahlen aus dem Jahresbericht:

  • Im Jahr 2015 konnten wir in 40 Ländern rund 7,31 Millionen Menschen unterstützen.
  • In Afrika erreichten wir in 176 Projekten und 120,9 Millionen Euro Projektvolumen insgesamt 5 Millionen Menschen.
  • In Asien erreichten wir in 151 Projekten und 60,1 Millionen Euro Projektvolumen insgesamt 2,0 Millionen Menschen.
  • In Lateinamerika und der Karibik erreichten wir in 50 Projekten und 6,6 Millionen Euro Projektvolumen insgesamt 300.000 Menschen. 
  • Insgesamt flossen 88,9 Prozent der Spenden 2015 in die Projektarbeit im Ausland.

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland. Sie leistet Hilfe aus einer Hand: Von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit einheimischen Partnerorganisationen nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 8.120 Projekte in 70 Ländern mit rund 3,033 Milliarden Euro gefördert – für eine Welt ohne Hunger und Armut.

Mehr Informationen zu den Themen des Jahresberichts 2015

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4,8 Millionen Menschen sind im Südsudan von Hunger bedroht, das sind ein Drittel der Bevölkerung. Wir unterstützen mit Nothilfe und Projekte in der Landwirtschaft.

Nepal nach dem Beben

Nothilfe und Wiederaufbau

Mit dem Erdbeben im April 2015 erlebte Nepal die tödlichste Katastrophe seiner Geschichte. Wir leisteten schnelle Nothilfe und unterstützen bald beim langfristigen Wiederaufbau.

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“Hilfe zur Selbsthilfe” ist eine Leitidee der Welthungerhilfe, die wir gemeinsam mit den Menschen in unseren Projektländern umsetzen.

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