Ein Jahr weltwärts – Erfahrungen und Tipps von denen, die es erlebt haben

weltwärts-Freiwillige der Welthungerhilfe 2014/15
weltwärts-Freiwillige der Welthungerhilfe 2014/15

Die Schule ist vielleicht für dich schon etwas länger her, oder aber du steckst gerade mitten im Abschlussjahr. Wenn du noch keine Ahnung hast, was du ab dem Sommer 2016 machen möchtest, hätten wir eine Idee: Mache ein weltwärts Jahr in Uganda oder Indien – mit der Welthungerhilfe.

Um dir ein kleinen Vorgeschmack zu geben, was dich erwarten könnte, habe ich die ehemaligen Freiwilligen aus dem Jahr 2014/2015 nach ihren Erfahrungen befragt. Die unterschiedlichsten Antworten habe ich bekommen. Jetzt versuche ich sie so zusammenzufassen, dass DU dich gut informiert fühlst und auch unbedingt weltwärts gehen möchtest:

Was hast du zuerst gelernt?

Auf diese Frage gab es echt so verschiedene Antworten. Was viele sagten: Die Überlegungen, wie es sein könnte, trafen meist überhaupt nicht ein – ganz nach dem Motto:

Es kommt immer anders, als man denkt!

Der klare Tipp der weltwärts-Freiwilligen: Versuche immer offen zu sein, den Menschen gut zuzuhören und keine Angst zu haben. Auch sollte man versuchen, ohne Vorurteile in das neue Land zu gehen. Also sei einfach offen und ehrlich!

Was schätzt du jetzt mehr als vor deinem weltwärts-Jahr?

Bei dieser Frage sind sich die meisten einig: den Luxus, den wir in Deutschland genießen. Wir haben immer Strom, können schnell umherreisen, egal ob mit Bus, Zug, Auto oder Flugzeug, haben Zugang zu einem der besten Gesundheitssysteme der Welt, freien Zugang zu Bildung und genug Nahrung – meistens sogar zu viel. Viele schätzen auch das Beisammensein in der Familie mehr. Selbst wenn es nur ein gemeinsamer Abend vor der „Glotze“ ist.

Einige weibliche weltwärts-Teilnehmerinnen schätzen die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau jetzt mehr.

Ebenfalls spannend: Die RückkehrerInnen sagen, dass wir zwar alle immer sehr auf weltoffen machen, es aber oft gar nicht wirklich sind. Für sie spielen andere Kulturen jetzt eine viel größere Rolle im Leben.


Die Freiwillige Alina zeigt ihr Jahr in Uganda in diesem Video.

Was hat dir das Jahr gebracht?

Immer wieder lese ich dieses eine Wort: Selbstfindung.

Alle weltwärts-Ehemaligen sagen, dass sie jetzt genau wissen, was sie erreichen möchten.

Die einen sind sich nach ihrem Freiwilligenjahr sogar ganz sicher, was genau sie studieren wollen. Für einige hat das Jahr viel verändert – plötzlich haben sie ganz neue Ziele im Leben.

Also wie gesagt: Selbstfindung. Ein Wort und Punkt.

War der Schritt, weltwärts zu gehen, richtig? Würdest du irgendetwas anders machen?

Auf diese Frage gab es echt die verschiedensten Antworten – aber alle waren sich einig:

Ja, es war richtig!

Jedoch gibt es natürlich auch negative Seiten. Die einen fanden teilweise die Koordination der Partnerorganisation nicht so gut – und wollen die Zeit trotzdem niemals missen. Viele haben versucht, ihre Projektideen zu verwirklichen – teilweise scheiterten sie. Und doch kamen alle glücklich wieder und würden jedem empfehlen, ein weltwärts-Jahr zu machen – vor allem natürlich bei uns!

5 Tipps für dein Auslandsjahr:

  • Sei ehrlich zu dir selbst
  • Sprich viel mit den Menschen, lerne ihre Sprache
  • Erkunde und unternimm viel
  • Passe dich an – aber erzähl auch, was bei dir zu Hause üblich ist
  • Und zu guter Letzt: hab Geduld!

Dinge, die du unbedingt mitnehmen musst:

  • Mückenspray und Mückenetz
  • Taschenlampe
  • Multitool
  • Fotos: Familie, Freunde und Heimatort (zeige, wo DU lebst)
  • In Indien dürfen warme Kleider und Regenklamotten nicht fehlen
  • Für Uganda packst du besser luftige, lange Klamotten ein und bloß nichts zu aufdringliches

Wow, cool, das will ich auch erleben?

Dann bewirb dich bis zum 15.12 für dein weltwärts-Jahr! Weitere Infos findest du hier: welthungerhilfe.de/weltwaerts

Achja, und falls du Fragen hast: Schreib sie mir als Kommentar! Ich versuche dann so schnell wie möglich, dir eine Antwort zu besorgen.

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