Wo und wie wir arbeiten
Interaktive Karte: So geht's

Finden Sie unsere Projekte direkt in der Weltkarte! Per Klick auf die Symbole gelangen Sie zum Projekt. Oder suchen Sie mithilfe des Filters Projekte speziell nach Kontinent, Land oder Thema.

Haiti - Kampf gegen den Hunger nach Hurrikan Sandy

Haiti steuert auf Hungerkrise zu

Regierung bittet um internationale Hilfe - Welthungerhilfe verteilt Saatgut

Nach Hurrikan Sandy sind die Folgen für die Menschen in Haiti verheerend: Der Karibikstaat steuert auf eine Hungerkrise zu. Die heftigen Regenfälle, die auf Sandy folgten, haben 70 Prozent der Anbaufläche des Landes zerstört, Obst und Getreide, dass die Menschen essen und weiterverkaufen wollten, ist vernichtet.

Besonders dramatisch ist dieser Verlust, da bereits in den vergangenen Monaten Tropensturm Isaac sowie längere Trockenzeiten im Südwesten des Landes enorme Ernteverlusten bewirkt haben. Die kargen Vorräte, die die Menschen hatten, gehen jetzt aus. Im Moment gibt es zwar noch Nahrungsmittel zu kaufen – allerdings steigen Nachfrage und in der Konsequenz auch die Preise beständig an. Arme Menschen werden es sich bald nicht mehr leisten können, Essen auf Märkten zuzukaufen.

Durch Hurrikane Sandy sind Felder überschwemmt, Fruchtbäume und Bananen umgeknickt.
Durch Hurrikane Sandy sind Felder überschwemmt, Fruchtbäume und Bananen umgeknickt.
Überall liegt Unrat herum, Wege sind blockiert.
Überall liegt Unrat herum, Wege sind blockiert.

„Eigentlich beginnt jetzt im November die Anbauperiode. Der Boden müsste für die nächste Ernte im Mai bearbeitet und Saatgut eingepflanzt werden. Doch die Realität sieht anders aus“, sagt Welthungerhilfe Mitarbeiterin Bettina Iseli, die die Sturmschäden besichtigt hat. „Felder sind überschwemmt, fruchtbarer Boden und frisch ausgebrachte Saat weggespült. Alles ist begraben unter Unrat, zähem Schlamm und abgeknickten Bäumen.“

Haitis Regierung hat den Notstand ausgerufen und um internationale Unterstützung gebeten. Damit eine Hungerkatastrophe verhindert wird, hilft auch die Welthungerhilfe mit: Sie teilt Saatgut an die Bauern aus. Regionale Katastrophenschutzkomitees werden bei den Aufräum- und Aufbauarbeiten unterstützt. Bei diesen Arbeiten helfen auch die Sturmopfer mit. Für ihre Hilfe erhalten sie einen kleinen Lohn und können damit das Überleben ihrer Familien sichern.  

Damit die Bevölkerung auf Wetterextreme wie Wirbelstürme, Starkregen und Trockenzeiten, die in Haiti regelmäßig vorkommen, besser vorbereitet ist, hat die Welthungerhilfe in drei Gemeinden Komitees zum Katastrophenschutz aufgebaut. Die Arbeit der Schutzkomitees zeigt nach Sturm Sandy erste Erfolge: Hilfsmaßnahmen wurden besser koordiniert und Schäden schneller aufgenommen.

Aktuelle Kommentare

Keine Kommentare

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Beteiligen Sie sich an der Diskussion und schreiben Sie einen Kommentar zu diesem Artikel. Ihr Name/Nickname wird dabei veröffentlicht, Ihre E-Mail Adresse selbstverständlich nicht.

** Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihren Kommentar erst prüfen, bevor dieser auf der Webseite erscheint. Weitere Informationen finden Sie in unserer Nettiquette.

* Pflichtfeld
Aktuelle Berichte zum Projekt
Kuba räumt auf

Kuba räumt auf

Nach Sturm Sandy wird das Essen knapp

Fast zwei Wochen sind vergangen seit Hurrikan Sandy in der Karibik gewütetet hat. In Santiago de Cuba sind immer noch über 1,2 Millionen Menschen ohne Strom und sauberes Trinkwasser.

Haiti ruft den Notstand aus

Haiti ruft den Notstand aus

Nach Sturm Sandy: Eine Hungersnot droht

Durch starke Regenfälle in Folge des Hurrikans wurde in einigen Gegenden die Ernte zerstört. Die Regierung greift zu Notstandsmaßnahmen, um eine Hungersnot zu verhindern.

Hurrikan verwüstet Kuba

Hurrikan verwüstet Kuba

"Schäden wie noch nie"

Hurrikan Sandy hat schwere Schäden angerichtet. Unsere Mitarbeiterin Susanne Scholaen erzählt, wie den Menschen vor Ort geholfen werden kann.