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Das Kuratorium

Berater und Fürsprecher im Kampf gegen Hunger

Kerstin Bandsom Team Communications

Das ehrenamtliche Kuratorium berät Präsidium und Vorstand der Welthungerhilfe in Fragen der Öffentlichkeitsarbeit, der Werbung und der Positionierung. Es unterstützt Aktionsgruppen der Welthungerhilfe wie Freundeskreise oder Unternehmenspartner.

Zudem erschließt es neue Kontakte zu Einzelpersonen, Firmen, Institutionen und Netzwerken, die das Anliegen der Welthungerhilfe fördern. Das Kuratorium setzt sich aus wichtigen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zusammen. Es besteht aus höchstens 25 Mitgliedern.

Benny Adrion, Gründer und Vorstand Viva con Agua de St. Pauli e. V.

Benjamin Adrion, Jahrgang 1981, ist ein ehemaliger deutscher Fußballprofi (u.a. FC St. Pauli) und Gründer sowie Vorstand des Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. 

Seine Position:
Zusammen mit der Welthungerhilfe rief Benjamin Adrion 2005 die entwicklungspolitische Initiative Viva con Agua de St. Pauli ins Leben, nachdem er im Wintertrainingslager auf Kuba von den Verhältnissen vor Ort schwer schockiert war. Ziel der Initiative ist die Verbesserung der Trinkwasserversorgung in Entwicklungsländern insbesondere über die Mobilisierung junger Menschen, beispielsweise über Musikfestivals.  
 
2015 überschritten die Spendeneinnahmen die Millionengrenze. Die Netto-Einnahmen in Deutschland werden bisher alle an die Welthungerhilfe als strategischen Partner weiter geleitet; in der Schweiz kooperiert Viva con Agua mit unserer Partnerorganisation Helvetas.
 
Am 5. Oktober 2009 wurde Benjamin Adrion für sein Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet, obwohl er zum Zeitpunkt der Verleihung das normalerweise erforderliche Mindestalter von 40 Jahren noch nicht erreicht hatte.

Dr. Thomas Bellut, Intendant des ZDF

Thomas Bellut wurde am 8. März 1955 in Osnabrück geboren. Bellut ist von Haus aus Journalist. Er ist mit der Journalistin Hülya Özkan verheiratet und hat zwei Kinder.

Seine Position:
Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF).

Beruf und Karriere:
Nach dem Schulabschluss studierte Bellut Politikwissenschaft, Geschichte und Publizistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Sein Studium schloss er 1982 mit der Promotion über die "DDR-Berichterstattung in den Nachrichtenmedien der Bundesrepublik Deutschland" ab.
 
Seine berufliche Tätigkeit begann Bellut 1983 als journalistischer Mitarbeiter bei den Westfälischen Nachrichten in Münster. Bereits ein Jahr später wechselte er ins elektronische Medium mit einem Volontariat beim ZDF in Mainz. Bis heute ist er dort geblieben in immer höheren Positionen: 1985 wurde Bellut zunächst Redakteur im "Länderspiegel". 1986 ging er für zwei Jahre als Korrespondent ins ZDF-Studio Berlin und kehrte 1988 als Programmreferent des Programmdirektors in die Mainzer Zentrale zurück. Zwischen 1990 und 1992 begründete und betreute Bellut als Redaktionsleiter die beiden Sendungen "Familienmagazin" und "Reiselust". Im Anschluss übernahm er 1992 die Leitung der ZDF-Redaktion "Offene Reihen und Sondersendungen", die später zur Redaktion "blickpunkt" wurde. Dort war er verantwortlich für innenpolitische Sondersendungen, Wahlsendungen, Parteitagsberichterstattung sowie für die Sendereihen "Was nun, ...?" und "blickpunkt". Ab 1997 leitete Bellut die ZDF-Hauptredaktion "Innenpolitik" und moderierte in dieser Funktion aktuelle Wahl- und innenpolitische Sondersendungen, darunter das "ZDF spezial" und das "ZDF-Politbarometer". Gemeinsam mit Klaus Bresser und später mit Nikolaus Brender war er zudem Moderator der ZDF-Interviewreihe "Was nun, ...?".
 
Zum 1. Dezember 2002 kam Bellut in die Geschäftsführung des ZDF: Er wurde für zwei Amtszeiten zum Programmdirektor berufen und hatte dort die Verantwortung für die kulturellen, künstlerischen und unterhaltenden Programme des Senders. Seit März 2012 ist er der fünfte Intendant des ZDF.  
 
Sein Credo:
Geduld, Gelassenheit und so wenig wie möglich dem Zufall überlassen.

Dr. h.c. Erik Bettermann, ehemaliger Intendant der Deutschen Welle

Erik Bettermann wurde am 8. Mai 1944 in Lindenthal (Kreis Leipzig) geboren und wuchs im Rheinland auf. Bettermann ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Seine Position:
Ehemaliger Intendant der Deutschen Welle.
 
Beruf und Karriere:

Bettermann studierte nach dem Abitur in Köln an den Universitäten Köln und Bonn sowie an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Köln. Als freier Mitarbeiter schrieb er für Kölner Tageszeitungen und die evangelische Kirchenzeitung.
 
Seine berufliche Laufbahn als Journalist führte Bettermann zunächst als Verantwortlichen für die Rats- und Öffentlichkeitsarbeit zur Gemeinde Rodenkirchen im Kreis Köln und zur PR-Arbeit der Deutschen Gesellschaft für internationalen Jugendaustausch. In den Folgejahren war er Bundesgeschäftsführer des Deutschen Bundesjugendrings und Verantwortlicher für deutsch-amerikanische Austauschprogramme im Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit. Für die Carl-Duisberg-Gesellschaft verbrachte er mehrere Monate in den USA und referierte zum deutschen dualen Ausbildungssystem.
 
1983 wurde Bettermann Leiter des Büros des Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, 1985 Abteilungsleiter beim Parteivorstand der SPD und 1989 deren stellvertretender Bundesgeschäftsführer. Im Anschluss war Bettermann von 1992 bis 2001 Staatsrat beim Senator für Bundesangelegenheiten der Freien Hansestadt Bremen sowie Bevollmächtigter beim Bund, für Europa und für Entwicklungszusammenarbeit. 2001 wurde Bettermann zum Intendanten des deutschen Auslandsrundfunks, der Deutschen Welle, bis 2013 gewählt.

Vorher war Bettermann unter anderem Mitglied des ZDF-Fernsehrats und des Verwaltungsrats der DW, er ist Mitglied des Deutschen Poleninstituts, Vorstand des Gustav-Stresemann-Instituts, Vorsitzender der deutsch-amerikanischen RIAS-Kommission und Vorsitzender des Internationalen Demokratiepreises Bonn.
 
Bettermann hat Gastvorlesungen an der Ohio State University, der John Hopkins University Washington und an den Universitäten in Kiew, Taipeh, Kairo, Sao Paulo, Santiago de Chile und El Salvador gehalten. 2012 erhielt er den Ehrendoktor des Wartburg Colleges in Iowa (USA).
 
Auf Reisen und Studienaufenthalten in vielen Ländern der Welt hat sich Bettermann für seinen Traum eingesetzt, eine zivile Weltgesellschaft mit zu gestalten, in der Menschen gleich behandelt, ihre Fähigkeiten gefördert werden, und sie ausreichend Unterstützung für ihren Lebensunterhalt bekommen.

Dr. Markus Conrad, ehemaliger Vorsitzender der Geschäftsführung Tchibo GmbH

Dr. Markus Conrad wurde 1959 in Hamburg geboren. Er hat Musik und Volkswirtschaft studiert und ist Vater von vier Kindern.

Seine Position:
Markus Conrad ist Aufsichtsratsmitglied in börsennotierten und privaten Familiengesellschaften. In Frankreich betreibt er ein Weingut.
 
Beruf und Karriere:

Ausbildung:
1983: Diplom-Kaufmann, Universität Hamburg;
1983: Diplom Instrumentalmusik (Trompete), Hochschule für Musik und darstellende Kunst, Hamburg;
1984: Master of Business Administration (MBA), INSEAD, Fontainebleau, Frankreich;
1987: Promotion zum Dr. rer. pol., Volkswirtschaft, Universität Hamburg („Industriepolitik als wirtschaftspolitische Option in der Sozialen Marktwirtschaft).
 
Beruf und Karriere:
1985 - 1990: Bain & Company Unternehmensberatung, Boston/München/Paris;
1990 - 2005: Geschäftsführender Gesellschafter Libri GmbH, Hamburg;
ab 2006: Vorsitzender der Geschäftsführung Tchibo GmbH, Hamburg;
 
Unter seiner Geschäftsführung definierte Tchibo 2006 eine nachhaltige Geschäftspolitik als strategisches Unternehmensziel. Für die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung, die Umsetzung von Pilotprojekten und die vorbildliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit NGOs, Siegel- und Multi-Stakeholder-Organisationen wurde Tchibo in den Folgejahren mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis für Unternehmensethik des DNWE (2012), dem CSR-Preis der Bundesregierung (2013) und dem European CSR-Award der EU-Kommission (2013).
 
Gesellschaftlich und ehrenamtlich engagiert sich Markus Conrad als Mitglied des Kuratoriums des DNWE (Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik) und als Beirat bei Schotstek, einem Stipendiaten-Programm für Hamburger mit Migrationshintergrund. Von 1991 bis 1997 und 2003 bis 2006 war Markus Conrad Mitglied des Vorstands des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, von 2010 bis 2015 Mitglied des Vorstands der Hamburger Symphoniker.  
 
Sein Credo:
Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben muss man es aber vorwärts (Kierkegaard). Und: Bäume pflanzen, unter deren Schatten man niemals sitzen wird.

Gesine Cukrowski, Schauspielerin

Gesine Cukrowski, Jahrgang 1968, ist eine deutsche Schauspielerin.

Beruf und Karriere:
Cukrowski absolvierte ihre Ausbildung an der Schauspielschule Maria Körber in Berlin. Sie wandte sich zunächst dem Theater zu, darunter das Theater Affekt in Berlin, die Volksbühne Berlin, das Theater Hannover und das Theater Basel. Ihren ersten Fernsehauftritt hatte Gesine Cukrowski 1987 als Schwester Irene in „Praxis Bülowbogen“, eine durchgehende Rolle übernahm sie 1995 in der TV-Serie „Und tschüss“. Seither war sie in mehr als 60 Film- und TV-Produktionen zu sehen („Das Wunder von Berlin“, „Das Papst-Attentat“, „Tatort – Blinder Glaube“, „Tulpen in Amsterdam“, Krimireihe „Flemming“).  

Engagement:
Cukrowski engagiert sich seit vielen Jahren als Schirmherrin für das Projekt „Findelbaby“. Damit unterstützt und begleitet sie Frauen in Not bei ihrer anonymen Geburt und setzt sich für die Betreuung und Pflege der Babys ein. Für dieses beeindruckende Engagement erhielt sie den Hans-Rosenthal-Ehrenpreis.  
 
Seit einer Projektreise für die Welthungerhilfe nach Uganda im Oktober 2015 engagiert sich Cukrowski sehr intensiv und mit hoher öffentlicher Wahrnehmung für die Welthungerhilfe.

Christiane Dahrendorf, Psychotherapie und Coaching

Christiane Dahrendorf, geboren 1952, ist Fachärztin. Mit dem Soziologen und Politiker Ralf Dahrendorf war sie in zweiter Ehe verheiratet bis zu seinem Tod.

Ihre Position:
Seit 1993 eigene Praxis in Köln für Psychotherapie und Coaching
 
Beruf und Karriere:
Christiane Dahrendorf studierte Medizin und Architekturgeschichte in Berlin, Münster und Düsseldorf. Nach der Approbation arbeitete sie in Berlin als Assistenzärztin zunächst in der Pathologie, danach in der Inneren Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie. Daraus entwickelte sich ein neuer Schwerpunkt: die ärztliche Behandlung von persönlichen Krisen und Konflikten, auch solche in der Folge von politischen Veränderungen, Flucht und Vertreibung. Die zehnjährige Weiterbildung in der Klinik schloss sie 1992 mit dem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ab. Seit 1997 ist sie des weiteren Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin. 1993 gründete sie in Köln eine eigene Praxis mit einem hohen Anteil internationaler Patienten. Christiane Dahrendorf arbeitet systemisch, Ressourcen- und Lösungsorientiert; seit zehn Jahren auch mit EMDR als traumatherapeutischer Methode.
 
Ab 2002 verband sie die Praxistätigkeit mit dem Besuch internationaler Konferenzen, in Begleitung ihres Mannes vorwiegend zum Thema Europapolitik, seit seinem Tod im Jahr 2009 mit den eigenen Schwerpunkten Migration und Integration, Bildung und Klimawandel.
 
Sie ist verantwortlich für den schriftlichen Nachlass Ralf Dahrendorfs im Bundesarchiv in Koblenz. Die Bibliothek des Verstorbenen hat sie der Universität Bonn zu Forschungszwecken zur Verfügung gestellt.
 
Ihr Credo:
Querdenken und die unterschiedlichen Erfahrungen und Kompetenzen aller verbinden, auch, um die Mitarbeiter der Welthungerhilfe in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Prof. Dr. Ulrike Detmers, Mitglied Geschäftsführung Mestemacher Gruppe

Ulrike Detmers wurde am 15. März 1956 in Herford geboren. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder und zwei Enkelkinder.

Ihre Position:
Gesellschafterin und Mitglied der zentralen Unternehmensleitung der Mestemacher-Gruppe, Gütersloh. Ressortleitung Zentrales Markenmanagement und Social Marketing.
 
Professorin für Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Personalmanagement und Organisationsmanagement im Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit an der Fachhochschule Bielefeld.
   
Beruf und Karriere:
Die Unternehmerin, Wirtschaftsprofessorin und Frauenrechtlerin Prof. Dr. Ulrike Detmers ist Mitglied der Geschäftsführung und Gesellschafterin in der Mestemacher-Gruppe, Gütersloh, bei der sie die Ressorts Zentrales Markenmanagement und Social Marketing leitet. Seit 1994 bekleidet sie am Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit der Fachhochschule Bielefeld die Professur für allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Personalmanagement und  Organisationsmanagement. Die mehrfach ausgezeichnete Managerin – sie ist unter anderem seit 2008 Trägerin des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland – ist für ihr außergewöhnliches Engagement und die Initiierung zahlreicher, vielbeachteter Aktionen bekannt. Dazu zählen der Mestemacher KITA-Preis (seit 2001), der MESTEMACHER PREIS MANAGERIN DES JAHRES (seit 2002), der Mestemacher Frauenkalender (seit 2005) – mit den Anthologien „Herausragende Frauen des 20. und 21. Jahrhunderts“ und „Spitzenväter“ – der Mestemacher Preis Spitzenvater des Jahres (seit 2006) und das Mestemacher Forum Zukunft (seit 2008). Darüber hinaus ist Ulrike Detmers in verschiedenen Expertengremien aus Politik und Wirtschaft tätig, so auch als Vertrauensdozentin der Stiftung der Deutschen Wirtschaft e.V.  
 
Ihr Credo:
Frauen müssen weltweit an politischer und wirtschaftlicher Macht beteiligt werden und durch Qualifikation und Bildung wirtschaftliche Unabhängigkeit erlangen. Nur dann werden wir gemeinsam effizient den Hunger in der Welt verringern.

Dr. Monika Griefahn, Geschäftsführerin Monika Griefahn GmbH, institut für medien umwelt kultur, Umweltministerin a.D.

Monika Griefahn wurde am 3. Oktober 1954 in Mülheim/Ruhr geboren. Griefahn ist Diplom-Soziologin. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder.

Ihre Position:
Direktorin für Umwelt und Gesellschaft AIDA Cruises
Geschäftsführerin "Monika Griefahn GmbH institut für medien umwelt kultur"
 
Beruf und Karriere:
Monika Griefahn ist Gründungsmitglied von Greenpeace Deutschland und war Co-Geschäftsführerin von 1980 bis 1983. Sie organisierte unter anderem Kampagnen für den Schutz der Nordsee. Von 1984 bis 1990 arbeitete Griefahn als erste Frau im internationalen Vorstand von Greenpeace und war verantwortlich für die Gründung neuer Büros weltweit und für die Aus- und Fortbildung.

Von 1990 bis 1998 war sie Umweltministerin in Niedersachsen im Kabinett Gerhard Schröder. Damals wie heute setzt sie sich für eine neue Energiepolitik ohne Atomstrom und für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ein.  
 
Von 1998 bis 2009 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Dort war sie in der SPD-Fraktion schwerpunktmäßig zuständig für die Bereiche Kultur und Medien, Neue Medien und auswärtige Bildungs- und Kulturpolitik.  
 
2012 gründete sie die „Monika Griefahn GmbH institut für medien umwelt kultur“. Das Institut bietet Unterstützung für Entscheider bei der Implementierung echter Nachhaltigkeit in Unternehmen an und leistet Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit für eine umfassende Qualität von Produkten im industriellen und landwirtschaftlichen Bereich (Cradle to Cradle).
 
Monika Griefahn ist vielfältig ehrenamtlich tätig, unter anderem als Co-Vorsitzende und Jurymitglied der Right Livelihood Award Foundation („Alternativer Nobelpreis“) und als Vorsitzende des Vereins „Cradle to Cradle – Wiege zur Wiege“ e.V.  
 
Ihr Credo:  
 Attempto – ich versuch’s.

Nia Künzer, ehemalige deutsche Fußball-Nationalspielerin

Nia Künzer, 1980 geboren, ist eine ehemalige deutsche Fußball-Nationalspielerin und „Kinder stark machen“-Botschafterin.

Beruf und Karriere:
Ihre fußballerische Laufbahn startete sie bei Eintracht Wetzlar, mit dem 1. FFC Frankfurt wurde sie siebenmal Deutsche Meisterin und Deutsche Pokalsiegerin sowie dreimal UEFA-Women’s-Cup-Siegerin. Zum Medien-Star wurde sie durch ihr Golden Goal im Finale der Weltmeisterschaft 2003 am 12. Oktober für Deutschland gegen Schweden. 2004 wurde sie zur Maxim Woman of the Year in der Rubrik Sport gewählt. Seit März 2006 arbeitet sie als Frauenfußball-Expertin für die ARD. Künzer studierte Pädagogik an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Engagement:
Nia Künzer engagiert sich immer wieder für verschiedene Präventionsprojekte, seit 2007 unter anderem für das Verkehrspräventionsprojekt „Verkehrssicher in Mittelhessen.“ 2011 wurde sie mit dem Walter-Scheel-Preis für Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit ausgezeichnet.
 
Mit dem Mädchenfußballprojekts „Galz & Goals“ in Namibia ist Nia Künzer UNICEF-Botschafterin. Gemeinsam mit der Organisation „NETZ Bangladesch“ setzt sie sich für die Schulbildung von Mädchen in Bangladesch und gegen die Verheiratung von Minderjährigen ein.

Dr. Gerd Leipold, ehemaliger Geschäftsführer von Greenpeace International

Gerd Leipold wurde am 1. Januar 1951 im oberschwäbischen Rot geboren. Er ist ein deutscher Umweltschützer und Manager. Leipold war von 2001 bis 2009 Geschäftsführer von Greenpeace International. Er ist geschieden, Vater von zwei Töchtern und lebt in Amsterdam.

Seine Position:  
Freier Berater für Nachhaltigkeit.
 
Beruf und Karriere:
Nach einem Physikstudium (1970 - 1975) an der Technischen Universität München studierte Leipold Meteorologie und Ozeanographie in Hamburg, wo er 1983 am Max Planck Institut promovierte. In der Zeit von 1977 bis 1978 hatte er einen Forschungsaufenthalt an der Scripps Institution of Oceanography, La Jolla in Kalifornien.  
 
Von 1981 bis 1990 war Leipold Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland. Unter seiner Leitung entwickelte sich Greenpeace Deutschland von einem kleinen Zusammenschluss Freiwilliger zur größten Umweltorganisation in Deutschland. Als Geschäftsführer des deutschen Büros war Leipold maßgeblich an einigen spektakulären Aktionen beteiligt. So flog er 1983 mit einem Heißluftballon über die Berliner Mauer in die DDR, um gegen Atomwaffentests der damaligen vier Besatzungsmächte zu protestieren. Er wurde verhaftet, aber nach kurzer Zeit wieder „abgeschoben“. 1987 wurde Leipold Leiter der Abrüstungskampagne für Greenpeace International, die er von 1990 bis 1992 von London aus führte. Er koordinierte über 50 internationale Schiffsaktionen.
 
Von 1993 bis 2000 arbeitete Leipold als Direktor von GEM Partners in London, einer Beratungsfirma für Strategie und Kommunikation, Kampagnen und Mitarbeitertraining für Nichtregierungsorganisationen. Er beriet nicht nur Greenpeace bei der Entwicklung von Kampagnen und Kommunikationsstrategien, sondern auch das Rote Kreuz, Oxfam, Action Aid und Consumers International.  
 
Anfang 2001 wurde er zunächst kommissarisch, nach einer halbjährigen Übergangszeit dann endgültig Nachfolger von Thilo Bode und damit Geschäftsführer Greenpeace International, Amsterdam. Leipold kündigte an, im Sinne seines Vorgängers, durch wachsende Mitgliederzahlen dafür zu sorgen, dass die einzelnen Greenpeace-Büros wirtschaftlich auf eigenen Füßen stehen und ohne Subventionen von der niederländischen Zentrale auskommen. Er stellte den Kampf gegen die globale Klimaeerwärmung in den Mittelpunkt der künftigen Greenpeace-Politik. Gezielte Boykott-Ausrufe gegen amerikanische Ölkonzerne schloss Leipold allerdings aus; vielmehr setzte er auf die „Information“ und die „Mobilisierung“ der Verbraucher, die dann selbst über ihr Konsumverhalten an den Tankstellen entscheiden sollten. Ferner nahm Leipold sich vor, am Greenpeace-Markenzeichen der aufsehenerregenden, sogenannten nicht gewalttätigen direkten Aktionen festzuhalten. 2009 legte er dann seinen Posten als Geschäftsführer nieder und ist seit 2010 freier Berater für Nichtregierungsorganisationen und den privaten Sektor im Bereich „Green Economy“, Klimawandel und Nachhaltigkeit.
 
Sein Credo:
Der Zustand der Welt hängt nicht davon ab, ob wir optimistisch oder pessimistisch sind. Aber mit Optimismus kann man ihn verändern.

Carl Ferdinand Oetker, Geschäftsführender Gesellschafter FO Holding GmbH

Ferdinand Oetker wurde am 3. Oktober 1972 in München geboren. Oetker ist Bankier. Er ist verheiratet und hat eine Tochter und einen Sohn.
 
Seine Position:  
Geschäftsführender Gesellschafter FO Holding GmbH.
 
Beruf und Karriere:
Ferdinand Oetker studierte Economics und International Relations an der Brown University, Providence, RI, USA. Oetker ist Geschäftsführender Gesellschafter der FO Holding GmbH. Er war Generalbevollmächtigter der zur Oetker-Gruppe gehörenden Bankhaus Lampe KG, für die er seit dem Jahr 2004 tätig war. Zuvor arbeitete er in verschiedenen führenden europäischen Finanzinstitutionen in den Bereichen Asset Management, Private Banking und im Firmenkundengeschäft.  
 
Als Urenkel des Gründers des Bielefelder Traditionsunternehmens Dr. August Oetker KG ist Ferdinand Oetker einer von acht Gesellschaftern der sich bis heute im Familienbesitz befindlichen Oetker-Gruppe. Ferdinand Oetker ist auch außerhalb der Gruppe in eigenen Unternehmen engagiert und erfüllt darüber hinaus zahlreiche weitere Positionen. So gehört er unter anderem dem Aufsichtsrat der STADA Arzneimittel AG, Bad Vilbel an.

Dr. Albert Otten, Unternehmer

Dr Albert Otten, geboren 1950, ist verheiratet mit Ute Otten und hat vier Kinder.

Seine Position:
Familien-Unternehmer.

Beruf und Karriere:
Studium der Volkswirtschaft, danach berufliche Tätigkeit im Bankbereich;
seit 1983: geschäftsführender Gesellschafter des Familien Unternehmens allkauf-Otten;
heute: Beiratsvorsitzender der Unternehmen der Familie Otten, FAMOS-Gruppe.

Engagement:
2007 - 2017: Geschäftsführer der Stiftung Welthungerhilfe, Bonn.

Marc Pfitzer, Managing Director Foundation Strategy Group

Marc Pfitzer, MBA, Jahrgang 1971, ist Managing Director bei der Foundation Strategy Group.

Beruf und Karriere:
Pfitzer hat über 20 Jahre Erfahrung als Berater von Führungskräften im privaten und sozialen Bereich. Er hat sich insbesondere auf die Unterstützung von Unternehmen und Stiftungen bei der Erreichung von gesellschaftlichem Mehrwert spezialisiert. Er beschäftigt sich vor allem mit Shared Value Ansätzen und ist mit diesem Thema auch regelmäßig auf internationalen Konferenzen präsent. Er hat zahlreiche Berichte über die Themen „soziale Unternehmensinvestitionen“, „landwirtschaftliche Entwicklung“, „Performance-Messung im sozialen Bereich und die Mechanismen der Zusammenarbeit“ geschrieben.  
 
Pfitzer studierte in Nyon in der Schweiz, in Harvard und in Concord, Massachusetts.

Stefan Raue, Intendant des Deutschlandradios

Stefan Raue hat Geschichtswissenschaft, Literaturwissenschaft und Philosophie in Freiburg und Bielefeld studiert.

Er begann seine berufliche Laufbahn als Reporter im WDR-Landesstudio Düsseldorf. Ab 1990 arbeitete er zunächst als Politikredakteur und später als Redaktionsleiter „Aktuelles“ für RIAS-TV. Es folgten Stationen als Hauptabteilungsleiter „Aktuelles und Nachrichten“ von DW-TV, Stellvertretender Redaktionsleiter „heute“, Redaktionsleiter „Blickpunkt und politische Sonderprojekte“, Stellvertretender Leiter Hauptredaktion „Innenpolitik“ sowie als Stellvertretender Leiter Hauptredaktion „Politik und Zeitgeschehen“ beim ZDF.

Von 2011 bis 2017 war Raue Chefredakteur des MDR. Seit dem 1. September 2017 ist er Intendant des Deutschlandradios.

Dagmar Reim, ehemalige Intendantin des RBB

Dagmar Reim wurde 1951 in Heidelberg geboren. Sie studierte in Mainz und München Geschichte, Germanistik und Publizistik.

Ihre Position: 
Dagmar Reim ist Gründungsintendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg, der als Landesrundfunkanstalt für beide Bundesländer sendet. Sie wurde 2003 als erste Frau an die Spitze eines öffentlich-rechtlichen Senders in Deutschland gewählt.
 
Beruf und Karriere:
1975 begann Dagmar Reim als Radio-Redakteurin beim Bayerischen Rundfunk in München und wechselte 1979 zum WDR nach Köln.
 
1986 führte ihr beruflicher Weg zum Norddeutschen Rundfunk nach Hamburg, wo sie zunächst als Redakteurin arbeitete. Von 1992 an leitete sie die Pressestelle und war zwei Jahre Sprecherin der ARD. 1995 wurde Dagmar Reim Chefredakteurin des NDR-Hörfunks. Von 1998 an und bis zu ihrem Wechsel zum rbb war sie Direktorin des Landesfunkhauses Hamburg.
 
Dagmar Reim engagiert sich gesellschaftlich in zahlreichen Kuratorien, Räten und Jurys. Auf Berufung des Bundespräsidenten wurde sie 2012 Mitglied des Wissenschaftsrats. Sie fördert journalistischen Nachwuchs und gemeinnützige Organisationen, ist Juryvorsitzende des Deutschen Preis für Denkmalschutz, sowie unter anderem Mitglied der Stiftungsräte Oper in Berlin und Deutsche Kinemathek. Als Rednerin, in öffentlichen Debatten, sowie als Schirmherrin für Mentoring- und Netzwerkprogramme setzt sich Dagmar Reim zudem für die Gleichstellung und Förderung von Frauen in Führungspositionen ein.

Hajo Riesenbeck, Riesenbeck-IC GmbH, Investment & Consulting

Hajo Riesenbeck wurde 1951 geboren. Er ist ein deutscher Marketingexperte und Marketingberater.

Seine Position:
Managing Director der Riesenbeck-IC GmbH Investments & Consulting
 
Beruf und Karriere:
Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Münster begann Riesenbeck seine berufliche Laufbahn bei Unilever in Hamburg zunächst als Trainee und anschließend als Produktmanager der Marke Sunil. 1979 ging er als Berater zu McKinsey. 1985 wurde er zum Partner gewählt, 1991 zum Direktor. Er war bei McKinsey erst einmal schwerpunktmäßig im Konsumgüter Sektor und Handel tätig, den er von 1986 bis 1993 leitete. Unter seiner Führung entwickelte sich der Bereich zu einem festen Bestandteil von McKinsey Deutschland. Seit 1991 war er Direktor von McKinsey & Company im Büro Düsseldorf und von 1997 bis 2007 Leiter des deutschen Marketing & Sales Practice, an deren Aufbau er maßgeblich beteiligt war. Er beriet in erster Linie internationale Unternehmen aus Industrie und Handel in Fragen zu Strategie und Organisation sowie Produkt- und Marketingpositionierung. Von 2003 bis 2008 leitete Riesenbeck weltweit das McKinsey Team, das für die interne und externe Kommunikation verantwortlich war.  
 
Seit 2002 saß Hajo Riesenbeck im Aufsichtsrat des Marktforschungsunternehmens GfK Nürnberg e.V. Ende 2004 wurde er zu dessen Vorsitzenden gewählt. Von 2005 bis 2008 war Riesenbeck Präsident und Vorsitzender des Verwaltungsrats des Marktforschungsunternehmens GfK Nürnberg e.V. und zeitgleich auch Aufsichtsratsvorsitzender der GfK AG. Nach den gescheiterten Fusionsplänen zwischen GfK und TNS trat er von seinem Posten zurück.  
 
2009 gründete Riesenbeck die „Riesenbeck-IC GmbH“. Der Fokus des Unternehmens liegt in der Unterstützung von endverbraucherorientierten Unternehmen in der Markenführung.  
 
Sein Credo:
„Gutes kann so preiswert sein.“
„No pain, no gain.“

Michael Schindhelm, Kulturberater und Autor

Michael Schindhelm wurde am 1. Oktober 1960 in Eisenach geboren. Schindhelm ist Schriftsteller. Er ist geschieden, hat einen Sohn und drei Töchter.
 
Seine Position:
Schriftsteller und Gründungs-Mitglied des Thinktank „Searchers Unlimited“ der Welthungerhilfe.
 
Beruf und Karriere:
Michael Schindhelm ist Schriftsteller und seit Frühjahr 2009 unter anderem als Kulturberater und Kurator für internationale Organisationen tätig (u.a. West Kowloon Cultural District, Hongkong; Strelka Institut, Moskau; OMA, Rotterdam; Skolkovo Innovation Center, Moskau; Zürcher Hochschule der Künste). Seit 2007 war er Gründungsdirektor der Dubai Culture & Arts Authority in Dubai, VAE, zuvor Generaldirektor der Berliner Opernstiftung (2004 – 2007) und Intendant des Theater Basel (1996 – 2006).
 
1979 begann er an der Internationalen Universität Voronezh (USSR) zu studieren und beendete das Studium mit dem Master of Science in Quantenchemie. Von 1984 bis 1986 war er wissenschaftlicher Assistant der Abteilung Theoretische Chemie im Zentralinstitut für Physikalische Chemie in Ost-Berlin. Hier lernte er auch die heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel kennen. In den folgenden Jahren arbeitete er als freischaffender Übersetzer, Dolmetscher und Schriftsteller in Ost-Berlin.
 
1990 wurde Michael Schindhelm zunächst Berater und später Direktor der aus dem Theater Nordhausen und dem Loh-Orchester Sondershausen neu gegründeten Theater-GmbH (Thüringen, Deutschland). 1992 wurde er zum Intendanten der Bühnen der Stadt Gera (Thüringen) gewählt, von 1994 bis 1996 war er der erste Generalintendant und Geschäftsführer des (Fusions-)Theaters Altenburg-Gera, anschließend, von 1996 bis 2006, Künstlerischer Direktor und Intendant des Theaters Basel (Schweiz).  
 
Von März 2005 bis Februar 2007 war er der erste Generaldirektor der neu gegründeten “Stiftung Oper in Berlin”, in Berlin, Deutschland, der weltweit größten Opernorganisation, bestehend aus: Staatsoper Berlin, Deutsche Oper, Komische Oper, Staatsballett.  
 
Bücher, Oper, Fernsehen, Film: 
Roberts Reise (DVA, 2000), Zauber des Westens (DVA, 2001), Das Kamel auf der Startbahn (Merian, 2004), Die Herausforderung (DVA, 2006), Mein Abenteuer Schweiz (Echtzeit, 2007), Dubai Speed (DTV, 2009), Dubai High (Englisch, 2011), Librettist (Schwarzerde: Oper von Klaus Huber, Quecksilberlicht: Oper von Cong Su). Gastgeber und Moderator der TV-Talks Der Salon (Schweizer TV SF1) Übersetzer (Gorki, Tschechow, Gogol). Dokumentarfilm “Chants of the Steppes” (2004) über musikalische Traditionen in der Wüste Gobi (Mongolei), „Bird’s Nest” (2008) über die Entstehung des Olympiastadions von Beijing.

Prof. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform gGmbH

Prof. Dr. Gesine Schwan, geboren 1943 in Berlin, ist Politikwissenschaftlerin.

Ihre Position:
Präsidentin der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance
 
Beruf und Karriere:
Prof. Dr. Gesine Schwan absolvierte ein Studium der Romanistik, Geschichte, Philosophie und Politologie in Berlin und Freiburg mit Studienaufenthalten in Warschau und Krakau. Seit 1972 ist sie Mitglied der SPD. Von 1977 bis 1995 war sie Professorin für Politikwissenschaft an der FU Berlin. 1999 wurde sie Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und trug entscheidend zu deren Entwicklung bei.  
 
Von 2005 bis 2009 war Gesine Schwan Koordinatorin der Bundesregierung für die grenznahe und zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit mit Polen. Sie kandidierte 2004 auf Vorschlag von SPD und Bündnis90/DieGrünen und 2009 auf Vorschlag der SPD für das Amt des Bundespräsidenten
 
Gesine Schwan gründete gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern im März 2009 die HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance und wurde im Juni 2010 zu deren Präsidentin gewählt.
 
Gesine Schwan erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2004 den Marion Dönhoff Preis für internationale Verständigung und Versöhnung und 2006 die Ehrendoktorwürde des Europäischen Hochschulinstituts Florenz. Sie ist Trägerin des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, des Ordens „Bene merito“ der Republik Polen und Großoffizier der Ehrenlegion der Republik Frankreich.
 
Ihr Credo:
Sich für die Welthungerhilfe zu engagieren ist eine große Freude. Deshalb möchte ich zu diesem Projekt beitragen, was ich kann.

Anna von Griesheim, Modedesignerin

Anna von Griesheim wurde 1966 in München geboren. Sie ist eine deutsche Modedesignerin für Frauenmode. Sie lebt seit 1989 mit ihrem Lebenspartner, dem Architekturhistoriker Andreas Marx, in Berlin.

Ihre Position:
Eine der bekanntesten deutschen Modedesignerin für elegante Abendmode für Frauen
 
Beruf und Karriere:
Nach dem Abitur begann Anna v. Griesheim eine Lehre zur Schnittmacherin im von Haute-Couture-Designerin Elise Topell gegründeten Modeatelier in Wiesbaden. Im Frankfurter Laden von Jil Sander jobbte sie als Verkäuferin.  
 
Nachdem sie 1989 nach Berlin umzog, absolvierte sie ein Praktikum bei der Designerin Brigitte Haarke und eine einjährige Schnittausbildung an einer privaten Modeschule. Zusätzlich nahm sie Zeichenunterricht. Anschließend machte sich v. Griesheim selbstständig. Ihre erste Kollektion umfasste 15 Modelle, die sie ihrem Freundeskreis vorstellte. Dieser reagierte begeistert.  
 
1991 eröffnete sie den nach ihren eigenen Entwürfen ausgebauten Salon mit dazugehörendem Atelier in der Pariser Straße 44 in Berlin Wilmersdorf. Das Atelier führt sie gemeinsam mit der Modedesignerin Carola Ahlers. Seit 2000 ist Anna v. Griesheim mit ihren Kollektionen in Frankreich und Italien vertreten. Auf den großen Modeschauen ist sie bisher jedoch noch nicht aufgetreten.  
 
Werbung macht sie, indem sie persönlich in ihren eigenen Roben auf Benefizgalas auftritt. Sie macht sich selbst zur Marke. (KulturSpiegel 8/2005) Von Griesheim entwirft für eine Generation gesellschaftlich und beruflich erfolgreicher Frauen. Zu ihren Kundinnen gehören unter anderem Angela Merkel, Sabine Christiansen, Maybrit Illner, Sandra Maischberger, Nina Hoss, Sophie von Kessel, Jette Joop, Franziska van Almsick, Kati Witt und Julia Hentschel. Ihre Mode ist geradlinig und hat doch immer etwas Besonderes.
 
Ihr Credo:
„Eigenheiten sind spannender als Gleichmaß.“ (Badische Zeitung 12.04.2010)
Ihr Motto: „Anziehen und vergessen, dass man was anhat.“ (mdr.de 02.05.2006)
Ihre Maxime: „Menschen, Situationen und Dinge immer wieder wie zum ersten Mal ansehen.“ (frauenzimmer.de 15.04.2009)

Dieter von Holtzbrinck, Holtzbrinck-Verlagsgruppe

Georg-Dieter von Holtzbrinck wurde am 29. September 1941 in Stuttgart geboren. Sein Vater (1909-1983) arbeitete dort als Vertriebsleiter eines Verlages und baute nach dem Krieg ein eigenes Verlagshaus auf. Holtzbrinck ist ein deutscher Verleger. Er ist geschieden, hat einen Sohn und zwei Töchter.

Seine Position:
Chef der Dieter von Holtzbrinck Medien GmbH (DvH Medien) und aktiver Aufsichtsrat und Sparringspartner für seine Kollegen.
 
Beruf und Karriere:
Nach dem Abitur studierte v. Holtzbrinck an der Hochschule St. Gallen und schloss mit einem Lizenziat in Wirtschaftswissenschaften (lic. oec.) ab. 1968 absolvierte er ein 18-monatiges Praktikum in US-Verlagen, darunter bei McGraw-Hill.
 
1970 trat er als Geschäftsführender Gesellschafter in die Handelsblatt GmbH der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck ein. 1971 gründete v. Holtzbrincks Vater eine übergeordnete Führungsholding, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH. Georg-Dieter von Holtzbrinck wurde 1974 Geschäftsführender Gesellschafter dieser Führungsholding. 1980 übernahm v. Holtzbrinck von seinem Vater den Vorsitz der Geschäftsführung der Verlagsgruppe. Die eingeführte dezentrale Unternehmenspolitik blieb nach dem Tode Georg von Holtzbrincks unverändert. Von Holtzbrinck, seine Schwester sowie sein Halbbruder Stefan von Holtzbrinck wurden die drei Gesellschafter der Verlagsgruppe.
 
Von 1980 bis 2001 entwickelte sich der Verlagskonzern zu einer veritablen Mediengruppe. Im Zuge der Expansion gelang v. Holtzbrinck auch eine internationale Expansion mit dem Schwerpunkt in englischsprachigen Ländern. 1981 stammte noch ein Drittel des Umsatzes aus dem Club-Geschäft um den Deutschen Bücherbund, der aber stagnierende Zahlen aufwies. Weil v. Holtzbrinck in dem Vertriebskonzept Buchclub keine großen Zukunftschancen mehr sah, verkaufte er den Bücherbund 1989. Die hierdurch gewonnenen Mittel flossen der weiteren Expansion zu. 1996 erweitere v. Holtzbrinck das Zeitungs-Angebot und übernahm die „ZEIT“.  
 
Im Mai 2001 legte Holtzbrinck sein Amt als Vorstandsvorsitzender nieder, wechselte an die Spitze des Aufsichtrats und blieb Gesellschafter der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH. Ende Juni 2006 gab er den Aufsichtratsvorsitz der Mediengruppe Holtzbrinck ab. Sein Vermögen begann er schrittweise in eine Familienstiftung zu übertragen. An der Verlagsgruppe halten nun seine Geschwister Stefan von Holtzbrinck und Monika Schoeller-von Holtzbrinck jeweils 50 Prozent.  
 
Am 26. März 2009 vereinbarten die Verleger Dieter und Stefan von Holtzbrinck einen Verkauf der überregionalen Zeitungen. Dieter von Holtzbrinck übernahm die Verlagsgruppe „Handelsblatt“, die Berliner „Tagesspiegel“-Gruppe und die Hälfte der Anteile am „ZEIT“-Verlag und fasste die Zeitungen zum 1. Juni 2009 in der neu gegründeten Dieter von Holtzbrinck Medien GmbH (DvH Medien) zusammen. Im Gegenzug verzichtete er auf finanzielle Ansprüche, die ihm bei seinem Ausscheiden aus der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck 2006 zugesichert worden waren.
 
Dieter von Holtzbrinck gründete 1988 die Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten.
 
Sein Credo:
„Wir kaufen dazu, ohne uns zu verkaufen.“ (Spiegel 21/1994)
„Steuern durch Nicht-Steuern.“ (Spiegel 20/2001)

Dr. jur. Christian O. Zschocke, Leiter der Frankfurter Anwaltskanzlei Morgan, Lewis & Bockius

Dr. jur. Christian O. Zschocke ist ein deutscher Rechtsanwalt.

Seine Position: 
Managing Partner des Frankfurter Büros der Anwaltskanzlei Morgan, Lewis & Bockius LLP.
 
Beruf und Karriere:
Zschocke studierte Rechtswissenschaften, machte 1985 sein erstes Staatsexamen in Bonn, 1990 das zweite Staatsexamen in Hamburg und wurde 1990 zum Rechtsanwalt zugelassen. 1994 promovierte er an der Universität Hamburg. Seit 1997 ist er Managing Partner in der Kanzlei Morgan Lewis & Bockius LLP in Frankfurt. Seine Tätigkeit konzentriert sich insbesondere auf Transaktion sowie das Kartellrecht.  
 
Zschocke war in Barcelona, Brüssel, Buenos Aires, Hamburg, London und Paris tätig, darunter bei der Kommission der Europäischen Union, Generaldirektion IV für Wettbewerb. Christian Zschocke ist ein gefragter Redner und Verfasser von Veröffentlichungen zum Gesellschafts- und Kartellrecht, einschließlich eines Kommentars zum deutschen Übernahmerecht. Die Herausgeber von Deutschlands führender Zeitschrift zum Kartellrecht betrauten ihn mit der verantwortlichen Bearbeitung des Abschnitts über internationale Kartellrechtsentwicklungen. Die europäische Bankenvereinigung und die Vereinigung Europäischer Wertpapierbörsen berief Christian Zschocke zum Mitglied eines sechs Praktiker umfassenden „Practitioners Committee“ zur Bearbeitung bei der weiteren Entwicklung der Europäischen Übernahmerichtlinie. Zschocke ist qualifiziert als „Licencadio en Derecho“ unter Spanischem Gesetz.  
 
Sein Credo:
„Advice at the Pulse of Time“.

Letzte Aktualisierung 04.09.2018

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