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+++ Aktuelles: Erdbeben erschüttert Afghanistan +++

Ein schweres Erdbeben mit Stärke 5,9 hat am Abend des 21. Juni 2022 in der ostafghanischen Provinzen Paktika und Chost verheerende Schäden angerichtet. Mehr als 1.000 Menschen starben, fast 3.000 wurden verletzt. Am 18. Juli 2022 erschütterte ein weiteres Erdbeben mit Stärke 5,1 dieselbe Region. Dabei wurden rund 600 Häuser zerstört. 

Thomas ten Boer, Landesdirektor der Welthungerhilfe in Afghanistan.

Afghanistan befindet sich in einer dramatischen Gesamtlage. Rund 95 Prozent der Bevölkerung wissen nicht, wie sie sich ernähren sollen. Das sind rund 20 Millionen Menschen. Hinzu kommt, dass tausende Menschen aus dem Iran nach Afghanistan zurückkommen und auch untergebracht sowie versorgt werden müssen. Die Wirtschaft liegt brach, die Versorgungslage für die Menschen ist generell sehr schwierig. Dieses Erdbeben trifft das angeschlagene Land schwer und ist eine Katastrophe mehr zu den bestehenden. Die regierenden Behörden haben bereits bekanntgegeben, dass internationale Hilfe willkommen sei. Das Ausmaß der Schäden und die Anzahl der betroffenen Menschen ist noch gar nicht vollumfänglich sichtbar. Aber klar ist, dass das Land die Auswirkungen mit eigenen Kräften kaum bewältigen kann. Das betrifft die unmittelbare Katastrophenhilfe, aber sicher auch den Wiederaufbau und die medizinische Versorgung der betroffenen Menschen. Einmal mehr trifft es Menschen, die aus dem Blickfeld geraten sind.

Thomas ten Boer Landesdirektor der Welthungerhilfe in Afghanistan.

Die Welthungerhilfe ist seit 22 Jahren in Afghanistan aktiv. Aktuell prüfen wir, ob und wie wir in der vom Erdbeben betroffenen Region unterstützen können. Wenn sie sich jetzt für eine Spende entscheiden, kommt sie daher unserer Projektarbeit in Afghanistan zugute.

Unsere Hilfsprojekte und Unterstützung vor Ort

Die Welthungerhilfe hat in den den letzten Monaten Nothilfe-Maßnahmen umgesetzt. Zum Beispiel haben wir an über 15.000 Familien Nahrungsmittelpakete, Hygienesets, Heizmaterial, warme Decken und Kinderbekleidung verteilt. Im Rahmen von Cash-for-Work-Maßnahmen erwirtschaften Familien ein kleines Einkommen und tragen zugleich zum Aufbau der Infrastruktur bei, unter anderem von Bewässerungssystemen. Bäuer*innen erhalten zudem Saatgut und Nutztierpakete, damit sie sich wieder eine eigenständige Existenz aufbauen können.

In den letzten Jahren haben wir mit den Menschen in Afghanistan folgende Projekte umgesetzt:

Welthungerhilfe in Afghanistan

Seit 1980 ist die Welthungerhilfe in Afghanistan aktiv; damals mit Soforthilfe für afghanische Flüchtlinge | Alle Aktivitäten der Welthungerhilfe in Afghanistan werden aus dem Landesbüro in Kabul gesteuert | Unsere Arbeit konzentriert sich auf vier Regionen: Jawzjan im Nordwesten, Samangan im Nordosten, Nangarhar im Osten und Kabul im Landesinneren | Hier führt die Welthungerhilfe aktuell 23 Projekte durch, die mit einem Gesamtbudget von 6,69 Millionen Euro im Jahr 2021 588.000 Menschen erreicht haben

Projekt im Fokus

Frauenpower: Mehr Wissen bedeutet mehr Einfluss

Perfektes Klima, perfekte Anbaubedingungen. Safran bietet Frauen in Afghanistan die Chance auf ein eigenes Einkommen.

Mehr erfahren

Aktuelle Projekte in Afghanistan

Ernährungssicherung – ein länderübergreifender Ansatz

Afghanistan | 2019 – 2022 | Budget: 3.027.100 €
Institutionelle Geber: BMZ

Win-Win Situation bei der Waldnutzung

Afghanistan | 2020 – 2022 | Budget: 745.236 €
Institutionelle Geber: GIZ

Fit für die Seidenraupenzucht

Afghanistan | 2019 – 2023 | Budget: 976.086 €
Institutionelle Geber: BMZ

Masken nähen und Geld für Lebensmittel verdienen

Afghanistan | 2021 – 2023 | Budget: 9.000.000 €
Institutionelle Geber: AA

Lichtblick Hühnerzucht

Afghanistan | 2021 – 2024 | Budget: 7.000.000 €
Institutionelle Geber: BMZ

Jetzt für Afghanistan spenden und Menschen in Not helfen

Der Schrecken ist Alltag – jetzt für Afghanistan spenden!

Die islamische Republik Afghanistan ist ein Binnenstaat und liegt im südlichen Asien, genau an der Schnittstelle zu Zentralasien. Das Land ist umgeben von den Staaten Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, China, Pakistan und Iran. Mit einer Fläche von 652.860 Quadratkilometern ist Afghanistan fast doppelt so groß wie die Bundesrepublik Deutschland, besteht aber zu drei Vierteln aus schwer zugänglichen Gebirgsregionen, die teilweise nahezu menschenleer sind. Die meisten der Einwohner*innen leben in einem von sieben größeren Ballungsgebieten.

Der Alltag vieler dieser Menschen ist geprägt von Krieg, Terror und Armut. Seit über drei Jahrzehnten erschüttern Krisen das Land. Diese haben dazu geführt, dass Afghanistan zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Erde gehört. Von 1996 bis 2001 stand die heutige Republik unter der Schreckensherrschaft der radikal islamischen Taliban. Nach dem Sturz des Regimes durch die Invasion der USA wurde ein Demokratisierungsprozess in Gang gesetzt. Die Bemühungen konnten die Lage jedoch bis heute nicht stabilisieren. Die Taliban – und mittlerweile auch der Islamische Staat – verüben immer wieder Terroranschläge und besetzen vereinzelt Gebiete.

Trotz regelmäßiger Friedensgespräche dauern die Kämpfe an. Die Lage ist ernst: Rund 23 Millionen Menschen haben nicht genug zu essen, etwa 24,4 Millionen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Ein Großteil der Bevölkerung lebt unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Besonders betroffen sind Menschen, die vor Terror und Gewalt fliehen mussten und erst 2015 wieder zurückgekehrt sind.

Seit 1980 ist die Welthungerhilfe in Afghanistan aktiv und hilft, das Leben der Menschen vor Ort zu verbessern. Die aktuellen Schwerpunkte unserer Arbeit liegen auf der Vermittlung von Bildung, Stärkung und der Zivilbevölkerung, humanitärer Hilfe und Förderung der Landwirtschaft. Seit 1992 wurden mehr als 150 Projekte durchgeführt und über 150 Millionen Euro investiert. Mit Ihrer Spende für Afghanistan ermöglichen Sie uns auch weiterhin, einem zerrütteten Land zu mehr Stabilität zu verhelfen.

Direkte Hilfe durch Ihre Spende für Afghanistan

Für Afghanistan spenden und Hilfsprojekte direkt unterstützen

Nothilfe: Modernere Öfen für die afghanische Landbevölkerung sparen Holz, heizen besser und helfen den Familien durch den kalten afghanischen Winter.

Wirtschaftliche Entwicklung: Ausbildungsprogramme schulen junge Frauen und Männer und geben ihnen eine berufliche Perspektive für die Zukunft.

Stärkung der Zivilgesellschaft: Entwicklungspolitische Grundlagenarbeit vermittelt Kindern demokratische Prozesse und soziale Kompetenzen. Bildungsmaßnahmen schulen Erwachsene im Lesen, Schreiben und in ökonomischen Prozessen.

Jetzt für Äthiopien spenden - Bild: Porträt von Landesdirektor Thomas ten Boer

Die Menschen in Afghanistan, mit denen ich gesprochen habe, fragen nicht nach kostenlosem Essen, sondern nach Frieden.

Thomas ten Boer Welthungerhilfe Landesdirektor Afghanistan
Mädchen sitzt vor Trümmern in Afghanistan
Ihre Spende für Afghanistan hilft!
Bitte beachten Sie unseren Mindestspendenbetrag von 5 Euro.

Transparenz und Qualität

Geprüft und ausgezeichnet

Die Welthungerhilfe steht für Transparenz und Qualität, für sparsamen und zielgerichteten Einsatz der Spenden und verifizierte Informationen. Aus diesem Grund hat uns das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) mit dem Spendensiegel ausgezeichnet. 

Auch darüber hinaus legen wir größten Wert auf Wirtschaftlichkeit und Transparenz. So zeigt unser Jahresbericht detailliert, wofür sämtliche Spendengelder eingesetzt werden und vermittelt einen direkten Einblick in unsere Arbeit.  Im Rahmen der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ legen wir weitere Informationen offen, wie unsere vollständige Satzung, die Namen und Funktionen wesentlicher Entscheidungsträger, unsere Personalstruktur und vieles mehr.

Infografik: Kuchendiagramm mit Aufteilung der Aufwendungen in 2020.
Die Aufwendungen der Welthungerhilfe im Jahr 2021. © Welthungerhilfe

Deutsche Welthungerhilfe e.V., Sparkasse KölnBonn
IBAN: DE15 3705 0198 0000 0011 15, BIC: COLSDE33

Jetzt spenden

Mit Bildung der Gewalt entgegentreten

Afghanistan braucht unbedingt Frieden und politische Stabilität, sonst wird sich das Land wirtschaftlich und sozial nur schwer erholen. Seit dem Abzug der NATO-Truppen im Jahr 2014 gestaltet sich das Aufrechterhalten des Demokratisierungsprozesses jedoch immer schwieriger. Zwar werden seit 2002 regelmäßig freie Wahlen abgehalten. Gleichzeitig drohen Aktivitäten der Taliban in verschiedenen Teilen des Landes immer wieder, diese Wahlen zu verhindern. 

Darüber hinaus sehen sich Regionen, wie zum Beispiel Kabul, mit der Aufgabe konfrontiert, eine große Anzahl Binnenflüchtlinge versorgen zu müssen. Sie fliehen aus den Krisenherden im übrigen Land und leben nun in provisorischen Camps ohne Wasser-, Strom-, und Sanitärversorgung. Diese Menschen mussten wegen des Krieges alles zurücklassen; viele von ihnen haben niemals in Zeiten des Friedens gelebt und kennen nur ihr durch Krieg zerstörtes Land. Sie konnten nie zur Schule gehen und sind schwer traumatisiert. Auch heute haben sie keinen Zugang zu Bildung.

Aus diesem Grund betreibt die Welthungerhilfe in der Provinz Kabul entwicklungspolitische Grundlagenarbeit: Kinder und Jugendliche lernen dort auf extra eingerichteten Spielplätzen soziale Kompetenzen und gewaltfreie Konfliktlösung kennen. So werden Traumata bekämpft und demokratische Prozesse vermittelt, die in Kinder- und Jugendversammlungen vertieft werden. Die Erwachsenen lernen nicht nur Lesen und Schreiben, sondern nehmen darüber hinaus an Schulungen teil, in denen sie sich mit einkommensschaffenden Maßnahmen beschäftigen. Ein eigenes Einkommen bietet ihnen die Chance, unabhängiger zu werden. Außerdem schult die Welthungerhilfe Mitarbeitende der öffentlichen Verwaltung und bringt ihnen die Bedürfnisse der Geflüchteten nahe. 

Unterstützen Sie Afghanistan jetzt mit einer Spende! Mit Ihrer Hilfe tragen Sie zu einer nachhaltigen Entwicklung bei und schenken den Menschen so eine bessere Zukunft.

Aktuelle Artikel aus Afghanistan

Hunger in Kabul

Die humanitäre Lage in Afghanistan spitzt sich zu: Rund 23 Millionen Menschen bedroht der Hunger. Generalsekretär Mathias Mogge war vor Ort.

Mehr erfahren
Afghanistan: So steht es um unsere Safran-Kooperative

Nach der Taliban-Machtübernahme: Wie es mit der Safran-Kooperative in Afghanistan weitergeht, ist ungewiss. Doch die Frauen geben nicht auf.

Mehr erfahren

Gut ausgebildet in die Zukunft – dank Ihrer Spende für Afghanistan

Krieg und Vertreibung haben nicht nur zu menschlichem Elend, sondern auch zur Stagnation der Wirtschaft geführt. Menschen flohen in die benachbarten Länder und ließen ihre Heimat zurück. Viele von ihnen sind mittlerweile zurückgekehrt und wollen besonders in der Region rund um Kabul wieder Fuß fassen. Auch Binnenflüchtlinge ziehen in die Region. Die Stadt kann den Zustrom aber nur schwer bewältigen: Langfristig wird die Wirtschaft nur dann in Schwung kommen, wenn endlich Frieden eintritt. Das nötige Fundament kann aber schon heute gelegt werden.

Jetzt für Aghanistan spenden - Bild: Der 18-jährige Abdul beim Bearbeiten eines Stückes Holz
Abdul, 18, absolviert in Kabul eine Ausbildung als Tischler. © Stefanie Glinski

Aus diesem Grund bietet die Welthungerhilfe ein Ausbildungsprogramm an, das die Menschen dabei unterstützt, ihre Zukunft selbst zu gestalten. An diesem Programm nehmen insgesamt 600 junge Frauen und Männer teil. In einem Zeitraum von einem Jahr gehen sie täglich zur Schule und erhalten nach dem Abschluss ein Zeugnis sowie Materialien und Werkzeuge, die sie für die Ausübung eines neuen Berufs benötigen. Weiterhin nehmen 200 Menschen an kaufmännischen Workshops teil; mindestens 50 erhalten darüber hinaus einen Start-Up-Kredit. Dank des Ausbildungsprogrammes verfügen mittlerweile mehr als 6.300 Familienangehörige über ein höheres Haushaltseinkommen als zuvor.

Für Afghanistan spenden heißt, ökonomische Entwicklungen zu unterstützen und Menschen die Chance zu geben, ihr Leben selbst zu gestalten. Helfen Sie jetzt mit Ihrer Spende für Afghanistan dabei, wichtige Grundlagen zu schaffen!

Unterstützen Sie die Menschen in Afghanistan mit Ihrer Spende

Publikationen und Material zu Afghanistan

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Factsheet: Afghanistan

Das Factsheet Afghanistan behandelt die aktuelle Lage des Landes, fasst die Arbeit der Welthungerhilfe vor Ort zusammen und gibt einen Ausblick auf…

Mehr erfahren

Neue Öfen helfen, der winterlichen Kälte zu trotzen

Vom Terror der Taliban sind am stärksten die Menschen in den ländlichen Gebieten Afghanistans betroffen. Trotz einer Vielzahl von Angriffen sind nicht alle Menschen geflohen. Manche bleiben zurück, um ihre Dörfer vor den Angreifenden zu verteidigen. Doch die wirtschaftliche Lage ist sehr schlecht. Es gibt kaum Jobs und der Boden ist teilweise so unfruchtbar, dass die Menschen kein eigenes Gemüse anbauen können. Vor allem in den kalten afghanischen Wintern macht dies den Einwohner*innen zu schaffen. Ein Großteil des Geldes muss für Nahrung und Feuerholz ausgegeben werden, um die eisigen Temperaturen überstehen zu können.

Gerade in der Zeit zwischen Dezember und Februar wird es vor allem in den Bergen eisig kalt. Dementsprechend viel Feuerholz wird benötigt und verbrannt. Um Geld zu sparen schicken viele Familien ihre Kinder in die umliegenden Wälder, um nach Feuerholz zu suchen. Das bedeutet oft stundenlange Arbeit und sorgt dafür, dass die Kinder weniger Zeit für ihre schulischen Aufgaben haben.

Jetzt für Afghanistan spenden - Bild: Eine Frau in Afghanistan beim Gebrauch eines energiesparenden Herds
Die neuen energiesparenden Heiz- und Kochöfen verbrennen weniger Holz, heizen dafür aber umso besser. © Stefanie Glinski / Welthungerhilfe

Um dem entgegenzuwirken hat die Welthungerhilfe im Salang Distrikt 1.260 energiesparende Heiz- und Kochöfen verteilt. Während die Bevölkerung für ihre herkömmlichen Öfen täglich neues Holz beschaffen müssen, können sie das Brennmaterial mit den neuen Öfen effizienter einsetzen. So muss nur noch einmal in der Woche neues Holz besorgt werden. Helfen Sie uns dabei, auch weiteren Menschen das Leben zu erleichtern. Mit Ihrer Unterstützung unserer Winterhilfe spenden Sie Wärme und Hoffnung für Afghanistan.

Alle Spenden sind steuerfrei

Fragen und Antworten rund um Ihre Spende für Afghanistan

Ihre Ansprechpartner*innen
Bankverbindung

Deutsche Welthungerhilfe e. V.
Sparkasse KölnBonn
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BIC COLSDE33

DZI Spendensiegel

Das DZI Spenden-Siegel bescheinigt der Welthungerhilfe seit 1992 den effizienten und verantwortungsvollen Umgang mit den ihr anvertrauten Mitteln.

Die Welthungerhilfe ist beim Finanzamt als gemeinnützige Organisation anerkannt und von der Körperschaftssteuer befreit. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE812801234.