Pressemitteilung - Land Grabbing Aktion und Onlinespiel

Sandys Schäden in der Karibik

Nach dem Sturm folgt der Hunger

(6.11.2012) Vor knapp zwei Wochen hat der Hurrikan Sandy eine Schneise der Verwüstung auf den Karibikinseln Haiti und Kuba hinterlassen. Die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren, um verschüttete Straßen wieder zugänglich zu machen und zerstörte Häuser aufzubauen. Die größte Gefahr für die beiden Länder liegt aber in einer drohenden Ernährungskrise.

 
Nach Hurrikan Sandy räumen Fischer auf Kuba Müll und Schutt auf.
Nach Hurrikan Sandy räumen Fischer auf Kuba Müll und Schutt auf.

"70 Prozent der Ernte ist vernichtet worden und die Schäden allein im landwirtschaftlichen Bereich summieren sich auf 120 Millionen Dollar. Den Sturm haben die meisten Menschen überlebt, aber jetzt droht ihnen Hunger", beschreibt Dirk Guenther, Regionalkoordinator der Welthungerhilfe, die schwierige Lage vor Ort. Nach dem Erdbeben vor zweieinhalb Jahren haben die Menschen in diesem Jahr bereits mit den Folgen einer Dürre und dem letzten Tropensturm Issac kämpfen müssen. "Nun wurden noch einmal die ganze Ernte und vor allem auch die Felder zerstört und die Familien haben keinerlei Reserven mehr, um auch diese Notlage zu überstehen. Ohne Hilfe von außen können sie nicht bis zur nächsten großen Ernte im Mai überleben", sagt Guenther.

Auf Kuba droht ebenfalls eine schwere Ernährungskrise, da der Hurrikan die Gebiete zerstört hat, die sonst für die zentrale Versorgung des Landes mit Nahrungsmitteln wichtig sind.

Die Welthungerhilfe unterstützt sowohl die Opfer in Haiti als auch auf Kuba beim Wiederaufbau. In einem ersten Schritt werden Baumaterialien für die Reparatur der Häuser sowie Hygienekits verteilt, damit es nicht zu einer Ausbreitung von Cholera kommt. In Haiti werden die Aufräumarbeiten mit der Entlohnung durch Geld verbunden, damit die Ärmsten Nahrungsmittel kaufen können. Danach sollen die Bauern mit Saatgut und Werkzeugen unterstützt werden, um die nächste Aussaat vorbereiten zu können.



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