Welthungerhilfe in Kenia
Die Welthungerhilfe ist seit den 1970-Jahren in Kenia mit Partnerorganisationen aktiv. Aktuell arbeiten wir in Kenia in 48 Projekten, die mit einem Gesamtbudget von 15,1 Millionen Euro im Jahr 2024 404.000 Menschen erreicht haben. Seit 1993 gibt es ein Landesbüro in der Hauptstadt Nairobi.
Unsere Hilfsprojekte und Unterstützung vor Ort
- Nothilfe und langfristige Entwicklungszusammenarbeit
Unterstützung in akuten Krisen wie Dürren oder Überschwemmungen sowie der Aufbau nachhaltiger Strukturen für Ernährung, Gesundheit und Bildung. - Ernährungssicherung und Landwirtschaft
Hilfe für kleinbäuerliche Familien durch klimaangepasste Anbaumethoden, Kooperativenbildung und Bereitstellung von Zusatznahrung für besonders gefährdete Gruppen. - Wasser- und Sanitärversorgung (WASH)
Zugang zu sauberem Trinkwasser durch Brunnen, Wasserspeicher und Wasseraufbereitung – für Menschen und Nutztiere gleichermaßen. - Bildung und berufliche Perspektiven
Schulungen, Ausbildung und Aufklärungsarbeit für benachteiligte Jugendliche, inklusive moderner Berufsbilder und digitaler Kompetenzen.
Projekte im Fokus
Jetzt für Kenia spenden und Menschen in Not helfen
- Im Welthunger-Index 2025 liegt Kenia auf Rang 103 von 127.
- Die Hungersituation wird als „ernst“ eingestuft.
- 17,9 Prozent der Kinder unter 5 Jahren haben eine Wachstumsverzögerung.
- Viele Haushalte können sich den täglichen Nahrungsmittelbedarf nicht leisten, da die Lebensmittelpreise angestiegen sind.
- 36,8 Prozent der Bevölkerung ist unterernährt.
Die Republik Kenia ist ein ostafrikanischer Staat, der südlich des Horns von Afrika am Indischen Ozean liegt. Kenia ist mit einer Fläche von 580.000 Quadrat-kilometern ein wenig größer als Frankreich und zählt rund 55 Millionen Einwohner*innen. Durch die Mitte des Landes verläuft der Äquator.
Die Geschichte Kenias ist geprägt von tiefgreifenden Umbrüchen – nicht zuletzt durch die Kolonialzeit. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Gebiet zur britischen Kolonie erklärt. Vor allem das fruchtbare Hochland wurde zur Siedlungskolonie für europäische Farmer freigegeben, während die einheimische Bevölkerung systematisch enteignet und unterdrückt wurde. Die daraus resultierenden sozialen Spannungen führten in den 1950er Jahren zum sogenannten Mau-Mau-Aufstand, einem blutigen Unabhängigkeitskampf gegen die britische Kolonialherrschaft. Erst 1963 erlangte Kenia seine staatliche Unabhängigkeit. Bis heute sind viele gesellschaftliche und wirtschaftliche Ungleichheiten spürbare Nachwirkungen dieser Zeit. Auch deshalb ist gezielte Unterstützung wichtig – Ihre Spende für Kenia trägt dazu bei, langfristige Perspektiven und gerechtere Lebensbedingungen zu schaffen.
Seit Jahren verzeichnet Kenia ein starkes Wirtschaftswachstum und gilt als Vorreiter in der ostafrikanischen Region. Die größte Einnahmequelle stellt der Tourismus dar. Wie in vielen afrikanischen Ländern spielt auch in Kenia die Landwirtschaft eine entscheidende Rolle. Zwei Drittel der Bevölkerung leben vom Export verschiedener Erzeugnisse oder sind größtenteils Selbstversorger*innen. Vom starken wirtschaftlichen Wachstum in Kenia profitieren nicht alle Menschen.
Vor allem der Klimawandel setzt den Menschen zu: Immer wiederkehrende und in immer kürzeren Abständen auftretende Dürren sorgen für Tiersterben und Ertragseinbrüche für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Deren Ernten sind durch den Klimawandel ohnehin schon karg. Zudem kann es bis zu 14 Monate bis zum nächsten Regen dauern. Dieser löst im schlimmsten Fall schwere Überflutungen aus, die dann unmittelbar auf die lange Dürrezeit folgen.
Kenia: Ständige Angst vor Hunger
Neben immer wiederkehrenden Naturkatastrophen wie Dürren oder Überschwemmungen, war Kenia 2020 massiv von einer Heuschreckenplage betroffen. Die Heuschreckenschwärme haben große Teile der Ernte zerstört. Selbst kleine Schwärme können an einem Tag die Nahrung von zirka 35.000 Menschen vernichten – viele Menschen hungern. Und auch die Corona-Pandemie hat die ohnehin schon schwierige Lebensituation vieler Kenianer*innen zusätzlich verschlechtert.
Die karge Landschaft der Savannen im Süden Kenias wird hauptsächlich von den Massai bevölkert. Die Massai sind Pastoralisten, die mit ihren Viehherden durchs Land ziehe und Weidewirtschaft betreiben. Das Volk aus Ostafrika hat zunehmend Probleme, genügend Wasser für sich und seine Herden zu finden. Weniger Vieh und ausbleibende Ernten bedeuten weniger Nahrung. Die Menschen leben in ständiger Angst vor einer drohenden Hungersnot.
Die Welthungerhilfe unterstützt vor Ort unter anderem mit der Installation nachhaltiger Solarpumpen, die Wasser über weite Strecken transportieren. So entstehen Wasserstellen, die auch von den Massai regelmäßig genutzt werden. Unterstützen Sie unsere Projekte vor Ort mit Ihren Spenden für Kenia, um die Menschen besser für die Dürre zu wappnen.
Für Kenia spenden und den Menschen helfen
Mit Ihrer Hilfe unterstützen Sie unsere Ziele und Hilfsprojekte vor Ort

Landwirtschaft & Umwelt: Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel u.a. durch Verteilung von widerstandsfähigem Saatgut, Einführung verbesserter Anbaumethoden und Erosionsschutz; Erhalt von natürlichen Ressourcen; Verbesserung der landwirtschaftlichen Erträge; Verbesserung der Gesundheit von Nutztieren; Weidelandmanagement; Aufbau und Unterstützung von kleinbäuerlichen Kooperativen.

Nachhaltige Ernährungssicherung: Maßnahmen zur Unterstützung einer ausreichenden und ausgewogenen Ernährung durch Ernährungsberatung u.a. an Schulen; Erweiterung der Ernährungsgrundlagen; Bereitstellung von spezieller Zusatznahrung für Kinder, schwangere und stillende Frauen; Unterstützung zivilgesellschaftlicher Organisationen in der Umsetzung des Rechts auf Nahrung.

Wasser-, Sanitärversorgung, Hygiene: WASH – Bereitstellung von sauberem Trinkwasser durch Brunnenrehabilitierung und/oder Neuanlage; Auffangmöglichkeiten von Regenwasser; Bau von Latrinen; Wasser-Lieferungen per Tanklaster und Bereitstellung von Tabletten zur Aufbereitung des Trinkwassers.

Bildung: Hygieneaufklärung an Schulen durch sog. „WASH-Clubs“, Ausbildung von Wassernutzungskommittees in den Dörfern. Ausbildung durch "Skill-Up"-Trainings und Schulungen für junge Menschen in den Bereichen KFZ-Mechanik, Elektrotechnik, Gastronomie, Frisörhandwerk, ICT-Information and Communication Technology und Landwirtschaft.
