Internationaler Klimagipfel

In Warschau ist Warten keine Option!

Die UN-Klimakonferenz als Fortsetzung der Verhandlungen zu einem Welt-Klimavertrag fand vom 11. bis 22. November 2013 in Warschau statt.

(2013) Ab dem 11. November trafen sich für zwei Wochen Experten und Regierungsvertreter aus über 190 Ländern zur 19. Runde der internationalen Klimaverhandlungen (Conference of the Parties, COP 19). Die Welthungerhilfe mahnte im Vorfeld der Verhandlungen an, dass die Erwartungen an den Klimagipfel in Warschau nicht heruntergespielt werden dürfen. Vielmehr sollte die Europäische Union die Chance wahrnehmen, einerseits eine zentralere Rolle bei den Verhandlungen zu spielen und andererseits sich selbst ambitionierte eigene Reduktionsziele zu setzen, nur so könnten nennenswerte Fortschritte für den internationeln Klimaschutz erreicht werden.

Europa bremst sich aus…

Mehrfach hat das Gastgeberland Polen in der Vergangenheit durch das Einlegen von Vetos die europäische Klimapolitik ausgebremst. Polen lässt sich den Klimagipfel von klimaschädigenden Unternehmen sponsern und lädt die Kohleindustrie parallel zum internationalen "Kohlegipfel". Es ist zu befürchten, dass die polnische Regierung die Verhandlungen dazu nutzt, den fossilen Brennstoff Kohle klimapolitisch reinzuwaschen, schließlich werden in Polen derzeit über 90 Prozent des Stroms aus Kohle erzeugt. Noch immer befürchtet man in Polen, dass Klimaschutz auf Kosten der wirtschaftlichen Entwicklung geht. Kein gutes Vorzeichen für die Verhandlungen, auf denen es doch um einen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, erhöhte Ambitionen beim Klimaschutz, die Finanzierung von Klimafonds und ernsthaftes langfristiges Engagement gehen sollte.

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