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Uganda: gegen Hunger, für Wiederaufbau

Hoffnung in Uganda

Sichere Ernährung dank neuer Anbaumethoden

Die Welthungerhilfe hat ihr Engagement in Ogur beendet, die ländliche Bevölkerung in Uganda wird aber weiterhin im Kampf gegen Armut und Hunger gestärkt.

Das Ausprobieren hat sich gelohnt: Auf den Feldern Ogurs gedeiht verschiedenes Gemüse - erfolgreich unter anderem Weißkohl.
Das Ausprobieren hat sich gelohnt: Auf den Feldern Ogurs gedeiht verschiedenes Gemüse - erfolgreich unter anderem Weißkohl.
Damit die landwirtschaftlichen Arbeiten leichter von der Hand gehen, erhielten die Landwirte Ochsengespanne und Pflüge.
Damit die landwirtschaftlichen Arbeiten leichter von der Hand gehen, erhielten die Landwirte Ochsengespanne und Pflüge.
In Workshops diskutiert und reflektiert  die Bevölkerung  die Maßnahmen und Entwicklungen in ihrem Dorf.
In Workshops diskutiert und reflektiert die Bevölkerung die Maßnahmen und Entwicklungen in ihrem Dorf.

Das Millenniumsdorf Ogur liegt im nördlichen Distrikt Liras, der einstigen Kornkammer Ugandas. Früher wuchsen hier Hirse, Bohnen und Mais im Überschuss, Bäume sorgten für Schatten und Wasser. Doch der gewaltsame Konflikt zwischen der Rebellenorganisation Lord’s Resistance Army und der ugandischen Armee, der über 20 Jahre lang wütete, haben Uganda schwer zugesetzt: Aus Angst um ihr Leben verließen in den 1980er Jahren rund 1,7 Millionen Menschen ihre Heimat.

Auch die Familien aus dem heutigen Millenniumsdorf Ogur flohen. Viele Jahre verbrachten sie in Flüchtlingslagern im eigenen Land. Mit Unterzeichnung des Waffenstillstandabkommens Mitte 2006 kehrten die Menschen, in ihre Heimatorte zurück. Sie standen erneut vor dem Nichts: Ihre Dörfer waren zerstört, die Felder überwuchert, die Bäume abgeholzt. Die jungen Leute, die sich hier ein neues Leben aufbauen wollten, hatten keine oder nur wenig Erfahrung in der Landwirtschaft. Sie wussten nicht, wie man ein Feld bestellt, Bewässerungssysteme anlegt oder Bäume pflanzt.

Der Hunger ist besiegt

Unterstützung kam im Jahr 2010: Ogur wurde Millenniumsdorf der Welthungerhilfe. Heute muss in Ogur niemand mehr hungern. Auf den Feldern wachsen Getreide, Mais, Bohnen, Obst und Gemüse. Die Bauernfamilien züchten Ziegen für ihren eigenen Bedarf und zum Verkauf. Sie haben Straßen, Schulen und Brücken instandgesetzt, Brunnen repariert und die hygienischen Bedingungen verbessert.

Den Weg zu einem besseren Leben haben sich die Männer und Frauen selbst bereitet: Zu Beginn der Initiative Millenniumsdörfer haben sie sich zu Bauerngruppen zusammengeschlossen. Gemeinsam mit den Fachkräften der Welthungerhilfe entwickelten die Gruppenmitglieder Maßnahmen, um die einstige Kornkammer wieder zum Blühen zu bringen. Sie tauschten sich über neue Anbaumethoden aus und probierten sie auf Modellfeldern aus. Das neu gewonnene Wissen wendeten die Bauern auf ihren eigenen Feldern an. Damit die landwirtschaftlichen Arbeiten leichter von der Hand gehen, wurden sie von der Welthungerhilfe mit Ochsengespannen und Pflügen sowie verbessertem Saatgut unterstützt. Die Landwirte freuen sich inzwischen über eigene Ernteerfolge und können ihre Familien ernähren. Selbst in der schweren Dürreperiode im Jahr 2013 verzeichnete Ogur steigende Erträge!

Selbstbewusste Frauen

Die Frauen und ihre Familien profitieren besonders vom Gemüse- und Obstanbau. In Schulungen der Welthungerhilfe haben sie gelernt, Küchengärten anzulegen. Hier wächst alles, was sie für eine frische Mahlzeit benötigen. Die Wege sind kurz, die Ernten das ganze Jahr über gesichert, Überschüsse bringen Geld in die Familienkasse. Frauen tragen in Ogur erstmalig zum Familieneinkommen bei. Das macht sie stolz und selbstbewusst. In Seminaren diskutiert das Dorf über Menschenrechte, Rollenverständnis und Gleichstellungsfragen. Das hat viel verändert: „Früher entschied mein Mann allein über alle Anschaffungen“, sagt die 56-jährige Milly Atula. „Mittlerweile tun wir das gemeinsam. Bisher dachte ich, dass Mädchen traditionell mit 14 Jahren heiraten sollten. Jetzt weiß ich es besser und unterstütze meine Töchter, länger in die Schule zu gehen.“

Im Jahr 2000 hatten sich 189 Staaten in der „Millenniumserklärung“ darauf geeinigt, bis 2015 für die Überwindung von Hunger und Armut zu sorgen. Auch die Welthungerhilfe stellt sich der Herausforderung seit 2006 mit ihrer Initiative Millenniumsdörfer. Im Rahmen der Initiative und der Millenniumserklärung wurden viele Verbesserungen erreicht – doch Hunger und Armut sind 2015 längst nicht überwunden. Deshalb haben die beteiligten Staaten eine neue Vereinbarung getroffen: 2016 werden globale Nachhaltigkeitsziele (SDG) die bisherigen Millenniumsentwicklungsziele (MDG) ablösen. Sie sollen die gänzliche Überwindung von Hunger und Armut bis 2030 verwirklichen. Gemeinsam mit ihren Partnern und der Bevölkerung wird die Welthungerhilfe die Umsetzung der SDGs unterstützen.

Die Welthungerhilfe arbeitet gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Uganda.

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Erreichte Ziele

Ogur hat folgende Millenniumentwicklungsziele erreicht:

Ziel 1: Hunger und Armut
Familien können sich von Ackerbau, Viehzucht und Küchengärten selbst ernähren.

Ziel 3: Gleichstellung der Geschlechter
41 Prozent aller Frauen haben eine Führungsposition in Bauerngruppen oder auf Gemeindeebene.

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