Hunger besiegen

Warum gibt es Hunger?

Hunger ist die Folge von Armut und Ungerechtigkeit

Viele glauben, dass Menschen hungern, weil es nicht genug Nahrung für alle gebe. Das ist falsch. Weltweit werden genug Lebensmittel produziert, um die ganze Menschheit ernähren zu können.

Eigentlich gäbe es genug zu für alle zu essen. Viele Menschen können sich die Nahrungsmittel nicht leisten. © Rottenecker
Eigentlich gäbe es genug zu für alle zu essen. Viele Menschen können sich die Nahrungsmittel nicht leisten. © Rottenecker


Hunger ist vielmehr die Folge von Armut, schlechter Regierungsführung, Krieg, Vertreibung, Ungerechtigkeit und von Naturkatastrophen. Wer kein ausreichendes Einkommen hat, sich aus der eigenen Landwirtschaft nicht angemessen ernähren kann und in einem Land lebt, wo es keine Sozialhilfe gibt, rutscht schnell in Armut und Hunger ab.

Hunger hat oft mehrere Ursachen

Häufig treffen gerade in armen Ländern mehrere Faktoren zusammen: Ist ein ohnehin armes Land von einer Naturkatastrophe betroffen, fehlen den Menschen oftmals die Mittel, um die Schäden allein zu beseitigen und ihre Lebensgrundlagen wieder aufzubauen. Dann sind die Betroffenen vorübergehend auf Hilfe aus anderen Ländern angewiesen.

Doch die Ursachen von Hunger sind in unserer globalisierten Welt bei Weitem nicht nur in den Entwicklungsländern zu suchen. So erschwert der von den Industrienationen ausgelöste Klimawandel Fortschritte in der Ernährungssicherung. Außerdem konterkarieren politische und wirtschaftliche Entscheidungen der Industrienationen die Hungerbekämpfung: 

  • Die massive Subventionierung unserer Landwirtschaft verhindert die Entwicklung der Kleinbauern in Hungerländern,
  • der explosionsartig zunehmende Einsatz von Biokraftstoffen führt zu Landraub in Entwicklungsländern,
  • die Spekulation auf Agrarrohstoffe macht Grundnahrungsmittel für arme Menschen unbezahlbar.
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Dr. Rafaël Schneider

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